Web 2.0


 

Bielefeld gibt es ja bekanntermaßen gar nicht. Wie sieht das denn mit Wachenheim aus?

Gibt man in seinem Browser www.wachenheim.de ein, erscheint eine Seite die, naja geziemt ausgedrückt, nicht sehr bemerkenswert ist. Vermutlich eine uralte Seite die nicht mehr sonderlich gepflegt wird.

Klickt man die einzelnen Ortsgemeinden an, führt einen der Browser zu folgenden Seiten:

www.ellerstadt.de

www.friedelsheim.de

www.goennheim.de

Hier findet man dann liebevoll gemachte Seiten, die den jeweiligen Ort repräsentieren und Informationen bieten, die für den Besucher interessant sein könnten.

Bei Wachenheim wird auf die Seite der Verbandsgemeinde verlinkt.

www.vg-wachenheim.de

Derzeit ist königliches Gemüse angesagt.

 

Hier geht es nicht um die miteinander verheirateten Wachtenblogger, sondern ich möchte Sie kurz mal geistig  in die Hauptstadt enführen. So sehr ich in die Pfalz liebe – diese Woche wäre ich liebend gerne in Berlin. Dort findet gerade die re:publica statt, eine Veranstaltung, die sich vom Bloggertreffen zu einer Konferenz über die Wirkung des (Social) Web auf alle gesellschaftlichen Bereiche entwickelt hat. Gestern habe ich da schon einen Vortrag meines Netz-Philosophie-Helden Gunter Dueck verpasst. Dessen re:publica-Premiere zum Thema „Internet als Gesellschafts-Betriebssystem“ habe ich 2011 in Berlin erlebt, die Denkanstöße wirken bis heute nach (das Video ist nach wie vor online).

Eine zentrale Frage, die Dueck 2011 und auch gestern wieder aufgeworfen hat, lautet: „Wie schaffen wir es, dass die Schule unsere Kinder endlich auf die digitale Welt vorbereitet und nicht nur das eintrichtert, was vor 20 Jahren wichtig war?“ Dabei geht es nicht darum, dass die Jugend vor den Gefahren von falschen facebook-Freunden oder Online-Spielsucht gewarnt werden. Die Forderung ist, dass nicht mehr vor allem reproduzierbares Fakten-Wissen vermittelt wird (das sich immer einfacher im Netz nachsehen lässt), sondern dass Recherchieren, Bewerten, Zusammenhänge Erkennen, kritisch Hinterfragen etc. erlernt und gelebt werden.

Heute gab es auf der re:publica noch eine anderen, sehr beeindruckenden Auftritt. der das Thema noch deutlich weiter vorangetrieben hat. Tanja und Johnny Haeusler betraten die Bühne. Sie sind dem Publikum sehr gut bekannt als Blog-Pioniere (ihr 2002 gegründeter Blog „Spreeblick“ zählt zu den einflussreichsten Weblogs in Deutschland) und re.publica-Mitgründer. Angekündigt war, dass das bloggende Ehepaar einen Vortrag über sein Buch „Netzgemüse“ hält. Das Buch kenne ich nicht, aber nach den amazon-Rezensionen scheint es eine sehr lesenswerte, weil angstfreie Einführung für Eltern in die digitale Welt ihrer Kinder zu sein (habe es gerade auf meinen Wunschzettel gesetzt).

Den fertig ausgearbeiteten Vortrag haben die Haeuslers heute früh in die Tonne getreten und stattdessen einen Rant (Web-Slang, englisch für Schimpftirade) von der Bühne losgelassen. Am Anfang mäandern die beiden kurz zwischen kontroversen Themen hin und her (Pränataldiagnostik, Ritalin), aber dann entwickelt der Rant eine Kraft, die nicht nur mir eine Gänsehaut über den Rücken gejagt hat. Hier einige Ausschnitte (Urheberrechte liegen bei Tanja und Johnny Haeusler, die ich hier gemäß ihrer Creative Commons Lizenz und mit großem Respekt zitiere):

Dieser Staat ist wie sein Fernsehprogramm:
Von Alten für Alte gemacht.
Mit erhöhten Bildungsausgaben gewinnt man keine Wahl,
wenn die Wähler seit 50 Jahren
keine Schule mehr von Innen gesehen haben,
und die Stimmen derer, die drin sitzen, nicht zählen.

Das Bildungssystem von heute
basiert auf dem der industriellen Revolution:
Als man so viele Fakten wie möglich
in den kindlichen Kopf schüttete,
weil man nach dem Verlassen der Schule
kaum noch Zugang zu Wissen und Kultur hatte
und deshalb ein Leben lang von dem zehren musste,
was einem der Lehrer eingetrichtert hatte.
Doch wir leben im digitalen Zeitalter der digitalen Revolution.
Wissen ist ständig verfügbar.
Wir brauchen unsere Kinder nicht mit Fakten zuzustopfen,
sondern wir müssen sie lehren,
sich in gigantischen Wissensarchiven zurecht zu finden
und sich zu vernetzen,
damit sie selbst noch gefunden werden.

36 Wochenstunden geballte Faktenfütterung
in überfüllten Räumen,
20 Minuten Pause für Zerkochtes aus der Kelle.
Endlich zuhause: Hausaufgaben,
Am Wochenende: Lernen für Klausuren, üben für Referate.

Wir könnten viel Zeit sparen, würden wir das Bildungssystem von Heute
den Anforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen.

Doch der öffentliche Fokus liegt hartnäckig
auf den Gefahren des Kulturraums Internet
und vereitelt den optimistischen Blick
auf die Chancen die er eröffnet.
Statt Netzkultur als Bereicherung zu begrüßen,
leitet man kulturellen Verfall von ihm ab
und warnt vor Gefahren
besonders für die Kinder!

Solange Kinder und Jugendliche als Opfer neuer Medien dargestellt werden,
können wir sie nicht zu Helden der neuen Technologien machen.
Die sie sind.
Und die sie sein müssen.

Die Jugend in Deutschland ist so behütet
wie in kaum einem anderen Land.
Doch kaum eine andere Jugend ist so unglücklich
wie die in unserem Land.

Diese Jugend wünscht sich
Par-ti-zi-pa-tion.

Und sie hätte viel zu bieten,
würde die Öffentlichkeit erkennen:
Das, wofür sie brennen,
ist sinnvoll erspieltes Können.

Lasst sie!
Lasst sie
Die Keller der Alten entrümpeln auf Ebay,
die Website der Kirchengemeinde bauen,
die Geschichte ihres Dorfes im Netz archivieren,
Opas Erinnerung auf YouTube raushaun,
bittet um ihre Hilfe, wenn der Schulserver streikt
und der Lehrer die Präse am Smartboard vergeigt,
zeigt, dass wir sie brauchen
und ihr technisches Können.
Lasst sie teilhaben, teilnehmen.

Aber lasst sie in Ruh.

Lasst ihr die Freiheit,
selbst zu erkennen.

Dass Freiheit die Freiheit des Anderen meint.
Dass Freundschaft Zeit braucht, die Facebook stiehlt.
Dass Liebe nicht das ist, was man in Pornos zeigt.
Dass Games nur Spiele sind, wenn man sie spielt.

Lasst ihr die Freiheit im Netz.

Den kompletten, sehr beeindruckenden Rant können Sie hier lesen oder direkt im Video ansehen.

Heute gibt es mal einen akustischen Kommentar zu einem der drolligen Aspekte der Supermarkt-Debatte: Die Fußläufigkeit.

Ein möglicher Ausgang der Kausa Einkaufsmarkt ist ja, dass Wachenheim mit einem Penny am alten Standort und einem REWE im Bischofsgarten da stünde, also ziemlich viele Wachenheimer zu Fuß einkaufen können. Trotzdem tuen einige politisch engagierte so als hätte Wachenheim die Ausmaße von Mannheim und sprechen beim Bischofsgarten von einer „grünen Wiese“. Tatsächlich scheint es mir zumindest fragwürdig, wenn die eingeschränkte Mobilität einiger Wachenheimer vorgeschoben wird, um alles zu bekämpfen, was nicht Pfortenstück heißt.

Wie dem auch sei, das Stückchen Musik nimmt eben diese Leute ins Visier, die das Argument der Erreichbarkeit per Pedes überproportional aufblasen. Ausdrücklich nicht die, die nicht gut zu Fuß sind. Die Aufnahme ist ein Entwurf für die „Spielgemeinschaft Mittelhart“, eine junge Combo, die seit Anfang des Jahres an ihrem Repertoire arbeitet. Bis es das Stück live zu hören gibt, könnte die Debatte längst vergessen sein (ein frommer Wunsch). Aktuell ist das Thema aber jetzt: Diese Woche laufen die Bürgerbefragung und die Schnittchen-Offensive der REWE. Für alle Ungeduldigen: es dauert etwa 43 Sekunden, bis der Text losgeht. Und als Entwarnung: Wenn es das Stück live zu hören gibt, werde ich es nicht singen. Und das Schlagzeug ist selbstredend nur ein Loop aus dem Fundus von Cubase, kein echter Drummer – ist ja nur ein grober Entwurf.

Und hier der Text:

Fußläufigkeits-Blues (Text: Mehlmer/Wagner, Musik: Wagner)

Ich weiß, dass Hirsche röhren in der Brunst
Um zu gewinnen vieler Rehe Gunst
Bei Kühen heißt der Zustand stierig
Ohne Stier wird’s für die Kuh dann schwierig
Bei uns schießt Amor seinen Pfeil,
Der Bonobo ist dauergeil.

Menschen kennen keine Paarungszeit,
die Theorie sagt wir sind stets bereit.
Nur in unserem schönen Ort
Beschreibt ein gänzlich unerhörtes Wort
Mit nie gekannter Häufigkeit
Den Zustand der Fußläufigkeit

Wer läufig ist, ist fokussiert,
Am Supermarktregal blockiert,
kann tragen keine schwere Last,
bei Händlern ist er drum verhasst.
Der Läufige mit seiner Lust
Sorgt an der Kasse nur für Frust

Wer läufig ist, kommt nicht sehr weit,
und ist der Gehweg noch so breit.
Willst du die Ampelkreuzung queren
Und denkst dabei nur ans verkehren,
wär‘s besser du wärst hier nicht allzu dick,
sonst stoppt das schmale Trottoir deinen….EINKAUF

Menschen kennen keine Paarungszeit,
die Theorie sagt wir sind stets bereit.
Nur in unserem schönen Ort
Beschreibt ein gänzlich unerhörtes Wort
Mit nie gekannter Häufigkeit
den Zustand der Fußläufigkeit

Fuß-Fuß-Fußläufigkeit
Fuß-Fuß-Fußläufigkeit
Fuß-Fuß-Fußläufigkeit
Fuß-Fuß-Fußläufigkeit
Sind deine Füße rollig
Ist Wandern wieder Müllers Lust.

Getroffene Hunde bellen, am gefährlichsten sind verletzte Raubtiere.

Nach diesem Motto handelte gestern Generalsekretär Döring von der neuesten Splitterpartei im Saarland und demnächst wahrscheinlich im Bund.

Aber dieser Artikel soll keine programmatische Abrechnung sein, zudem ich zumindest Herrn Berger, der FDP hier in Wachenheim, sehr schätze.

Es geht um das unsägliche Zitat : Die Tyrannei der Masse, bzw. um die Anonymität im Netz. Das Internet ist ein mächtiges Instrument, das eine nie gekannte direkte Meinungsäusserung und -verbreitung möglich macht. Meinungen von Bürgern aller Couleur, unabhängig von Parteiprogramm oder Dogma.

Diese Meinungsmaschine als Tyrannei der Masse zu bezeichnen erinnert mich doch sehr an die Anfangszeit der sozialen/Sozialitischen Bewegung, oder die Anfangszeit der ‚Grünen‘, als diese neuen Ideen von den etablierten Parteien als der Untergang des Abendlandes angesehen wurden. Die Macht schwindet halt im Pluralismus, bzw. muss man etwas für diese Macht tun, nämlich seine Wähler überzeugen und vor allen Dingen die Meinung der Wähler vertreten.

Aber auch das ist nicht Thema des Artikels, sondern eine Position der FDP, der sich auch der Wachtenblog verschrieben hat. Man darf alles sagen, was nicht gegen Gesetze verstösst, man kann unzensiert und ungekürzt kommentieren.

Man darf es aber nicht ANONYM tun.

Eine funktionierende Demokratie und ein funktionierender Rechtsstaat garantieren, daß man frei von staatlichen Repressalien seine Meinung vertreten kann. Dieses hohe Gut der Meinungsfreiheit fordert Engagement der einzelnen Menschen und persönliches Engagement ist Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Ohne Namen und Köpfe wäre diese Republik, übrigens heisst dies Öffentliche Sache,nicht da wo sie jetzt ist. Ebert, Liebknecht, Adenauer, Genscher, Brandt…die Liste ist lang. Alle sind unter höchstem persönlichem Einsatz für die Sache eingetreten und schufen damit Identifikation, Leidenschaft und politisierten den Bürger, der leider in den letzten Jahrzehnten etwas ruhig geworden ist. Erfolg macht eben faul.

In diesen Tagen ist das Internet das beherrschende Medium und es wäre fatal für die Demokratie, wenn man seine Meinung nur anonym, wie von den Piraten
gefordert abgeben würden. Man macht sich öffentlich auf Facebook, man postet Videos auf Youtube, kehrt sein Innerstes nach aussen, aber bei der Bewegung bei der man wirklich etwas bewirken kann, versteckt man sich hinter der vermeintlichen Anonymität. Anonyme Politik ist keine Politik.

Politik ohne Namen ist das Scheitern der Demokratie.

Daher sind wir beim Wachtenblog besonders stolz darauf, dass sich so viele Leser trauen. Trauen unter echtem Namen Ihre Meinung zu äussern und für diese einzustehen. Wenn auch ’nur‘ im kleinen Wachenheim.

Dafür ziehe ich vor diesen Bürgern meinen Hut, egal von welcher Partei oder für welche Partei, oder für gar keine Partei!

Die modernen Zeiten sind angebrochen, manche sagen sogar die Götterdämmerung dieser ist auch schon da. Man kann sich und alles, wichtig oder unwichtig, notwendig oder nicht, posten, man kann es streamen, mann kann es rippen und was weiss ich noch alles.

Hierzu gibt es geteilte Meinungen, insbesondere an Facebook scheiden sich die Geister, insbesondere die Transparenz-Geister.

Transparenz, der gläserne Mensch, hat ja durchaus ein Gefährdungspotential, da jede Möglichkeit ja bekanntlicherweise zwei Seiten hat und immer findet sich jemand der auch die unangenehme Seite nutzt, Feuer ist Heizung und Waffe, Kernspaltung Segen und Fluch etc..

Jedoch gerade im öffentlichen Leben, POLIS oder Politik, d.h. der Dinge im Gemeinwesen, ist eine höchstmögliche Transparenz eines der höchsten und erstrebenswertesten Güter. Die Gründe dafür liegen auf der Hand und darauf muss nicht eingegangen werden, falls doch, kann man gerne die Kommentarfunktion dazu nutzen.

Das Thema hier ist ein anderes. Die Trägheit, die zur Nicht-Transparenz führt und die durchbrochen werden könnte, das soll hier das Thema sein.

Eine Stadtratssitzung ist ja eigentlich eine öffentliche und transparente Angelegenheit! Eigentlich. Sie kennen die Geschichte vom Flug bei dem folgende Durchsage kommt:“Ich begrüsse sie auf dem Flug nach München. Mein Name ist Max Mustermann, ich bin der Kapitän und eigentlich bin ich Pilot!“ Klingt irgendwie nach Aussteigen.
Nun liegt bei der Stadtratssitzung die Trägheit ausnahmsweise nicht bei den gewählten Vertretern des Volkes, sondern eben bei diesem selbst. Ist doch schon weit zu laufen und Parkplätze gibt es auch keine, und so spät! Oops kurzer Abschweifer in ein anderes Thema, schnell wieder zurück!

Was den Vertretern nicht unbedingt unangenehm sein muss, aber auch direkt causal zu einer eigenen Trägheit in Folge der Fremd-Trägheit führen kann.

Und Trägheit ist eine biblische Todsünde.

Und mit Todsünden kann man so seine Probleme kriegen, fragen Sie mal einen Pfarrer oder Priester!

Tun wir doch also etwas für das Seelenheil unserer Verteter und vor allem für die politische TRANSPARENZ und erlösen Sie aus der publizistischen Lethargie.

Als ein Mensch, der sich durch seine Blogtätigkeit auch auf öffentlichem Terrain bewegt, biete ich dem Stadtrat, auf Kosten des Wachtenblogs, hoffentlich führt das nicht zu Diskussionen, an, die Statdratssitzungen auf Video auf dem Wachtenblog der breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Natürlich komplett und ungeschnitten, unparteiisch etc.. Man kann ja alles diskutieren. Da viele Menschen das Internet als Informationsinstrument nutzen, bin ich sicher, dass die zu einer aktiveren Politik, beim Politiker als auch beim Bürger beitragen kann.

Es wäre mir eine Freude gemeinsam mit dem Stadtrat diese spontane Idee, Live-Video-Blogging sozusagen, mit Leben zu füllen.

Am Montag, im Anschluss an die Tagung des Festausschusses, waren Standbetreiber und weitere Interessierte zu einem Ideenaustausch- und Informationsabend zum Wachenheimer Weinfest geladen.

Im Gegensatz zum letzten Jahr war das Interesse an diesem Treffen viel größer. Herr Bechtel schloss daraus, dass beim Weinfest im letzten Jahr viel richtig gemacht wurde. Ich persönlich hätte jetzt eher daraus geschlossen, dass es im letzten Jahr nicht so gut gelaufen ist und dementsprechend viele gekommen waren, um Verbesserungsvorschläge los zu werden. Der Lauf des Abends zeigte, dass Herr Bechtel recht hatte, denn viele Vorschläge zur Verbesserung wurden nicht gemacht.

Auch der (im Vergleich zum letzten Jahr zwei Monate früher) angesetzte Termin (ursprünglich war sogar Dezember geplant), wirkt eigentlich wie der Wunsch nach Zeit um viele Veränderungen besprechen, planen und durchsetzen zu können, aber auch hier werden Bürger, die auf Weinfest 2.0 hoffen, enttäuscht.

Aber vielleicht ist das die Wachenheimer Mentalität. Wir sind Pfälzer, wir machen nichts hopla-di-hop. Und Veränderung braucht nun mal auch seine Zeit.

Aber diese Veränderung findet statt.

Nicht nur in einem zusätzlichen Tag, denn das Weinfest startet dieses Jahr schon an einem Donnerstag, sondern auch in der Auffächerung des Weinfests in viele kleine Weinfeste in der ganzen Stadt, die Wachenheim zum Leben erwecken und wenigstens einmal im Jahr den alltäglichen Trott aus den menschenlernen Straßen und Gassen blasen. In diesem Sinne gibt es in diesem Jahr auf dem Parkplatz des Burgstübl’s einen Weinfestausschank und auch in der Burgstraße will der Hof neben dem Stadtmauerweg seine Pforte für Weintrinker öffnen. Auch das Team von „Bernd in der Waldstraße“ wird diesmal wieder an beiden Wochenenden den gemütlichen Hof bewirten.

Ansonsten will man von den Plänen im letzten Jahr nicht viel abweichen. Der Rathausplatz wird wieder mit vier Ausschankstellen besetzt sein und man hörte auch schon bekanntklingende Bandnamen mit denen man im Gespräch sei. Auch im Umkreis der Kirche wird das Spiel das gleiche wie im letzten Jahr sein. Die Renaissance des Marktplatzes – letztes Jahr noch ausgiebig diskutiert – wurde in diesem Jahr mit keinem Wort erwähnt. „Hinner de Kerch“ gibt es auch keine großen Änderungen, nur soll bei dem Stand der Pfadfinder das musikalische Angebot noch erweitert werden.

Der schon im letzten Jahr von Cordelia gemachte Vorschlag einer Twitterwall – eine, von einem Beamer angestrahlte, Leinwand auf der Kurznachrichten über das Internet gepostet werden können – wird aktuell von unserem Bürgermeister auf Durchführbarkeit geprüft. Hier ist natürlich der Standort des Beamers und der  (Lein-)Wand und auch die Möglichkeit zur Moderation der Texte während dem Weinfest wichtig.

Eine weitere Verbesserung – ein Vorschlag der Gebrüder Räch – soll im Bereich der Security durchgeführt werden, da es im letzten Jahr doch auch aufgrund von aggressiven Verhaltens seitens dieser zu einem unerfreulichen Zwischenfall kam. Es wurde hier im Allgemeinen ein etwas passiveres Auftreten gewünscht, besonders auch in der Kleiderwahl (auf Deutsch: keine Bomberjacken und Springerstiefel).

Beim Thema Security kam im gleichen Atemzug das Thema Public Viewing auf, das vom Ordnungsamt eher nicht erwünscht ist. Trotzdem werden in den nächsten Wochen über sichere Möglichkeiten nachgedacht ein Public Viewing auf dem Rathausplatz zu veranstalten, dann natürlich mit dem Einverständnis des Ordnungsamts. Die Termine der beiden Deutschlandspiele, die sich mit dem Weinfest überschneiden, sind: Samstag der 09.06 um 20:45 Uhr gegen Portugal und Sonntag der 17.06 um 20:45 Uhr gegen Dänemark.

Im Allgemeinen gilt für das Weinfest: Wenn es Ihnen im letzten Jahr irgendwo gefallen hat, werden Sie auch in diesem Jahr dort sicher nicht enttäuscht werden. Und wenn Sie sich zwischen den vielen Angeboten (hier seien als Anlaufstellen noch Sektkellerei, Weingut Manz, Dalberger Hof und natürlich die Wachtenburg erwähnt) sich einfach nicht entscheiden können, schauen Sie einfach überall mal vorbei.

Change Management auf dem Dorf, spannende Pionierarbeit oder misslungener Versuch – was meinen wohl die Teilnehmer der Social Business Bustour zu unserem Weinfest 2.0 in Wachenheim?

Bei der  Weinprobe 2.0, die am 17. Oktober bei den Wachtenburg-Winzern stattfand, konnten die Social Media Experten einen Blick hinter die Kulissen werfen – und kamen dabei zu interessanten Schlussfolgerungen.

Ihre Reaktionen finden Sie im Burg-und-Weinfest-Blog.

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