Brief von Andreas Ueltzhöfer, den ich hier vor der Bundestagswahl veröffentliche:

Ich fürchte mich tatsächlich vor dem Wahlergebnis am Sonntag.

Dabei ist mir relativ egal, wer regiert. Mir geht es um den Beginn der Wiederholung eines historischen Fehlers.

Es ist wohl sicher, dass erstmal nach der Katastrophe des 3. Reiches, wieder Nationalsozialisten in unser Parlament einziehen werden. Dabei sind nicht alle Wähler von solch grausamer Gesinnung. Aber sie sind naiv, folgen dumpfen Parolen, wollen ihren Protest dagegen ausdrücken, dass sie so schrecklich leiden müssen in Deutschland und es so viel schlimmer ist, als es in der wunderbaren DDR war, wo man nichts leisten musste und alle gleich waren. Dies nutzt die AfD aus. Viele deren Politiker sind ganz eindeutig Nazis und dies zum Teil ganz unverhohlen. Eine Katastrophe.

Ja man darf gegen Zuwanderung sein, man darf Gartenzwerge lieben, keine Fremdsprachen beherrschen, nicht einmal die deutsche Sprache muss man fehlerfrei können. Man darf auch frei seine Meinung äußern. Eine Nazigesinnung ist aber keine Meinung und damit nicht von der Verfassung geschützt. Denn sie verstößt gegen geltendes Recht.

Man darf Hitler nicht loben (Gauland), den zweiten Weltkrieg verherrlichen (auch Gauland), das Holocaustmahnmal als nationale Schande bezeichnen (Höcke), auf Kinder schießen wollen (die Störchin), eine komplett verlogene Persönlichkeit haben (die steuerflüchtige, Schwarzarbeit unterstützende, Asylanten privat ausnützende Unperson) oder vielfach vorbestraft sein, wie es auf viele der Kandidaten zutrifft, die sich sicher auch durch für sie traumhafte finanzielle Möglichkeiten motiviert fühlen.

Hitler und seine Schergen haben nicht von Anfang an gesagt, sie wollen Millionen Juden und andere ins Gas schicken. Sie haben „nur“ gegen Minderheiten gehetzt, so wie es die AfD heute macht.

Ich bin absolut sicher, dass der Pöbel Beifall klatschen würde, wenn Höcke Internierungslager für Asylbewerber fordern würde. Er will es und viele andere auch. Darüber versuchen im Schafspelz auftretende Idioten wie Meuthen hinwegzutäuschen und die Wählerschafe sagen dann: „er ist doch ganz vernünftig“ Grässlich, aber so ist die Realität.

Wenn die AfD jemals an einer Bundesregierung beteiligt würde, gebe ich umgehend meinen Pass ab. Bürger eines solchen Staates wollte ich nicht sein.

GEHT ZUR WAHL!

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„Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele. Das gilt sowohl für einzelne Menschen als auch für Organisationen. Bei Zielen kann es sich um eher sachliche bzw. materielle Ziele wie zum Beispiel Einkommen oder um emotionale bzw. immaterielle Ziele wie zum Beispiel Anerkennung handeln. Zur Umsetzung von Zielen in Ergebnisse bedarf es der Umsetzungskompetenz.“

Wikipedia

 

Hurra. Welch ein Erfolg!

Die Gefahr für Europa, Frankreich, Deutschland, ja für die ganze Welt ist gebannt. Ist dem wirklich so?

Eine rechtsreadikale Kandidatin, zumindest nach meinen persönlichen Maßstaben, erhält im Mutterland der modernen Demokratie 35% der abgegebenen Wählerstimmen! Eine rechtsradikale Partei, zumindest nach meinen persönlichen Maßstäben zieht zum 12.(!) Mal hintereinander in einen deutschen Landtag ein. Ein autokratischer Präsident im Herzen Europas höhlt, zumindest nach meinen persönlichen Maßstäben, eine demokratische Struktur in seinem Land aus. Und nochmal, ein autokratischer Präsident…usw.usw.

Hier muss doch die Frage erlaubt sein, ob diese Entwicklungen nicht als Folge von Misserfolgen zu sehen sind, Folgen einer Politik der Arroganz und Hybris, die ein krankes Selbstverständnis hat und sich als alternativlos fühlt.

Irgendein schlauer Mensch sagte mal, dass, wenn man sich auf seinen Lorbeeren ausruhe, trüge man sie an der falschen Stelle.  Und das Gefühl Erfolg zu haben, wenn die Lorbeeren schon welk geworden sind und am Allerwertesten pieksen, ist ein ganz gefährliches.

Die Wahlergebnisse und politischen Entwicklungen der letzten Monate sollten als Mahnung und Erinnerung wahrgenommen werden. Nicht als Erfolg. Ich kann mir nicht vorstellen, siehe obige Definition, dass eine 35% starke Rechtradikale ein Ziel ist, das von demokratischen Parteien erreicht werden will.