„Wenn weelschen du fer de neie Kittelberger? Doch de Beschtel?“

„Ah, denn konnscht doch net weehle, des is doch en Leerer. Unn der is doch schunn Birgermeeschder vun Wachrem. Unn zweemohl Birgermeeschder, des geht jo gar net. Unn die hamm doch gsacht, dass mer do verwalde kenne muss, des is awwer kenner wo verwalde kann, weils ewe än Leerer is. Unn der is mir sowieso uhoimlich, der werd vunn Waalkompf zu Wahlkompf jinger, zuminneschd uff de Plagaade!“

„Also weelscht donn doch die onner? Die Stegmonn?“

„Ah, die konnscht doch net weehle, die is kännie vun do. Des is ä zugezoginie. Unn donn noch vun hinnedrause, so ä Schlabbefliggerin. Oah, her mer bloos uff. Die konn zwar verwalde, awwer obb des als Birgermeeschderin longe duud? Isch wees net, do muschd doch a was vermiddle kenne. Fascht so wien Leerer! Unn die is mir sowieso uhoimlich, ich glaab die will Brahliene verkaafe odda Mussig mache, zuminneschd uff de Plagaade! Unn in de Zeidung wees die nedd, wie alld se is, die macht sisch ellder.“

„Also weelscht donn doch die gonz onner? Die Blaul!“

„Ah, die konnscht doch net weehle, die wees jo sellwer net warum! Die konn a bissel verwalde unn is vun do, awwer des hoscht doch ah gelese, die wees eschd net, warum die Birgermeeschderin werre will. Des hot se demm Schurlanist net vermiddle kenne! Unn die is mir sowieso uhoimlich, wege dem Noome uff de Plagaade. Do geed doch in Gennem die Poschd abb“

„Uoh her mer wirglisch uff, is des kombliziert. Isch glaab isch muss des werfle, awwer erschd dringk isch än Schorrle, odda zweeh! Des werds donn schunn rischde!“

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Pünktlich zur anstehenden Sperrung der B271 und der damit verbundenen Umleitung des Verkehrs über die „Alte Weinstrasse“ hat sich irgendein genialer Amtsschimmelkopf, entweder in Wachenheim oder in Neustadt, einen tollen Weg überlegt Wachenheim verkehrstechnisch zu blockieren!

Am Ortsausgang Richtung Forst gibt es jetzt neue Parkgelegenheiten. 4 Parkplätze, 2 in jede Fahrtrichtung ‚Höhe kleiner Bürklin Park, gegenüber der Villa‘, die sehr eng beieinander gegenüber liegen, sodaß man Schlangenlinien fahren muss und der Verkehr verlangsamt wird.

Eigentlich eine tolle Sache, jedoch ist der Zeitpunkt mehr als dabbisch gewählt, da die Anwohner in den nächsten Monaten, wenn der 271er Verkehr umgeleitet durch Wachenheim rollt, richtig ‚Spass‘ haben werden.

Noch dabbischer war allerdings die ursprüngliche Lage der Parkplätze. Faktisch direkt an der Kreuzung/Einmündung der Ringstrasse. Damit hätte man drei Straßen blockiert. Und eine Grundstückseinfahrt.

Die übermalten, da schon angelegten, Parkbuchten kann man in Form von schwarzer Farbe bewundern.

Ein auf Asphalt gemaltes Monument bürokratischer Dummheit!

36 ist – für sich gesehen – einfach nur eine zweistellige Zahl. Harmlos. Durch 12 teilbar.

36 ist aber auch die schier unglaubliche Zahl voller Müllsäcke entlang der B 271 zwischen der Anschlussstelle „Golden Arches“ aka „Mäckes“ aka „MacDoof“ und der Abfahrt Ruppertsberg. Ich weiß nicht genau, mit welcher Frequenz die Straßenränder von Fastfood-Verpackungen, Zigarettenschachten, Plastikflaschen und sonstigem Müll gesäubert werden. Einmal im Jahr mindestens. Heute morgen lagen jedenfalls 36 volle Müllsäcke entlang der B 271, die zu 99% von Leuten benutzt wird, die auch hier wohnen. Obwohl der Verdacht nahe liegt, dass die Drecksäue, die ihren Müll einfach aus dem Autofenster schmeißen, der Generation U40 angehört, scheint neben dem Verlust oder dem nie stattgefundenen Erwerb der Kinderstube eines diese Leute zu verbinden – eine so abgrundtiefe Abneigung gegen die Pfalz, dass sie sie in eine Müllkippe verwandeln wollen. Ich bitte das weltverbesserungsschwere Entsetzen über derart geballte Ignoranz zu entschuldigen.

Abzocke oder sinnvolle Polizeikontrolle?

Seit einiger Zeit kommt es am Schwesterkreisel des Wachenheimer Kreisels immer mal wieder zu Verkehrskontrollen. Zwei bis drei Polizisten stehen auf dem Radweg am Bad Dürkheimer Kreisel und geben per Funk Meldung an die Einsatzwagen am Parkplatz zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim. Diese fischen dann die Delinquenten aus dem fließenden Verkehr.

Aber warum?

Geschwindigkeit fällt aus. In einem Kreisel kann man nicht rasen. Alkohol fällt aus, das kann man in den seltensten Fällen visuell erkennen. Ich dachte mir Gurt, aber Motorradfahrer haben keinen. Nach kurzem Forschen kam die simple Lösung.

Wer beim Verlassen des Kreisverkehrs nicht blinkt wird herausgeholt!

Das ist ja mal was neues und vor allem die Fast-100%-Quote. Denn wer von Bad Dürkheim in den Kreisel fährt, hat auf Grund der Kürze zu nächsten Ausfahrt kaum Zeit zum Blinken und fällt somit ins Beute-Schema. Zudem glaube ich, ok man muss sich an Regeln halten, dass es gefährlichere Vergehen gibt als nicht zu blinken, z.B. Blinken und nicht die Ausfahrt nutzen.

Ich weiss nicht wieviel Bußgeld für das Nicht-Anzeigen eines Richtungswechsel fällig wird, aber mit den Kollateralvergehen, wie Gurte usw. kommt da bestimmt was zusammen, was der Dürkheimer Stadtkasse gut tut.

Weiter so meine lieben Jungs und Mädels von der Polizei. Das ist Dienst an der Öffentlichkeit und keine Abzocke.
Und wenn das nächste Mal bei eurem Linksabbiegen an der B271 zuviel Gegenverkehr ist und Ihr wieder warten müsst, macht ruhig wieder das Blaulicht an, bremst den Gegenverkehr aus und fahrt dann in Ruhe weiter. Zum nächsten Kreisverkehr.

In der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderats Wachenheim ging es um eine Tempobeschränkung auf der B 271 an der Anschlussstelle Wachenheim/Friedelsheim. Der Verbandsgemeinderat hatte Tempo 70 für diese Stelle beantragt, der Landesbetrieb Mobilität Speyer hatte dies abgelehnt. Es dürfte kein Zweifel am Gefahrenpotenzial dieser Stelle bestehen. In den letzten Tagen gab es wieder einen Fast-Crash. Aber „fast“ ist den Speyrer Bürokraten wahrscheinlich nicht gefährlich genug.

Arnold Nagel hatte bei der Sitzung für die FWG vorgeschlagen, die ganze B 271 mit Tempo 70 zu versehen – und damit für Kopfschütteln und Heiterkeit gesorgt. Aber warum? Wie viel Zeit verliert man denn, wenn man statt mit 100, unterbrochen von zwei Stellen mit 70, die ganze Strecke mit 70 fährt? Dieser Frage bin ich heute mit der Stoppuhr im Auto nachgegangen, äh, nachgefahren.

Der experimentelle Streckenabschnitt geht von der Auf/Abfahrt Bad Dürkheim Süd/Wachenheim (bis dahin ist aus Richtung Dürkheim ohnehin Tempo 70) bis zur letzten Betonüberführung vor der A 65. Schon eine überschlagsmäßige Rechnung lässt angesichts der kurzen Entfernung nicht mal für Laborbedingungen (sprich völlig freie Straße) große Zeitunterschiede erwarten. Wie gering der Unterschied dann ausfiel, war überraschend.

Auf dem Hinweg hatte ich bis Forst/Deidesheim freie Fahrt, dann war ein paar Autos weiter vorne ein Lieferwagen. Normaler Verkehr. Nach 6:43 Minuten durchfuhr ich die Brücke. Dann die Strecke mit Tempo 70. Erstmal eine Entschuldigung an alle, die hinter mir ins Lenkrad beißen wollten. Tatsächlich fühlt es sich seltsam an, bei freier, trockener Straße 70 zu fahren. Doch der Trost für meine Verfolgerinnen und Verfolger: Sie haben nicht einmal eine halbe Minute verloren!

19,9 Sekunden langsamer
war ich mit Tempo 70 auf der gesamten Strecke. Gefühlt war es mehr, die Stoppuhr ist gegen derlei verhinderte Geschwindigkeitsgenugtuung aber völlig unempfindlich. Bei normalem Verkehr und ohne Gesetzesbruch sind vielleicht auch 30 oder gar 45 Sekunden Ersparnis rauszuholen. Wer viel mehr Zeit rausholen will, darf es mit den beiden 70er Stellen Forst/Deidesheim und Meckenheim schon nicht mehr so genau nehmen und muss auch auf den Passagen dazwischen ordentlich zusätzlichen Kraftstoff verbrennen. Und für was? Für eine Minute oder 80 Sekunden? Muss deshalb eine Anschlussstelle permanent gefährlich bleiben? Und worauf mich Arnold Nagel gestern am Rande der Stadtratssitzung aufmerksam machte: wer vom Parkplatz der Villa Rustica wieder sicher auf die B 271 will, braucht Geduld oder einen durchzugsstarken Motor.

Also, werte Beamte beim Landesbetrieb Mobilität in Speyer, richten Sie bitte wenigstens an der Anschlussstelle Wachenheim/Freidelsheim Tempo 70 ein. Dann verlieren zwar viele ein paar Sekunden, aber weniger gefährden ihr Leben.

Der Verbandsgemeinderat hat mal wieder getagt. Beherrschendes Thema im öffentlichen Teil war die Schuleigentumsfrage. Das neue Schulgesetz in Rheinland-Pfalz schreibt vor, dass weiterführende Schulen in die Trägerschaft des jeweiligen Kreises übergehen müssen. Das ist im Falle Wachenheims kompliziert, da ja IGS und Grundschule einen Gebäudekomplex nutzen. Die VG Wachenheim will jedenfalls Eigentümer bleiben, vom Kreis dann sowas wie Miete für die Nutzung der Räume haben. Ob der Kreis da mitspielt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

VG-Bürgermeister Kittelberger informierte den Rat dann auch zum Stand Tempo 70 an der Auffahrt Wachenheim/Friedelsheim zur B 271. Der Landesbetrieb Mobilität hatte die Geschwindigkeitsbegrenzung ja abgelehnt. Im Rat stieß dies auf Unverständnis. Andreas Berger konstatierte, dass er eigentlich davon ausgegangen sei, dass die Ortsbegehung die Gefahren der Stelle hätte offenbaren müssen. Das Echo im VG-Rat deckt sich mit dem Zwischenergebnis der Wachtenblog-Umfrage: Auch hier wünschen sich die Leser ganz eindeutig ein Tempolimit.

Die Verbandsgemeinde hat auf die Ablehnung reagiert und noch einmal die Beschränkung gefordert. Eine Antwort darauf steht noch aus. Arnold Nagel machte zum Thema einen radikalen Vorschlag: Es soll Tempo 70 für die gesamte
B 271 gefordert werden.  Achtung, es geschieht Ungewohntes: Ich stimme Herrn Nagel zu.

Warum denn nicht mit 70 über die gesamte B 271? von Dürkheim aus wird erst nach DÜW-Süd/Wachenheim das Tempo freigegeben, bei Forst/Deidesheim ist wieder 70, bei Ruppertsberg/Meckenheim auch wieder. Wie viel Zeitunterschied würde eine Beschränkung auf der gesamten Strecke denn ausmachen? Eine Minute? Fünf Minuten?

Ich werde den Unterschied im Selbstversuch mit einer Stoppuhr ermitteln – bei nächster Gelegenheit. Einmal nach den geltenden Regeln vom Bruch bis zur A 65 und einmal mit 70. Tagsüber. Das Ergebnis blogge ich dann. Bis dahin können natürlich alle Abstimmwilligen weiterhin an unserer Umfrage zum Thema teilnehmen – komplett anonym, auch wir sehen nur die Zahlen. Dazu einfach hier klicken.

Beim Landesbetrieb für Mobilität in Speyer arbeiten Menschen, die es nicht gut meinen mit den Wachenheimern. Erst ordnen sie eine Verschmälerung des Gehwegs an der Weinstraße an, damit es LKWs leichter haben, im Falle einer Sperrung der Umgehungsstraße durch den Ort zu kommen (bei den Arkaden hört die Erleichterung für Brummis, die ohnehin sinnvoller über die B9 oder A61 umgeleitet würden dann nach ein paar Metern wieder auf).

Und nun lehnt der Landesbetrieb den Antrag der Verbandsgemeinde ab, um die Abzweigung Wachenheim/Friedelsheim an der B 271 (die bei der Villa Rustica ) Tempo 70 einzurichten. Damit bleibt die Wachenheimer Ausfahrt die einzige Ortsabfahrt entlang der B 271, an der es keine solche Tempobeschränkung gibt. Für die Speyrer Bürokraten hat es an der Stelle bisher noch nicht genug Unfälle gegeben, um die Ausgabe für ein paar Schilder zu bewilligen. Schön, das könnte auch damit zu tun haben, dass nicht wenige Wachenheimer die Auffahrt an dieser Stelle meiden. Eben, weil sie gefährlich ist. Denn bei Tempo 100 belassen es viele Kraftfahrer ja nicht. Nur, wenn mal wieder die Blitzer medial angekündigt werden und weithin sichtbar am Straßenrand stehen, schaffen es die meisten, im Rahmen des Erlaubten zu bleiben – mit der Folge, einige Sekunden später anzukommen.

Warum kann der Landesbetrieb ohne Rücksicht auf die Belange vor Ort entscheiden? Aber vielleicht sind wir Blogger ja auch die einzigen, die denken, Tempo 70 würde der Ausfahrt Wachenheim gut tun. Daher fragen wir Euch mal wieder: