Wirtschaft


In Wachenheim gibt es einige neuralgische Stellen, bei denen eine angemessene Geschwindigkeit im Strassenverkehr wichtig ist, wichtiger als bei anderen, da es in Wachenheim auch selbstregulative Stellen an Strassen gibt, wie z.B. geparkte Autos, Poller, Geländer die in die Strasse ragen etc.. Dies ist zum Teil hervorragend gelöst, wie meines Erachtens in der Raiffeisenstraße, direkt an der Schule.

Allerdings gibt es auch ein paar Stellen, an denen der Zahn der Zeit, bzw. der Abrieb des Durchgangsverkehrs nagen, und bei denen, in gefühlt kürzester Zeit, extra auf der Fahrbahn angebrachte Markierungsstreifen und Hinweise einfach durch die Menge des auftretenden Verkehrs abgefahren werden. Leider sind es genau die Stellen, an denen es bei erhöhter Geschwindigkeit richtig gefährlich werden kann. Die Friedelsheimer Strasse mit dem kreuzenden Schulweg zahlreicher Grundschüler aus dem Wohnpark und dem Wohngebiet Auf der Höh, die Ortseinfahrt von der Forst her und die Bahnhofstraße, wo ebenfalls ein reger Schüler-und am Wochenende Wanderverkehr vor sich geht.

Bei der Ortseinfahrt Süd, d.h. Weinstrasse und in der Friedelsheimer Strasse, ist die Lage nicht ganz so einfach wie in anderen Strassen unseres schönen Städtchens, da sie im Eigentum des Landes und damit unter Landesverwaltung stehen. In anderen Strassen, wie z.B. der Bahnhofstrasse oder des Römerwegs ist die Lage eine Andere, die gehören unter die Ägide der Stadt!

Ich freue mich auf einen frühen und warmen Frühling und habe die Hoffnung, die Mitarbeiter unserer entsprechenden städtischen Abteilungen, mit Pinseln und Eimern bewaffnet, durch den Ort ziehen zu sehen und die nichtmehr oder nur noch rudimentär vorhandenen Markierungen zu erneuern. Und ich hoffe, daß die entsprechende Landesbehörde aktiviert wird, um die Markierungen auf der Weinstraße zu erneuern oder Wachenheim grünes Licht gibt, das selbst zu erledigen!

Zur Verdeutlichung kommen hier noch ein paar exemplarische Beispiele der genannten Strassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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Eines der Markenzeichen Wachenheims ist die für Fussgänger unzumutbare Verkehrsführung an einigen Stellen der Stadt, uncharmanterweise fast das gesamte innerstädtische Stück der Weinstraße. Dies ist immerhin über Jahrzehnte, bzw. In diesem Fall Jahrhunderte gewachsen. Somit ist es nur durch massive städtebauliche und verkehrstechnische Maßnahmen zu ändern, die, so die politischen Strukturen, doch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, sollten sie überhaupt jemals realisiert werden können.

Zu diesen permanenten Ärgernissen und, vor allem anderen, für Fußgänger gefährlichen Stellen, hat sich ganz klammheimlich ein zwar zeitlich begrenztes, aber doch sehr dauerhaftes Problem hinzu gesellt.

In der Bahnhofstrasse wird bekanntlicherweise die Villa Böhm aufwändig renoviert, um Privatwohnungen und Arbeitsplätze in Wachenheim zu schaffen. Anscheinend haben sich die beteiligten ausbauenden Firmen wohl den Berliner Flughafen zum negativen Vorbild genommen und dehnen die Bauzeit ins Unendliche. Das ist Privatsache und Problem des oder der Bauherren.

Was keine Privatsache ist, ist der Umstand, daß es mittlerweile wohl von den Baufirmen als Gewohnheitsrecht angesehen wird, die Bürgesteige beiderseits der Bahnhofstrasse den lieben langen Arbeitstag so zu verparken, daß eine Nutzung der Bürgersteige als ebensolche auf einer unzumutbaren Länge nicht möglich ist. Da die Bahnhofstrasse zudem immer noch eine der Rennstrecken in Wachenheim ist, sowohl für Autos, als auch für sonstige beräderte Fortbewegungsmittel, ist ein Fussgänger bei Benutzung der Bahnhofstrasse gefährdet. Insbesondere für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwägen und große Wandergruppen, wie sie zur Zeit unser schönes Örtchen besuchen, sind Gefahren durch diese unhaltbare Situation ausgesetzt.

Ich habe mir mal die Zeit genommen und dem Treiben zugeschaut. Nur es gab kein Treiben. Die (falsch-)parkenden Autos der Firmen waren fast durchweg abgestellt. Es gab kein Be- und Entladen, sondern nur ein Parken aus Bequemlichkeitsgründen.

Hier wäre ein geeigneter Ort für unsere Ordnungshüter mal ein oder zwei Augen darauf zu werfen, bzw. Für die Verwaltung mit den beteiligten Firmen zu reden und sie auf die Situation hinzuweisen.

Und sollten alle Stricke beim Bau reißen, gibt es noch Herrn Mehdorn. Der hat zur Zeit keinen Job…

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Viel Spass

Die Wahlen zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde stehen an und auf Plakaten und Flyern werben die beiden Kandidaten Udo Kittelberger und Torsten Bechtel für sich und ihre Ziele. Ob sie die einhalten können oder auf das, was sie versprechen, überhaupt Einfluss nehmen können, steht auf einem anderen Blatt. Vor den Stadtratswahlen versprachen jedenfalls alle Wachenheimer Parteien und Vereine, sich für eine bessere Mobilfunkabdeckung und/oder schnelleres Internet einzusetzen. Doch bis heute hat sich an der Vor-Wahl-Situation nichts für mich Wahrnehmbares geändert. Wahrscheinlich kann man erst am Ende der Wahlperiode urteilen. Die vom Amtsinhaber in der Verbandsgemeinde Wachenheim neigt sich dem Ende entgegen. Was hat sich getan?

Eine Fusion mit der VG Deidesheim inklusive üppiger Finanzhilfen des Landes gab es nicht. Ob das nun ein Erfolg oder ein Versäumnis ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn es zur Zwangsfusion kommt, dann ohne Landesgelder, wäre freiwillig wohl besser gewesen. Aber in Deidesheim hatte man da wohl auch bisher keine Eile.

Die VG Wachenheim ist inzwischen gerügt worden, dass es ewig dauert, bis der neue Flächennutzungsplan fertig ist. Hier hat eine ganze Amtszeit nicht ausgereicht. Das ist in der Tat verwunderlich. Vermutlich ist hier wieder mal der Supermarkt im Weg und Schatten, die allem Anschein nach unüberspringbar sind.

Während der Amtszeit von Udo Kittelberger haben sich die Beziehungen der einzelnen Gemeinden untereinander enorm verschlechtert. Das harmonische Miteinander, das er als Ziel angibt, hat rückwirkend schon mal gar nicht funktioniert. Erstmals in der Geschichte der VG Wachenheim haben die anderen Gemeinden das bauplanerische Vorhaben einer Gemeinde vereitelt. FWG und SPD, die nicht müde werden, zu betonen, es gebe keine Koalition, sind aus irgendeinem Grund der Meinung, dass ein Supermarkt im Bischofsgarten einen zwischen Friedelsheim und Gönnheim verhindern würde.  Und so gibt es keinen Flächennutzungsplan und keine Möglichkeit weiterer Gewerbeansiedlungen und so weiter. Dieses Auseinanderdriften der Ortsgemeinden vermochte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde nicht zu verhindern. Tatsächlich liegt ihm lediglich der Supermarkt zwischen Friedelsheim und Gönnheim am Herzen.

Demnächst werden wohl die Abwassergebühren erhöht. Ob der Gewinnrückgang aber, wie Herr Kittelberger mutmaßt, mit dem geringeren Wasserverbrauch zusammenhängt, ist nicht zweifelsfrei erwiesen. Zwar reduzieren sparsamere Spülungen die Wassermenge, die in die Kanäle fließt, doch ist es inzwischen völlig normal, dass Büromenschen zwei Mal täglich duschen, als hätten sie den ganzen Tag in der Kohlegrube verbracht und schwer körperlich gearbeitet. Vielleicht liegt der Gewinnrückgang der Kläranlage auch eher an einem enormen Investitionsstau, der sich über die letzten Jahre angesammelt hat. Und da hat in den letzten Jahren niemand nachgefragt, ob die Anlagen auch immer gut gewartet sind. Und auch beim Personalstand gab es keine Nachfragen – die Kläranlage ist wohl unterbesetzt. Der Dienstherr ist der Bürgermeister der VG Wachenheim.

Bei den Punkten „harmonisches Miteinander“, „Versorgungssituation der Ortsgemeinden“ und „stabile Gebühren“, die zu den Zielen von Udo Kittelberger zählen, hat sich in der VG Wachenheim während seiner abgelaufenen Amtszeit nichts zum Guten und einiges zu Schlechten gewendet.

Damit bin ich als Wähler von Udo Kittelberger – ja, vor acht Jahren konnte ich noch nicht mal auf kommunaler Ebene ein Kreuz bei der CDU machen – enttäuscht. Fehler kann man machen, sollte sie aber nicht wiederholen.

 

Ein junges Ehepaar sucht in Wachenheim eine Wohnung, ein kleines Haus o.ä.. Dies kann zu mieten sein, oder auch falls nicht zu exorbitant, zu kaufen.

Falls Sie so etwas zu vermieten bzw. zu verkaufen haben, scheuen Sie sich bitte nicht, uns auf den angegebenen Mail-Adressen auf dem Wachtenblog zu kontaktieren.

Wir stellen gerne den direkten Kontakt zu dem sehr netten Paar für Sie her!

Immer wenn man denkt, der Tiefpunkt einer Debatte sei erreicht, tauchen neue Flugblätter in Wachenheims Briefkästen auf. Oder, wie Mitblogger Frank so schön sagt: „Schlimmer geht’s immer.“

In der Endlosposse um den Supermarktstandort versuchen nun wieder Leute, tote Pferde zu satteln, die sich seltsamerweise „Bürger für Wachenheim“ nennen. Dabei gibt es valide Argumente, warum diese Bürger gegen Wachenheims Interessen hintertreiben. Dass sie jetzt gegen den Bürgermeister polemisieren, drückt von der falschen Seite gegen die Schmerzgrenze. Nun geht es den treibenden Kräften der Initiative vor allem darum, keinen Supermarkt in ihre unmittelbare Nähe gebaut zu bekommen. So weit, so verständlich.

Jetzt aber das Gezackere um den Standort so hinzustellen, als ob der Bürgermeister mit seinem Plan einfach nicht vorankommt, ist sehr seltsam. Auf Gemeindeebene ist die Standortfrage entschieden: der Bischofsgarten wurde gewählt. Dummerweise stellt sich da der Verbandsgemeinderat quer, den ja noch immer die FWG dominiert – und dass der ehemalige Bürgermeister die Schmach des Pfortenstücks nicht verwunden hat, werden nicht viele bestreiten. Auch der Verbandsgemeindebürgermeister gibt sich nur in Wachenheim neutral zu der Frage. In Friedelsheim und Gönnheim gibt er sich kämpferisch für einen Markt zwischen Friedelsheim und Gönnheim. Nun ginge zwar beides – Märkte in Wachenheim und zwischen Gönnheim und Friedelsheim (auch, wenn es da keinen Investor gibt), aber was zählen Fakten gegen Egoismen?

Inzwischen favorisiert der Kreis den Standort oberhalb des Kreisels. Zu Zeiten, als noch der unselige Pfortenstück-Plan auf dem Tisch war, hat der damalige Bürgermeister auch diesen Standort für unmöglich erklärt. Und noch vor kurzem hörte man auch von Herrn Eichner, dem Planer des Kreises, dass der Blick auf den Haardtrand an dieser Stelle unangetastet bleiben muss. Nun gibt es an dieser Stelle nicht viel zu sehen, in Punkto schönster Ortseingang sehe ich den Süden klar vorn, dennoch ist der Sinneswandel erstaunlich.

Die Ringstraße immer wieder ins Spiel zu bringen, ist wenig hilfreich. Hier hat die Eigentümerin klar gemacht, für was das Grundstück nicht zur Verfügung steht. Und beim Oberstnest schätze ich, dass es relativ leicht ist, mehr als 500 Unterschriften dagegen zusammen zu bringen, vielleicht sogar mehr als die 1300 gegen das Pfortenstück.

Tragischerweise bleibt Wachenheims wirtschaftliche Entwicklung bei all dem Streit auf der Strecke. Nachdem im VG-Rat die Supermarktfrage mit der Entwicklung des Gewerbegebiets unsinnigerweise verknüpft worden ist, können sich dort bis auf Weiteres keine Firmen ansiedeln – sie wandern ab oder suchen sich in Dürkheim oder Haßloch Flächen. Hier müsste der VG-Rat doch endlich zur Einsicht kommen und das Thema Gewerbegebiet endlich von der Supermarktfrage abkoppeln. Aber wahrscheinlich geht es da auch wieder darum, dass größeres Gewerbegebiet in Wachenheim wieder die Chancen der anderen Gemeinden auf Gewerbeflächen schmälert. Eine Lage, die intrigant veranlagte Politiker geschickt für ihre Zwecke nutzen können – wie man in den vergangenen Jahren im VG-Rat beobachten konnte.

Bürger für Wachenheim? Der Name ist zumindest anmaßend. Bürger für Eigeninteressen und weniger Verkehr vor der Haustür wäre wohl treffender – aber zugegebenermaßen etwas sperriger.

 

Vom Stress um Kinder und Beruf genervt, sprich also wir waren urlaubsreif, haben sich die Mehlmers, das Ehepaar, eine verspätete Hochzeitsreise gegönnt.

Da wir im Alltag wenig Zeit haben, auch um zu schlafen, zog es uns in die Stadt, die niemals schläft. The Big Apple. NYC. New York.

Keine Angst, ich rede nicht über Hotels, Shopping, GroundZero, Empire State Building…

Ich rede über New Yorker Metzger. Profane Metzger. Und Fleischverpacker. Und obwohl ich ausgesprochener Grillfan bin, geht es auch nicht um die mir eigene Fleischeslust.

Sondern es geht um Stadtentwicklung und hier ist also der Bezugspunkt zu Wachenheim.

Der Stadtteil Chelsea war früher das Zentrum des Fleischhandels in New York. Viele Fleischereien waren dort ansässig, haben geschlachtet und ihre Waren von eben dort aus verteilt. Der Spitzname des Stadtteil rührt noch aus dieser Zeit.

‚Meat Packing District‘

Dieser Meat Packing District hat in den letzten Jahren einen enormen Wandel erfahren. Er ist innerhalb kürzester Zeit zu einem In-Viertel geworden. Restaurants, Designerläden, Galerien, Cafés, Bistro usw, usw, und das alles auf höchstem Niveau. Als einer der Höhepunkte gilt die High Line. Eine stillgelegte Hochtrasse der Bahn, die zu einer Flaniermeile umgebaut und begrünt wurde.

Kürzeste Zeit heisst hier ca. 10 Jahre, insgesamt der vollen Infrastruktur!

Jetzt schauen wir uns im Vergleich zu den Fleischern, die ja nicht gerade im Ruf stehen progressiv zu sein, die Traubensammler an, die hier in Wachenheim, von der Einwohner Zahl ca. 2000 mal kleiner als NYC, was die aus Ihren alten Wine Packing District machen, bzw. gemacht haben. Es gibt noch nicht mal eine neue Fleischtheke(ausser bei unserem Metzger mit seinem Saumagen Bistro!!!) im Supermarkt, der vielleicht irgendwann entsteht.

Woran kann diese durchaus unterschiedliche Pace im Städtebau liegen? In NYC gibt es bestimmt mehr Interessensgruppen als in Wachenheim. Es gibt bestimmt mehr städtebauliche Aspekte zu berücksichtigen, usw., usw.

Ich glaube es liegt an der Mentalität der Gesellschaft. In NYC, in den USA will man vorwärtskommen, man hat erkannt dass Stillstand Rückschritt ist. Das ist kein Hohelied auf die USA, das ist Kritik an unserer politischen Struktur und Kultur, die zum Großteil noch immer auf den Idealen des preussischen Beamtentums, des typisch deutschen Vereinswesens und der Vorschriftenreiterei aufgebaut ist.

Selbst im kleinen Wachenheim. Mit 5000 Einwohnern und ca. 150 politisch aktiven Menschen.

So jetzt hole ich mir ein Steak, noch schön verpackt, aus dem Kühlschrank und wünsche allen Lesern eine schöne kommende Woche!

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