Wachenheim


Die Weinstraße ist gesperrt.

Die Weinstraße, Lebensader Wachenheims, ist wegen Dachdeckerarbeiten an einem Privathaus gesperrt. Voll gesperrt. Der Gau blieb aus, unser Städtchen existiert noch, keiner ist verhungert, keiner ist verdurstet und das Verkehrschaos ist auch ausgeblieben.

Dies könnte man wieder mal als Zeichen werten, dass die Mobilität, bzw. die städtebauliche Bedeutung, völlig überbewertet wird, und ist für mich ein starker Hinweis, daß es nicht Ziel sein muss Verkehr und Parkplätze in den Stadtkern zu bekommen, sondern daß es Ziel sein muß den genau gegenteiligen Weg zu gehen.

Raus mit den Autos. Parkplätze an der Peripherie, ein kleines öffentliches Nähestenverkehrsnetz. Die Weinstraße verkehrsberuhigen und zum Flanieren einladen. Zum Flanieren in unserem wunderschönen Städtchen mit all seinen Ecken und Winkeln.

Doch leider gibt es auch einen Wermutstropfen.

Ich denke, daß es nicht reicht, eine solch große und einschneidende Verkehrsmaßnahme im Amtsblatt anzukündigen. Das Amtsblatt hat zwar eine grosse Reichweite, aber die Informationswirkung ist doch eine geringe, da die Leute mal drüberfliegen und das wars. Nur so ist es zu erklären, daß viele Wachenheimer Bürger, und insbesondere Anwohner der Weinstraße, über die extreme Kurzfristigkeit der Einrichtung der Baustelle und die Dauer der Maßnahme mehr als überrascht waren.

Schon öfters zog sich die Verwaltung hinter das Amtsblatt zurück, um aufwallende Kritik abzuwehren.

Vielleicht wäre es heutzutage effizienter mehrere moderne Medien zur Information der Bürger zu nutzen. Das könnte auch ein guter Ansatz sein, die Politikverdrossenheit der Bürger aufzubrechen. Vielfältige Information schadet nicht.

Im Gegenteil. Reden und kommunizieren hilft. Immer.

Die Ergebnisse der kleinen Umfrage zu der Qualität des Weinfestes waren eindeutig.

Fast 50% der Leser, die abgestimmt haben, fanden das Weinfest „gut, aber Potential nach oben!“ Zählt man die Leser hinzu, die das Weinfest „Super – nix ändern“ finden, ist das eine 3/4 Mehrheit für die beiden besten Noten.

Toll!

Umgekehrt gedacht, heisst das aber auch, dass 3/4 der Leser, die abgestimmt haben, das Wachenheimer Weinfest zumindest in Teilen für noch verbesserungswürdiger halten.

Hier ist ihre Meinung gefragt! In der angehängten Liste können sie gerne eintragen, was Sie an unserem Weinfest ändern würden. Auch über diese Punkte kann dann von den Lesern abgestimmt werden, sodaß sich ein sehr breites Spektrum ergeben kann !

Viel Spaß, ich freue mich darauf!

Liebe Leser und Weinfestbesucher!

Was halten Sie vom Wachenheimer Weinfest?

Geben Sie Ihrer Meinung Ausdruck, sowohl in der beigefügten Umfrage, als auch gerne mit einem Kommentar!

Viel Spass

„Logenplatz. Tolles Wetter. Kein Champagner, sondern ein leckerer erfrischender weißer Wein. Freunde.

Seit Jahren arbeiteten wir auf diesen Tag hin. Einmal live dabei sein. Dabei sein, wie das Feld der Boliden mit einer unglaublichen Lautstärke und Geschwindigkeit an uns vorbei zieht. Ein fast erotisches, ja metaphysisches Erleben des technisch Machbaren. Die Überlegenheit des menschlichen Geistes über die Natur. Den Fliehkräften trotzend. So sehr, dass diese Raketen auf vier Rädern kopfüber wie eine mystische Gottheit an der Decke fahren könnten.

Vettel zog als erster vorbei. So schnell und laut, daß die Gläser auf dem Tisch bedenklich wackelten.
Wie geil ist das denn?
Der Streckenposten konnte gerade noch während dieser Demonstration der Männlich- und Verwegenheit auf die Seite springen, ansonsten wäre das Rennen für Vettel und das Leben für den Streckenposten beendet gewesen.
Vettel gewann das Rennen souverän. Den Streckenposten hat es doch noch erwischt. Alonso nagelte ihn in die Begrenzung. Ah, das ist Motorsport.

Danach gab es noch ein Charity-Rennen der 1000ccm Motorradklasse. Das leider abgebrochen werden musste. Der Führende rutschte schon in der Aufwärmrunde bei Tempo 90 auf der Blutlache des zuvor verunfallten Streckenposten aus. Wir waren so nah dran am Unfallgeschehen, daß wir das Krachen hören konnten, das der Helm beim Aufprall an die Streckenbegrenzung machte.

Drama. Abenteuer. Kampf. Überholmanöver. Die wirklich beste Strecke im Formel 1 – Circus und die spektakulärste Kurve der Welt. Schliesslich hat Ayrton Senna mal gesagt, Formel 1 fahren in Monaco sei wie mit einem Hubschrauber im Wohnzimmer zu fliegen.

RECHT HAT ER!

Welch ein Renn-Abend…“

Frank? FRAANK?! Hallo! Sag mal, träumst du? Die Bedienung hat gerade gefragt, ob du noch eine Schorle willst!! Und wir sind schon beim nächsten Thema!!

Äh, was Achim? Tschuldigung, ich war abwesend, der Verkehr hier, hat mich ans Denken gebracht. Ah ja, Schorle, ja BITTE. Oh Christel, ich hab dich gar nicht gesehen, wie geht’s? Thema, ah ja, was denn? Verkehrsberuhigung der Weinstraße, das find ich gut und wichtig. Ganz wichtig!

In der Grundschule lernen die Kinder jede Menge praktische Sachen, die sie auch im Alltag anwenden können. Wie die Verwaltung einer Gemeinde funktioniert und was sie überhaupt so tut – hier ist jetzt nicht der Platz für Beamtenwitze (in den Kommentaren vielleicht…) – steht allerdings nicht auf dem Grundschullehrplan. Die dritten Klassen der Grundschule an der Wachtenburg, wie sie ja nun seit kurzem heißt, haben allerdings nicht nur neugierige Kinder, sondern auch neugierige Lehrerinnen. Und so haben sich Frau Hürtgen und Frau Metzinger zu einem Besuch im Wachenheimer Rathaus angemeldet, um zu erfahren, was ein paar Hundert Meter Luftlinie von ihren Klassensälen so passiert.

Im Rathaus erwartete die 3a auch Büroleiterin Ulla Kaiser. Sie hatte eine Führung mit einigen Stationen vorbereitet, an denen die Kinder Einblicke in den Alltag und die Aufgaben der Verwaltung gewinnen konnten. Im Bauamt erklärte ihnen Bauamtsleiter Schneider, wie der Ablauf eines normalen Bauvorhabens aus amtlicher Seite abläuft. Mit normal ist hier eigentlich alles außer dem Bau eines Supermarkts gemeint.


Am Rechner zeigte Schneider den Kleinen, wie ein Luftbild bisweilen seine Arbeit erleichtert, da darauf viele Details zu erkennen sind, die in den amtlichen Plänen nicht eingetragen sind, wie etwa die Überquerungshilfe an der Friedelsheimer Straße zwischen Parkplatz und Friedhof.
Im Bürgerbüro durften jeweils ein Junge und ein Mädchen ihre Fingerabdrücke nehmen lassen (und als Ausdruck mitnehmen). Den Effekt, den wir erleben, wenn wir unsere Fürhrerscheinfotos ansehen (das gilt nur für die von uns, bei denen das Foto nicht aus diesem Jahrhundert stammt), gibt es auch schon bei Drittklässlern. Allgemeines Gelächter bei jedem Bild der Kinder, das auf dem Bildschirm erscheint – schließlich waren alle ja vor drei Jahren noch Babys.
In der Ludwigskapelle erzählte Standesbeamtin Coböke den Schülern und Schülerinnen etwas zum Ablauf der Trauungen dort und klärte die brennende Frage, ob bei einer ihrer Trauungen schon einmal jemand nein gesagt hat.

Schließlich stellte sich Bürgermeister Torsten Bechtel den Fragen der dritten Klassen. Wie wird man Bürgermeister? Hat er Kinder? Wann wollte er zum ersten Mal Bürgermeister werden? Kommt die Skaterbahn auf die große Wiese vorm Schwimmbad? Was macht er in seiner Freizeit? Und obwohl der Bürgermeister mit jeder seiner Antworten gleich ein paar noch nicht gestellte, aber vorbereitete Fragen beantwortete, reckten sich immer mehr Finger. Da aber die 3b die Rathausführung noch vor sich hatte, und die 3a wieder im Schulhaus erwartet wurde, ermunterte Bechtel die Kinder, ihre Fragen aufzuschreiben und an ihn zu schicken.

Dass nicht immer alles gleich beantwortet/umgesetzt/gelöst werden kann – das ist ein wichtiger Eindruck, den die dritten Klassen von ihrem Besuch in der Verwaltung mitnehmen. Und dass das auch daran liegt, dass außer der Wachenheimer Verwaltung noch jede Menge andere Behörden ihren fachlichen Senf oder ihre Zustimmung geben müssen. Ach, und eine schöne Stadtjubiläumstdubbetasse nehmen sie auch mit.

 

Die Dämmerung senkt sich über Wachenheim. Auf dem Marktplatz erklingen Lieder aus vergangenen Jahrhunderten. Von Mainächten wird gesungen, von einer Feuersbrunst und von der Liebe. Gut 150 Zuschauer sind gekommen. Geführt von einem Mann in weißer Perücke und altertümlichem Gewand, schlendern wir zum Stadtmauerpfad. Hier lauschen wir dem Grimmschen Märchen vom Gevatter Tod. Tänzerinnen kommen heran,  ihre fließenden Bewegungen passen gut zu den zarten Klängen von Laute und Harfe. Weiter geht’s zum Diebesturm. Ein Text wird rezitiert. Es geht um Spuren  – die aus der Vergangenheit, von Kriegen und friedlichen Zeiten, aber auch um unsere eigenen Spuren. Die Scheinwerfer im Gras werfen die Schatten der Tänzerinnen an den Diebesturm.

Gevatter Tod

Hendrik Hoffmann liest das Märchen vom Gevatter Tod

So begann gestern ein berührender Abend voller Zauber und Poesie. Unter dem Titel „Tanzspuren“ hat Angela Foid mit ihrer Modern Dance Company und befreundeten Künstlern zum Wachenheimer Stadtjubiläum eine ungewöhnliche Reise zusammengestellt. Vom Marktplatz entlang der Stadtmauer bis zum historischen Zehnthof, durch die Jahrhunderte und zu den immerwährenden Themen Liebe, Tod, Schönheit und Kunst. Heute, am Samstag, 21. Mai, kann man ab 21 Uhr das Programm nochmal erleben.

Tanz Stadtmauer

Die Modern Dance Company vor der illuminierten Stadtmauer

Die ausdrucksvollen Tänze der Modern Dance Company stehen im Mittelpunkt des Abends. Vor der Stadtmauer gegenüber des Bürgerspitals tanzt das Ensemble zur Musik „Chevalier de Sangreal“, die Hans Zimmer für den Film „Da Vince Code“ geschrieben hat. Als Teil der Performance zaubert Nelson Paixao  eine Light Show an das historische Gemäuer. Kaum endet die Darbietung, kommen aus dem Dunkel die jüngsten Schülerinnen von Angela Foids Raum für Bewegung. Mit bunten Lampions bewegen sich die Mädchen im freien Tanz über die Wiese, Glühwürmchen gleich, zart und harmonisch.

Glühwürmchen

Der Glühwürmchentanz der Schülerinnen von Angela Foid

Zum Abschluss des Abends führt der historisch gewandete Pierre Amblard die Gäste in die Mittelgasse. Hier hat Arnhild Grünagel den historischen Zehnthof für die Tanzspuren geöffnet. Feuerschalen und Fackeln erleuchten den verwunschenen Garten. Für müde Besucher stehen Stuhlreihenbereit. Die Gruppe Patapan spielt mittelalterliche Musik mit Drehleier und Laute , das Ensemble um Anna Auclair singt „Spinn, Spinn, meine liebe Tochter“ – dazu surrt ein echtes Spinnrad. Auch Hendrik Hoffmann von der Kulturey ist wieder dabei, der schon die Lesungen entlang der Stadtmauer gestaltet hat.

Das tänzerische Finale eröffnen die Kinder mit ihrem Geistertanz. Die abwechslungsreiche Choreografie passt wunderbar zum „Danse Macabre“ von Camille Saint-Saens. Genauso poetisch setzt dann die Modern Dance Company Claude Debussys symphonische Dichtung „L’apres Midi d’un Faun“ um. Dynamisch wird es noch einmal zum Abschluss mit dem Hexentanz zur Musik der samischen Sängerin Mari Boine.

Die begeisterten Zuschauer im Zehnthof-Garten waren sich einig, dass Angela Foid hier mit ihrem künstlerischen Netzwerk ein ganz besonderes Erlebnis geschaffen hat. Mit der Verbindung von historischen Gemäuern, musikalischer Zeitreise und zeitlosen künstlerischen Themen sind die Tanzspuren ein toller Beitrag zum Wachenheimer Stadtjubiläum.

Wer sich das Da Capo heute Abend nicht entgehen lassen möchte: Die Tanzspuren starten um 21 Uhr auf dem Marktplatz an der St. Georgs-Kirche, das Ende ist gegen 23 Uhr im Zehnthof. Der Eintritt ist frei, Spenden für Künstler und Technik sind willkommen.

Tanzspuren

In der heutigen, 02.02.2016, Rheinpfalz gibt es einen grossen Artikel über ein Projekt, das mittlerweile schon mehrere Jahre in den Köpfen einiger Leute wie ein zartes Pflänzlein gewachsen ist.

Die ‚Wachenheimer Stadtmusikanten‘.

Geboren wurde das Projekt vor 4 Jahren in den Köpfen der damals noch Spielgemeinschaft Mittelhart – Urbesetzung. Die Idee war, die Dissonanz im politischen Wachenheimer Leben in eine musikalische Harmonie umzuwandeln, indem quer durch alle Musikgenres übergreifend eine CD produziert werden sollte.

Die Idee bekam dann eine höhere Dynamik, als für das grosse Doppeljubiläum 2016 das Organisationskomitee zusammengestellt wurde und zwei ‚alte‘ Spielgemeinschaftsmitglieder und Vertreter des Kulturvereines Badehaisel zusammentrafen und somit Idee und Location.

Mittlerweile ist daraus eine Livemusikreihe geworden, die regelmäßig im Badehaisel stattfinden wird. Bei diesen Liveauftritten werden dann Mitschnitte der teilnehmenden Interpreten gemacht, die dann auf die CD gebannt werden.

Den Auftakt macht die Band ‚Mittelhart’am 10.02.2016.

Wie bei allem braucht man hier auch Kapital, um die tollen Ideen und zahlreichen interessierten Künstler fachgerecht auf CD realisieren zu können.
Da hier die Musiker der gesamten Stadt Wachenheim ein aussergewöhnliches Projekt realisieren, hat man sich seitens der Organisatoren gedacht, dass wenn schon eine ganze Stadt Musik macht, soll auch die Finanzierung von der ganzen Stadt kommen(Leider ist seitens der Verwaltung kein Zuschuss zu erwarten) und man führt ein Crowdfunding durch, d.h. jeder interessierte Bürger ist aufgerufen einen kleinen(oder grösseren) Betrag zu spenden, also eine Finanzierung auf breitester Basis(Firmen und Gewerbetreibende dürfen auch spenden!!!)

Bürger spenden für Bürger, die für Bürger eine CD produzieren, mit der Bürger lange Freude an Bürgern haben werden!

Bitte liebe Wachenheimer, unterstützt dises Projekt, das wirklich eine einmalige und aussergewöhnliche Geschichte werden kann, mit Eurer Spende!

Und jeder interessierte Musiker ist aufgerufen sich zu beteiligen, keine Scheu. Jeder ist willkommen vom Chor bis zum Elektromusiker, von der Pianistin bis zum Rock’n Roller, vom Punk bis Pop und vom HipHop zur Arie. Bringt Euch ein!

Lasst uns gemeinsam unserem Wachenheim ein klingendes dauerhaftes Denkmal setzen!

Für Spenden:
VR Bank Mittelhaardt
IBAN DE81 5469 1200 0112 4301 05
BIC GENODE61DUW

Für Kontakt:
Stadtmusikanten-wachenheim@badehaisel.de

oder

Termine eintragen auf:
http://www.doodle.com/stadtmusikanten

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