Ein Kleinod, das sich erst auf den zweiten Blick erschliesst, zumindest mir erschlossen hat, ist das Cortina in Bad Dürkheim. Bisher wurde es von mir als Eisdiele wahrgenommen, seit einigen Wochen ist es viel mehr für mich.

Ein Hort mediterraner Lebensweise und mediterranen Genusses!

Wer saß nicht schon einmal in lauen Abendstunden an einer schönen Piazza in Italien, oder hat sich dorthin gewünscht, und hat dort einen Milchkaffee genossen und ein Sandwich oder Bruschetta oder Foccacia zu sich genommen? Sich das Treiben der Kinder auf der Piazza angeschaut, und einfach die Seele baumeln lassen.

Nun die Lage des Cortina ist nicht schlechter als die an einer Piazza in Bella Italia und die Karte gibt wesentlich mehr her als nur Eisbecher. Es gibt Tostadas, leckerste Club Sandwiches mit verschiedenen Belägen wie gegrillte Hühnerbrust, oder Thunfisch oder auch einfach nur vegetarisch. Foccacias mit verschiedensten Belägen, leckeren Sekt, Prosecco, alles was das Herz und die Seele als kulinarische Begleitung eines Baumeln Lassens begehren.

Machen Sie mal die Augen auf, beim nächsten Besuch in Bad Dürkheim. Schauen Sie auf unsere Piazza, bestellen Sie was Leckeres.

Ich wette, dass sie zwar nicht die Engel singen hören, aber vielleicht Adriano Celentano…

Auf dem Wurstmarkt wurde ich in der Warteschlange zum Urinal, ich glaube der Eintritt kostet €0,50, Zeuge des folgenden Gespräches zwischen zwei mittelschwer betrunkenen Bürgern der USA:

What the hell is this queue for?

Well, it is for the toilet.

What are they paying for?

You have to pay a toilet fee, that you’re allowed to piss!!

What?!?! I am a free born citizen of a free nation, taking care for a free world. I protect the freedom of their country. I have a human right to piss for free! Oh fuck this country is crazy.

Der Ansatz unserer US-Freunde ist nicht schlecht. Die Schausteller bezahlen ein riesiges Feuerwerk, machen gigantische Wein-Umsätze. Muss man den Wein, den man getrunken hat, entsorgen, muss man nochmals dafür bezahlen, also beträgt doch der bereinigte Schorle-Preis zwischen €4, – und €4,50.

I have a dream. And I still have a dream. Free piss for free citizens of the free world!!

Von über 6000 Sprachen weltweit, sind über 2000 bdroht und ca. 300 akut vom Aussterben bedroht.

Meistens ist die Ursache, dass zugunsten von Leitsprachen die eigene Sprachidentität aufgegeben wird.

„Isch dääd des schä finne, wonn du hochdeitsch redde däädschd!“ sagte mal meine eigene Mutter zu mir, da war ich so 12 Jahre alt. Ich bin mit pfälzer Dialekt aufgewachsen, rede mit meinen Kindern hochdeutsch, aber mit meinen Eltern und Familie käme ich nie auf den Gedanken auch nur ein Wort hochdeutsch zu reden.

Nun der pfälzische Dialekt ist weit davon entfernt eine Sprache zu sein, wissenschaftlich gesehen, emotional ist das was völlig anderes, aber es gibt doch einige Analogien zum Aussterben der Sprachvielfalt.

In der Schule ist Dialekt reden verpönt. Wohlgemerkt in der Grundschule. Den Kindern wird vermittelt, wo die Kalmit liegt, die Isenach fliesst etc. aber was ‚iwwerzwerch‘ ist und ‚Grumbeere‘ sind, lernen die Kinder nicht mehr. Dies zusammengepaart mit so urpfälzischen Eltern wie mir selbst, die aber trotzdem die vermeintliche Hochsprache sprechen, oder zumindest so tun als ob, lässt den Dialekt flöten gehen.

Liebe Grundschule und liebe Eltern, lasst uns das Dialektreden als das sehen was es ist, ein Teil einer mehrsprachigen Erziehung, die zur besseren Aktivierung von Gehrirnarealen beiträgt.

Nächste Woche auf dem WuMa geht kein Mensch hin und bestellt ‚einen halben Liter Wein, bitte die Nummer 3 der Weinkarte‘ sondern:

Än Schobbe Riesling!!!

Politik ist in der Ausbildung eine Wissenschaft. Eigentlich eine Naturwissenschaft, da es in der Natur des Menschen liegt gesellig zu leben. Dort wo mehrere Individuen gesellig Leben, gibt es verschiedene Interessen, verschiedene Neigungen und vor allem Meinungen. Jeder hat zu allem und jedem eine Meinung. Diese Pluralität zu regeln ist Aufgabe der Politik. Die Menschen leben in einer natürlichen Art und Weise, also ist die Politik eine Naturwissenschaft. In jeder Naturwissenschaft gibt es Maßeinheiten.  Meter, Kilo, Volt, Gramm, Becquerel, etc. Den Maßeinheiten sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, da sie ja in letzter Konsequenz willkürlich gesetzt werden.

Nun hat mein bloggender Freund und Noch-Nachbar eine profunde journalistische Ausbildung, der er beruflich bei der Rheinpfalz nachgeht. Ich bin ein Freizeit- und Bauchblogger, der siehe oben, zu allem eine Meinung hat. Cordelia ist unsere wissenschaftliche und hochprofessionelle Bloggerin, die für ihre Arbeit, leider noch nicht für den Wachtenblog, tolle Preise gewinnt.

Nun haben wir drei im Laufe unseres Bloggens durch unsere offene, und manchmal nicht einfache, Art, ein paar Scharmützel gehabt mit Menschen, die sich durch unsere Berichte, Meinungen, Veröffentlichungen im Allgemeinen, etwas unleidlich, bzw. despektierlich behandelt fühlten. Oder, Vorsicht, uns absichtliches Foulspiel unterstellten, wahre Boshaftigkeit. Ich denke hier an die unsäglichen Maskulisken, die wegen eines Artikels, den Cordelia veröffentlichte, ‚Feminismus in Wachenheim‘, aus dem gesamten Bundesgebiet über unseren Blog herfielen. Ich denke an Herrn Morell, der uns, um nur ein Beispiel zu nennen, wegen vermeintlicher anonymer Berichterstattung mit einem Anwalt bekannt machte, etc. etc.

Nun schreibt Achim nicht nur für den Wachtenblog, manche denken jetzt sicher, er müsste auch mal etwas sinnvolles tun. Wie o.g. ist er Journalist für die Rheinpfalz, für die er diese Woche eine Glosse(ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag in einer Zeitung oder Zeitschrift) schrieb, die sich mit den touristischen Übernachtungszahlen in Bad Dürkheim beschäftigte, die kurz vorher von Herrn Bürgermeister Lutz voller Stolz vorgestellt wurden. Achim recherchierte und fand heraus, dass ca 50% der angeführten Übernachtungen aus Übernachtungen im Gesundheitstourismussektor stammen. Also Übernachtungen aus Kur- und Klinikaufenthalten. Nun unterstelle ich, dass eine Kur medizinisch notwendig ist, wäre das nicht so, oje oje!! Aber bei einer Kur hat man eine Einflussmöglichkeit auf den Kurort. Ist man als ‚Kurer'(?!) nun Patient oder Tourist. Herr Lutz unterstellt also den ‚Kurern‘, oder kann man auch ‚Kurien‘ sagen ?!, dass sie Touristen seien, stellt sie also mit, verzeiht liebe Holländer, mit marodierenden Wohnwagenhorten, oder noch schlimmer, siehe Spiegel Online Scharmützel mit Herrn de Swaaf und Weingut Schneider Ellerstadt, mit in Bussen transportierten Rentern auf Kaffefahrt gleich. Zugleich bescheinigt Herr Lutz, Bürgermeister der Stadt Bad Dürkheim, dass wir eine Gesellschaft sind, die aus Gesundheitsschmarotzern besteht. Weil alle Kranken in Bad Dürkheim machen Urlaub. Und vor allem schwingt er wieder diese unsägliche Moralkeule des Böswillens und Kaputtredens auf die Leute, die eine kritische und andere Meinung haben.

Diese politische Urangst vor pluralistischen Meinungsäusserungen erfordert meines Erachtens eine Maßeinheit, oder mehrere, mit denen man die Größe der Moralkeule messen kann, womit wir wieder bei der Naturwissenschaft wären.

Somit lege ich auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen als Blogger und interessierter und engagierter Bürger willkürlich und in aller Ernstlosigkeit folgende Urmaße der politischen Moralkeule fest:

Die kleinste aller Einheiten ist eine Morellium. Ein Morellium ist die Kompetenzabsprache: Der Kritisierende versteht nicht, und ist nicht in die Tiefe gegangen.

Fünf Morellia geben ein Morellion. Der Kritisierende will nicht verstehen, und ist nicht in die Tiefe gegangen.

Fünf Morellione geben ein Borrelium. Der Kritisierende versteht nicht, will nicht verstehen, kann nicht verstehen und geht nicht in die Tiefe.

Fünf Borrelia geben eine Borreliose. Der Kritisierende versteht nicht, will nicht verstehen, kann nicht verstehen, geht in den Untergrund und nicht in die Tiefe.

Fünf Borreliosen geben einen Lutzus. Der Kritisierende versteht nicht, will nicht verstehen, kann nicht verstehen, geht nicht in den Untergrund, nicht in die Tiefe, aber argumentiert gegen den Bürgermeister.

Fünf Lutzi geben einen Lutziferus. Der Kritisierende versteht nicht, will nicht verstehen, kann nicht verstehen, geht nicht in den Untergrund, nicht in die Tiefe, argumentiert gegen den Bürgermeister, will alles nur schlechtreden.

Fünf Lutziferi geben eine Lutzikalypse. Der Kritisierende versteht nicht, will nicht verstehen, kann nicht verstehen, geht nicht in den Untergrund, nicht in die Tiefe, argumentiert gegen den Bürgermeister, redet alles nur schlecht, ist böswillig und argumentiert völlig verantwortungslos der Gesellschaft, sprich den potentiellen Wählern gegenüber.

So damit ist dies in der Politik ein für alle mal geregelt. Die Urmodelle dieser Maße befinden sich in den Tiefen der Weinkeller von Wachenheim und Bad Dürkheim. Die Systematik kann in der ‚Mehlmerschen Tafel der politischen Einheiten in der Fassung von 2011‘ nachgeschlagen werden.

Einsehbar auf dem Wachtenblog….

Heute kam mir eine faszinierende Geschichte zu Ohren.

Ein Vater wurde des morgens gegen 07.45 Uhr von der Bundespolizeibehörde einer nahen Stadt angerufen. Sein Kind sei ohne Fahrschein angetroffen worden, die Begründung des Kindes, war sie habe des morgens von ihrem Vater kein Fahrgeld bekommen, es wurde vergessen.

Die gute Nachricht, man sah von einer Strafe wegen Schwarzfahrens ab.

Die schlechte Nachricht, man sah von einer Strafe wegen Schwarzfahrens ab und drohte aber bei Wiederholungstat mit dem Aktivieren des Jugendamtes!!

Wieso keine Strafe? Wieso Jugendamt?

Schwarzfahren ist ein rechtlich relevanter Vorgang. Aber Aktivierung des Jugendamtes? Es kann ja durchaus mal vorkommen, dass man sein Ticket oder sein Geld vergisst. Aber das passt in die Bagatelljugendkriminalisierungsarie. Heute werden Kinder und Jugendliche viel schneller in eine Ecke gestellt als früher, früher gab es eine Gardinenpredigt und die Strafe wurde vom Taschengeld abgezogen, heute kommt das Jugendamt.

Wobei ganz klar der Vater Schuld hatte, weil er geschludert hat.

Andere Geschichte.

Eine Mutter stirbt. Sie hinterlässt einen Witwer und drei Halbwaise. Der Witwer in seiner Not, wendet sich an….das Jugendamt und bittet dieses, um Unterstützung bei der Suche nach einer Tagesmutter, bzw. eine finanzielle Unterstützung für die Anfangszeit, da er mit aller Macht sein und das Leben seiner Kinder aufrechterhalten möchte. Er läuft beim Jugendamt von Pontius zu Pilatus, um immer wieder zu hören, es gibt keine Möglichkeit. Keine Tagesmütter, und kein Geld, u.a. weil er zuviel Geld verdient und auch kein Personal vorhanden wäre. Das Jugendamt greife nur bei Gefahr für Kinder.

Der Witwer, ein durchaus verständiger Mensch, flippt nach einigen Wochen Suche bei einem Beratungsgespräch aus. Er sagt der Dame vom Amt, Ihm sei jetzt klar, was er tun müsse. Arbeitslos werden, Alkoholiker, seine Kinder schlagen. Damit kann er sich in die Hängematte seines Gartens legen und der Staat zahlt für Haus, Garten, Kinder und Aufsichtsperson.

Heute habe ich was dazu gelernt. Er kann sich das mit dem Alkohol sparen und dem Schlagen. Er kann auch weiterhin arbeiten.

Er muss seine Kinder nur Schwarzfahren lassen.

Abzocke oder sinnvolle Polizeikontrolle?

Seit einiger Zeit kommt es am Schwesterkreisel des Wachenheimer Kreisels immer mal wieder zu Verkehrskontrollen. Zwei bis drei Polizisten stehen auf dem Radweg am Bad Dürkheimer Kreisel und geben per Funk Meldung an die Einsatzwagen am Parkplatz zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim. Diese fischen dann die Delinquenten aus dem fließenden Verkehr.

Aber warum?

Geschwindigkeit fällt aus. In einem Kreisel kann man nicht rasen. Alkohol fällt aus, das kann man in den seltensten Fällen visuell erkennen. Ich dachte mir Gurt, aber Motorradfahrer haben keinen. Nach kurzem Forschen kam die simple Lösung.

Wer beim Verlassen des Kreisverkehrs nicht blinkt wird herausgeholt!

Das ist ja mal was neues und vor allem die Fast-100%-Quote. Denn wer von Bad Dürkheim in den Kreisel fährt, hat auf Grund der Kürze zu nächsten Ausfahrt kaum Zeit zum Blinken und fällt somit ins Beute-Schema. Zudem glaube ich, ok man muss sich an Regeln halten, dass es gefährlichere Vergehen gibt als nicht zu blinken, z.B. Blinken und nicht die Ausfahrt nutzen.

Ich weiss nicht wieviel Bußgeld für das Nicht-Anzeigen eines Richtungswechsel fällig wird, aber mit den Kollateralvergehen, wie Gurte usw. kommt da bestimmt was zusammen, was der Dürkheimer Stadtkasse gut tut.

Weiter so meine lieben Jungs und Mädels von der Polizei. Das ist Dienst an der Öffentlichkeit und keine Abzocke.
Und wenn das nächste Mal bei eurem Linksabbiegen an der B271 zuviel Gegenverkehr ist und Ihr wieder warten müsst, macht ruhig wieder das Blaulicht an, bremst den Gegenverkehr aus und fahrt dann in Ruhe weiter. Zum nächsten Kreisverkehr.

Der Auftakt des Wurstmarktes zeigte mir, warum dieses Fest so beliebt ist. Unser erster Besuch, mit Kindern, begann am Samstag gegen 16.00 und endete gegen 21.30. Nach der ersten Abarbeitung einiger Rituale, ich hole mir immer diese fantastischen Brötchen mit Prager Schinken als Eröffnungsschmaus, einer ersten Schorle am Schubkärchler Stand am Riesenrad, weil man ja dort auf seine Kumpels wartet, und einer kommt zum Glück immer zu spät, so bleibt genügend Zeit für die Schorle, sind wir also mit den Kindern losgezogen, um mal zu schauen, was die Fahrgeschäfte so hergeben.

Als Papa muss ich natürlich am ersten Tag immer auf die Bremse treten, da ansonsten das Budget für den gesamten Markt, welches eh immer zu schmal bemessen ist, innerhalb einer Stunde aufgebraucht wäre. Die Diskussionen mit den lieben Kleinen dürften allen Eltern hinlänglich bekannt sein. Dann kamen wir aber an einen Stand, der für den weiteren Verlauf des Abends sehr wichtig war.

Dieser Spielestand, an dem ein überaus sympathischer Holländer bediente, bietet ein Spiel, dessen Ziel es ist, Kugeln in ein Löcherfeld so hineinzurollen, daß gewisse Muster erzielt werden, für die es Punkte gibt. Im Prinzip drei, oder vier oder fünf in einer Reihe, also das TicTacToe-Prinzip. Meine Kinder spielten das sehr erfolgreich, so konnten Sie einige Preise aussuchen. Hier kommt nun wieder der sympathische Holländer ins Spiel, der bei der Preisauswahl die Kinder so lenkte, daß sie sich Elektroschock-Gimmicks herausssuchten. Kugelschreiber, Laserpointer, Autoschlüssel etc., die bei Berührung dem Berührenden einen elektrischen Schlag versetzen. Meine Kinder, zehn und dreizehn Jahre alt, fanden dieses durchaus attraktiv, und der nette Holländer sah wahrscheinlich eine Gelegenheit, sich an der größten Fussballnation der Welt zu rächen.

Mit diesen Schockern und den Kindern, die schon den gesamten Weg wahllos Schocks verteilten, liefen wir beim Schubkärchler der „Vier Jahreszeiten“ ein und bekamen, trotz insgesamt 6 Kindern im Schlepptau einen Tisch, bzw. konnten uns um zwei hintereinander gelagerte Tische lagern.

Erst dachten wir, wir seien auf dem Oktoberfest gelandet.

Dirndln und Lederhosen wohin man schaute. Eine Gruppe von ca. 40 Leuten im ganzen Zelt verteilt, einige schon im Zustand des fortgeschrittenen Wahnsinns, aber alle nett und freundlich. Unsere direkten Tischnachbarn waren drei junge Leute, und ein Mann so um die 55 bis 60 Jahre alt. Wir kamen mit Ihnen ins Gespräch und erfuhren Interessantes.

Die Gruppe der „Bergadelzzhausner Hitt’n“, wohl so eine Art Heimatverein, fährt seit 40(!) Jahren mit seinen Mitgliedern, aus allen erwachsenen Altersklassen, jedes Jahr auf unseren Wurstmarkt. Sie starten am ersten Samstag um 11.00 in Bergadelzhausen, schlagen in Bad Dürkheim auf, irgendwann auf dem Dürkheimer Boden, und fahren, ohne Hotelbuchung Sonntags um 12.00 mittags zurück. Permanent mit einem Schorle in der Hand, ohne zu schlafen. Wie ausgereift dieses Sytem ist, erkennt man an der Organisation der Abfahrt. Treffpunkt ist der grosse Parkplatz Richtung Leistadt, am Kreisel hoch. Wer es nicht bis hoch zum Parkplatz schaffen kann, verschafft sich durch die Lage am Kreisel den Vorteil, dass der Bus nach Abfahrt entgegenkommt, und man eventuell noch wahrgenommen wird. Denn diese Männer und Frauen haben eine Eiserne Regel, die besagt, dass der Busss um PUNKT 12 losfährt, wer nicht da ist, hat Pech, und muss mit dem Zug fahren.

Die Leute sind echt nett, zudem einhellige Meinung war, dass der große Bruder, das Oktoberfest, null mit unserem WUMA mithalten kann, da man viel mehr Auswahl an Getränken hat, und aufgepasst, die Leute seien viel netter und offener! Das ist doch mal ein Kompliment an die ehemalige bayerische Kolonie!

Ach, und unser Nachbar war Starkstromelektriker!

Als nämlich meine Tochter und ihre Freundin Ihn „schocken“ wollte, zuckte er nicht mit einer Wimper. Da sagte meine Freundin, er sei bestimmt Starkstromelektriker. Daraufhin brach er fast vor Lachen zusammen und tatsächlich, war er genau dieses von Beruf.

Und wir gingen beschwingt nach Hause, mit der Erkenntnis, dass die Bayern ein echt liebenswertes Völkchen sind, und die Bayern genau dies auch von uns Pfälzern denken. Alte Brüder eben…

Bis dann,

Euer Frank Mehlmer