Eine Richtigstellung:

Der Artikel, der sich im Jahr 2011 auf das ‚Kapellchen‘ bezieht, hat KEINEN Bezug zu dem ‚Kapellchen‘, das seit ca. einem Jahr betrieben wird. Durch die Tücken des Netzes, das nichts vergisst, bzw. auch ab und an aktualisiert werden muss, ist dies auf dem Wachtenblog nicht dargestellt worden.

Das heutige ‚Kapellchen‘ wird hochprofessionell und auf einem hohen kulinarischen Niveau vom Ehepaar Frien betrieben.

Die Umstände, die zu der damals negativen Kritik führten, sind seit dem Betreiberwechsel nicht mehr gegeben. Im Gegenteil, das ‚Kapellchen‘ ist ein fester Bestandteil der Wachenheimer Kulinaria geworden, zu dem ich sehr gerne und oft essen gehe.

 

Change Management auf dem Dorf, spannende Pionierarbeit oder misslungener Versuch – was meinen wohl die Teilnehmer der Social Business Bustour zu unserem Weinfest 2.0 in Wachenheim?

Bei der  Weinprobe 2.0, die am 17. Oktober bei den Wachtenburg-Winzern stattfand, konnten die Social Media Experten einen Blick hinter die Kulissen werfen – und kamen dabei zu interessanten Schlussfolgerungen.

Ihre Reaktionen finden Sie im Burg-und-Weinfest-Blog.

War das ein herrliches Wochenendwetter! Die richtigen Bedingungen, damit Wachenheim sich wieder einmal von seiner besten Seite zeigen konnte. Besonders am Sonntag haben wir genossen, was engagierte Wachenheimer mit viel Phantasie und Einsatz auf die Beine gestellt haben. Und ich habe gemerkt, dass Berlin (wo ich letzte Woche mal wieder beruflich war) immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben wird – aber für mich nur die zweitschönste Stadt in Deutschland ist.

Wir begannen unsere Sonntagstour mittags beim Apfelhof Zimmermann. Wie an jedem ersten Oktoberwochenende pilgerten dort Wachenheimer, aber auch Besucher aus dem Rhein-Neckar-Delta und von deutlich weiter weg zu den Apfelprobiertagen. Das ist jedes Jahr ein Höhepunkt in unserem Wachenheim-Jahr: Man sitzt im Hof oder im baumbestandenen Garten und genießt allerlei Köstlichkeiten mit (Apfelpfannkuchen, Apfelbratwurst, Apfelflammkuchen) und ohne Apfel (Flammkuchen mit Münsterkäse, Fleischknepp mit Meerettichsauce, Kartoffelsuppe mit Pflaumenkuchen). Dazu hat man die Wahl zwischen Apfelsaft, Cidre oder doch einem Glas Wein. Und wer eher zur Kaffeezeit kommt, findet ein sagenhaftes Kuchenbuffet vor.

Besonders beeindrucken mich immer die vielen Helfer, die zusammen mit der Familie Zimmermann über den Hof wimmeln, voll beladene Tabletts bringen, Tische abräumen, Äpfel abwiegen, mit den Kindern spaßen – und dabei kein bisschen von der Hektik ausstrahlen, die man eigentlich bei so einem Hochbetrieb erwarten würde.

Die Apfelprobiertstube gibt mir auch jedes Jahr Gelegenheit, von dem bekannten Pfad namens Braeburn abzuweichen. Schließlich gibt es bei Zimmermanns 16 Apfelsorten zum kosten und kaufen: Kindheitserinnerungen wie Cox Orange und Boskopp, neuere Züchtungen wie Pinova und Topas, oder auch Ausgefallenes wie die Ananasrenette. So sind wir dann nach einem sehr leckeren Mittagessen – und vielen netten Gesprächen mit Wachenheimer Freunden – mit einem Drei-Kilo-Paket gemischter Äpfel nach Hause gelaufen.

Auf dem Heimweg haben wir noch gesehen, warum in den vergangenen Wochen so oft Besucher mit dem Suchbegriff „Dalberger Hof“ bei uns auf dem Burg-und-Weinfest-Blog landen: Die wollen sich wahrscheinlich nicht über die Juninächte in dem schönen Anwesen informieren, sondern interessieren sich für die aktuellen Öffnungszeiten. Seit dem letzten Augustwochenende betreiben die Besitzer des schönen Anwesens nämlich einen regelmäßigen Ausschank. Im September gab es einzelne Termine, und im Oktober soll der historische Hof – wenn’s nicht zu sehr regnet – an jedem Wochenende geöffnet sein. Den Ausschlag für die Entscheidung gab wohl der große Erfolg an den vergangenen beiden Weinfesten, über den wir uns ja auch immer wieder im Blog gefreut haben. Wie ich von Wolfgang Tempel hörte, möchte er ab kommendem Jahr von Frühling bis in den Herbst geöffnet haben. Das ist eindeutig eine Bereicherung der Wachenheimer Gastronomie-Landschaft!

Und damit die neue Webseite des Dalberger Hofs mal ein bisschen weiter nach oben rückt bei den Google-Ergebnisse, hier ein direkter Link von uns.

Über den Dalberger Hof haben wir dann glatt das Mühlgassen-Fest verpasst, das auch am Sonntag stattfand. Dieses Fest wird von Anwohnern der historischen Mühlgasse organisiert – und ist leider bisher jedes Jahr an uns vorbei gegangen. Daher kann ich nur ein paar Stichworte wiedergeben, die wir von begeisterten Besuchern gehört haben: Wunderbare Stimmung in der Gasse, mittelalterliche Kostüme, liebevoll aufgebaute Stände, phantastisches Kürbisgemüse. Vielleicht war ja ein Wachtenblog-Leser beim Mühlgassen-Fest und möchte seine Eindrücke per Kommentar schildern?

Vom Abend kann ich dann wieder etwas erzählen: Da hatte die Stadtmauer-Initiative zum Lichterfest am Diebesturm eingeladen. Wo wir noch vor zwei oder drei Jahren gegen einen Supermarkt am Pfortenstück demonstriert hatten, traf sich nun eine bunt gemischte Gruppe, um den unverdorbenen Blick auf die historische Stadtmauer zu genießen. Einziges neues „Bauwerk“, das aber auf „breiten Konsens in der Bevölkerung“ stieß, war der Wein- und Sektstand der Stadtmauer-Initiative. Die Weingüter Bürklin-Wolf, Peter und Zimmermann sowie die Sektkellerei Schloss Wachenheim hatten gespendet, der Erlös dient der Erhaltung der Stadtmauer.

Wie immer bei solchen Festen in Wachenheim standen die Menschen in fröhlichen Grüppchen beisammen, und wir trafen sogar noch die, die wir mittags beim Zimmermann vermisst hatten. Als die Sonne untergegangen war, folgten wir dem Nachtwächter zur Wanderung entlang der Stadtmauer. Jetzt weiß ich auch, woher die Grabenstraße ihren Namen hat (liegt natürlich nahe, hatte ich aber noch nie drüber nachgedacht – hier war der Graben außerhalb der Stadtmauer) und warum der Zehnthof einige Schießscharten-artige Fenster hat (hier lagerten die Steuerabgaben der Bürger, und die musten schon mal mit Waffengewalt verteidigt werden).

Der krönende Abschluss kam dann wieder am Diebesturm: ein Feuerwerk, sogar als Dialog. Erst wurde der Diebesturm von überdimensionalen Wunderkerzen gekrönt, dann schoss ein leuchtender Pfeil vom Turm in den benachbarten Wingert, wo schließlich ein fulimnantes Feuerwerk startete. Mit etwas Phantasie – wovon es am Sonntag ja reichlich in Wachenheim gab – konnte man sich das Spektakel als Feuerwerk-gewordenen Kampf zwischen Stadt-Verteidigern und Angreifern von außerhalb vorstellen. Ein Schelm, wer dabei an den Hasslocher Bauunternehmer Müller denkt. Der hat sich – wie neulich zu erfahren war – wohl immer noch nicht ganz verabschiedet von der Idee, wegen der geplatzten Baupläne in genau diesem Wingert Schadensersatz von der Stadt zu verlangen  ;-).

Es ist sehr merkwürdig, diesen Blogbeitrag zu schreiben. Ich bin  bestürzt und traurig über den Tod von Stefan Pflüger.  Großen Respekt habe ich vor seinem Engagement in der Wachenheimer Liste und vor dem, was er mit dem Schellack für den Ort geschaffen hat. Er wird fehlen, am Marktplatz und für Wachenheim. Meine Gedanken sind bei  seiner Familie. Ihr wünsche ich viel Kraft und den Beistand von Menschen, die sie aufzufangen vermögen.

Dieser Blogbeitrag  ist so merkwürdig zu schreiben, weil es dabei um eine Veranstaltung geht, an der auch Stefan Pflüger teilgenommen hat. Angesichts seines Todes scheint mir das, worum es an dem Abend ging, banal. Weil uns aber banale Dinge manchmal auch über schwere Zeiten retten können, und weil Frank ja schon nach den Ergebnissen gefragt hat, schreibe ich jetzt darüber.

Am Montag, 11. April, ging es im Ratssaal um das Burg- und Weinfest 2011. Wie Frank schon vermutet hat, hielt sich der Andrang interessierter (und zur Beteiligung bereiter!) Bürger in Grenzen. Löbliche Ausnahme waren die Pfadfinder. Sie waren zu dritt gekommen: Phil Wendel, Maximilian Maurer (die beide auch in der Weinfest-Community aktiv sind) und ein mir unbekannter Mitstreiter. Außerdem waren Patrick Räch und Mathias Peter vom gleichnamigen Weingut dabei.

Mit einer Viertelstunde Verspätung durften wir in den Ratssaal – der Tourismusausschuss hatte für den internen Teil länger gebraucht als geplant. Mal sehen, ob ich die Teilnehmer noch zusammen bekomme (ich Dussel hab‘ meine Mitschrift verräumt – Fehler oder Versäumnisse sind keine Absicht, bitte per Kommentar korrigieren): Stadtbürgermeister  Torsten Bechtel (CDU), für die Stadtratsfraktionen Rüdiger Goebel (CDU), Gisela Panzer (SPD), Stefan Pflüger (WL), Nicola Räch (FWG) und eine mir unbekannte Dame (von der FDP?), außerdem als wichtige Weinfest-Player Anne Euler (TouristInfo), Karl-Heinz (?) Manz (Weingut Manz),  Arnold Nagel (Verein für Tourismusförderung) und Annette  Weber (Sektkellerei).

Torsten Bechtel erläuterte den neu Hinzugekommenen, was bereits fürs Weinfest gesetzt ist und wo  noch Diskussionsbedarf besteht. Das Ernüchternde gleich vorweg: Die ganz große Renaissance des Burg- und Weinfestes mit einer mutigen Neukonzeption fällt flach. Statt  radikalem Neuanfang wird es inkrementelle Verbesserungen geben – aber auch einige kleine Rückschritte gegenüber dem, was schon diskutiert wurde.

Das Positive: Auf dem Rathausplatz wird  es lebendiger als in den vergangenen Jahren. Es wird vier Schubkarchstände geben – u. a. vom Weingut Stapf, den jungen Leuten um Patrick Räch, der Familie Pfingstgräf (Kooperation mit den Wachtenburg-Winzern). Ergänzt wird das Angebot durch zwei Essens-Stände (u. a. ein Germanengrill), ein „Confiseriestand“ wird noch gesucht. Auf einer Bühne soll es ein attraktives Musikprogramm geben,  das  die Standbetreiber allein ausgewählt haben. Zusagen gibt es schon von der Dürkheimer Rock- und Beatband „The Brights“ und eine weitere Combo, deren Namen ich als „Softacts“ abgespeichert habe (google kennt die nicht – wer kann helfen?). Weitere renommierte Gruppen sind wohl angefragt, da wusste aber niemand Genaueres.

Ein Wiedersehen gibt es mit der Sektkellerei (die eine hochwertigere Bestuhlung plant), dem Weingut Manz (die wieder einen Essenstand eines Schwetzinger Gastronomen beisteuert – wäre schön, wenn er diesmal optisch mehr hermacht), die Creperie Michel, der Dalberger Hof  (mein persönlicher Favorit) und zumindest an einem Wochenende die Familie Geibel, die 2010 mit kulinarischer Qualität in der Waldstraße überrascht hat. „Hinner der Kerch“ werden die Pfadfinder nicht nur als einziger Verein aktiv sein, sondern auch eine Gesamt-Wachenheimer Weinauswahl bereithalten. Der Hof der Pfarrei wird an beiden Sonntagen offen sein. Auch die „Kinderbelustigungsecke“ auf dem Parkplatz wird von den gewohnten Anbietern beschickt. Neu dabei ist am ersten Wochenende die Winzergenossenschaft – allerdings nur, weil die immer an Pfingsten stattfindende Wein- und Sektgala „zwangs-eingemeindet“ wird.

Leider haben sich auch ein paar Hoffnungen zerschlagen. Das Weingut Zimmermann wird doch nicht dabei sein in diesem Jahr. Den in der Community schon beschriebenen Plan, das Weingut Peter an einem Wochenende zu öffnen, hat Mathias Peter nicht bestätigt. Zwei Nicht-Weinguts-Höfe, deren Teilnahme im Raum stand, bleiben leider zu. Und da auch die Familie Bohl sich vom Betrieb des Bratwurststandes zurückzieht, könnte es mit den nicht-flüssigen Genüssen am Weinfest echt eng werden.  Mal ganz davon abgesehen, dass Vegetarier vielleicht vorab zu Hause essen sollten.

Zum Schluss ging es um das heiße Eisen: den Marktplatz an der St. Georgskirche. Hier hatten wir ja schon eine kontroverse Diskussion in der Community. Ausgangspunkt war ein Vorschlag von Stefan Pflüger, der (anders als die Gesamtplanung des Weinfestes) vielleicht sogar das Wort Konzept verdient: Er wollte den Marktplatz einheitlich mit hochwertigen Holzmöbeln und großen Schirmen bestücken. So sollte ein offener und einladender Eindruck im Sinne des „Toskanischen Marktplatzes“ entstehen. Das konnten sich auch alle Beteiligten gut vorstellen. Ich erinnere mit Schaudern an die weißen, mit verschiedenfarbigen Billig-Tischdecken verhüllten Monoblock-Plastikmöbel vom letzten Jahr.

Der Perdefuß: Laut Stefan Pflügers Konzept sollten die Ausschankstellen vom Marktplatz verschwinden. Meiner Meinung nach wäre das ästhetisch ideal, aber nicht unbedingt praktisch für die Besucher. Darum schien es aber nicht wirklich zu gehen. Bei der sich entspinnenden Diskussion wurde spürbar, wie sehr das Burg- und Weinfest von Einzelinteressen geprägt ist.  Stefan Pflüger wurde unterstellt, lediglich den Umsatz des Schellack während des Weinfestes ankurbeln zu wollen. OK, ich kann Vorteile für das Schellack erkennen. Andererseits hat Stefan Pflüger aber in eigener Initiative Anbieter für die Möbel recherchiert, so dass wohl alles zum Anmieten bereit wäre.

Gleichzeitig wollte Mathias Peter buchstäblich keinen Zentimeter von seiner Position abweichen: Er wollte seinen Weinstand genau da, wo er immer war – mitsamt Zelt. In dem Arreal zwischen Kirche und Kapelle sah er keine Alternative – selbst  wenn vielleicht ein Caterer in die Kapelle kommen sollte. OK, da gab es auch ein praktisches Argument (Anlieferung per Auto unmöglich), aber mir schien es hier vor allem ums Prinzip zu gehen.

Bezeichnend fand ich die Äußerung, das Weingut Peter sehe keinen Bedarf für Veränderungen, weil das Geschäft am Weinfest nicht nur gut, sondern in den vergangenen Jahren immer besser laufe. So erfreulich ich das finde – es sollte nicht den Blick dafür verstellen, dass es mit dem Weinfest insgesamt bergab gegangen ist. Letztlich steht Einzelinteresse gegen Gemeinwohl.

Im Ringen um einen Kompromiss wurde um Zentimeter gefeilscht. Vielleicht ließe sich Stefan Pflügers Konzept ja doch verwirklichen, wenn ein Stand ganz eng an die Kirche („vor die hässlich‘ Wand“ – evt. ein schöner neuer Location-Name) und einer statt der Creperie Michel auf den Behindertenparkplatz gestellt wird.

Die Entscheidung sollte bei einem Ortstermin fallen, der für Montag dieser Woche geplant war. Von den weiteren Entwicklungen habe ich nichts gehört – u. a. weil ich den größten Teil der vergangenen Woche in Berlin war (dazu bei Gelegenheit mehr – es hat sich gelohnt).

Und was wurde aus den vielen tollen Ideen, die bei der ersten Sitzung oder in unserer Community entstanden sind? Fast nichts. Der Radladen Bella Bici wird an einem der Wochenenden eine Tour mit Ziel Weinfest anbieten, und wir werden mit einigen Waldameisen-Eltern – wenn der Versicherungsschutz geklärt ist – auf der Bühne ein bis zwei Vorlesestunden für kleine Kinder bestreiten. Der ganze Rest – lebendige Burgstraße, Gaukler, Marching Bands, Gaudi-Schachturnier, Twitterwand, Grillstand, Wieder-Aufleben anderer Schubkarch-Gruppen – ist im Sande verlaufen.

Ein Kommentator, der leider nicht zur Namensnennung bereit ist, führte das auf eine Überschätzung von Web 2.0 zurück. Tatsächlich kommt das, was ich mir als Weinfest 2.0 erträumt habe, nicht zu Stande. Überschätzt habe ich dabei tatsächlich etwas – aber nicht die Mechanismen des Web 2.0. Communities, Blogs und andere soziale Medien sind keine Zauberei. Sie machen Vorhandenes sichtbar und erleichtern Wissensaustausch, Ideenentwicklung und Zusammenarbeit – wenn dies jeweils gewollt ist. Tun muss man es  immer noch selbst.

Was ich überschätzt habe ist die Bereitschaft der Wachenheimer, beim Weinfest selbst zum „Produser“ zu werden – also nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv beizutragen.  Ich war erstaunt, wie viel Unmut,  Pessimismus, Frust und Gleichgültigkeit Achim und mir bei unseren Gesprächen entgegen schlug. So konnten wir nur schwer oder gar nicht Mitstreiter für Weinstände, Vorlesestunden oder Schachturniere (da nehme ich Herrn Hüttner ausdrücklich aus – der wollte mitmachen, musste aber natürlich die Eltern seiner Schachkinder fragen)  finden.

Zusammenfassend scheint es mir folgende Einstellungen zum Wachenheimer Burg- und Weinfest zu geben:

  • Die besonders großen und renommierten Weingüter ignorieren es – weil sie es nicht brauchen und ihnen die weitere Entwicklung des Weinfestes nicht wichtig genug ist.
  • Die überregional weniger bekannten Weingütern nutzen das Weinfest als wichtigen Teil ihres Jahresgeschäfts. Dafür beteiligen sie sich mit eigenen Ständen – sind aber nicht zu Kompromissen bereit.
  • Einzelne engagierte Familien (Geibel, Tempel) tragen mit persönlichem Aufwand attraktive Highlights bei.
  • Die Pfadfinder engagieren sich nach dem Motto „Jedes Jahr eine tagelange gute Tat“ – Chapeau!
  • Alle anderen Vereine sehen keinen Grund, sich zu engagieren – anders als z. B. beim Kräutermarkt, der aber auch nur an einem Tag ist und daher weniger Aufwand erfordert.
  • Die übrigen Wachenheimer Bürger engagieren sich nicht, konsumieren – und äußern sich nachher wahrscheinlich wieder enttäuscht über die nachlassend Qualität des Weinfestes.

Ich werde einfach jedem, der sich dieses Jahr über das Weinfest beschwert, mit einer Einladung zur Community drohen. Vielleicht können wir ja im nächsten Jahr einen Anlauf zum Weinfest 2.0 unternehmen. Noch mal ganz klar: das Wesentliche dafür ist nicht, dass wir eine neuartige technische Plattform nutzen. Sondern dass alle Mitstreiter hinter einem gemeinsam und transparent erarbeiteten Konzept stehen, das dann konsequent umgesetzt wird. Dazu würde z. B. gehören, dass die Bands gemeinsam ausgesucht werden – auch wenn nicht alle dafür zahlen (da die Stadt die Bühne stellt, zahlen wir ja zumindest die Infrastruktur mit).

Jetzt bin ich zuerst mal gespannt auf dieses Jahr – vielleicht wird es ja wenigstens ein Weinfest 1.1!

Auf Franks letzten Beitrag „Was fehlt in Wachenheim“ habe ich eine komplett unsatirische Antwort: eine Renaissance unseres früher pfalzberühmten Burg- und Weinfestes. Diejenigen, die zum Wieder-Aufleben beitragen wollen, hatte Bürgermeister Torsten Bechtel per Amtsblatt zu einer Arbeitssitzung eingeladen. Rund 20 Wachenheimer kamen am Dienstagabend in den Ratssaal.

Die Ergebnisse der sehr konstruktiven Diskussion geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Es kamen mehrere interessante Ansätze zusammen, die jetzt ausgearbeitet und möglichst schnell zur Entscheidungsreife gebracht werden müssen. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern und weiter transparent zu halten, haben wir eine Online-Community gegründet. Unter www.burgundweinfest.mixxt.de sind alle Teilnehmer der gestrigen Runde, aber auch weitere Interessierte eingeladen, aktiv an der Renaissance unseres Weinfestes mitzuwirken.

Die Community könnte sehr spannend werden – gestern war nämlich eine ganze Menge Weinfest-Erfahrung  an den Tischen versammelt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit – leider kenne ich auch nicht alle Namen):

  • Drei Mitglieder des vom Stadtrat eingesetzten Festausschusses: Rüdiger Goebel (CDU & ex-TC Sektmobil), Stefan Pflüger (Wachenheimer Liste & Cafe Schellack), Annette Weber (FWG & Schloss Wachenheim). Weitere Mitglieder fehlten – zum größten Teil, weil zeitgleich die Jungweinprobe der Wachenheimer Winzer stattfand.
  • Vertreter der Wachenheimer Weingüter Manz, Peter und Stapf – sowie von der Pferdemetzgerei Bergold
  • Als Repräsentant der Jungwinzer – und der Jugend insgesamt – Patrick Räch
  • Wolfgang Tempel (Dalberger Hof) und die Familie Deibel (die 2010 mit toller Küche in der Waldstraße begeisterte)
  • Wolf-Rüdiger Bias (Kulturverein) Isabel Lübke (Wachenheimer Sternstunden) und ein mir (noch) nicht bekannter Vertreter des Männergesangvereins
  • Walter Disteldorf und einige andere Weinfest-Fans, deren Namen ich leider nicht kenne
  • Zwei Marktbeschicker von außerhalb, die gerne beim Weinfest mitmachen möchten
  • Anne Euler von der Tourist-Information

Und so lief der Abend ab: Wir haben zweieinhalb Stunden diskutiert, Ideen in den Ring geworfen, Standpunkte bezogen, Vorschläge entwickelt und einige wieder verworfen. Dabei wurde deutlich, dass die Menschen in der Runde ganz unterschiedliche Vorstellungen und Prioritäten vertreten. Trotzdem war unser Austausch sehr konstruktiv und respektvoll. Das hat Spaß gemacht und ist nicht unbedingt typisch für die üblichen Runden im Ratssaal.

Ein fertig durchdachtes Konzept haben wir an dem Abend nicht verabschiedet (könnten wir auch gar nicht – das ist Aufgabe des Stadtrats, nach Vorschlag des Festausschusses). Auf einige Eckpunkte haben wir uns aber geeignet. Ich liste sie so auf, wie ich sie verstanden habe (wer dabei war und etwas ergänzen oder korrigieren möchte, bitte kommentieren):

  • Hauptziel des Weinfestes ist, in Flanier-Entfernung viele reizvolle Stellen zum Einkehren, aktiv werden und miteinander unterhalten zu bieten.
  • Dazu sollen noch mehr Höfe geöffnet werden. Zwei Zusagen haben wir schon: Das Weingut Zimmermann ist wieder dabei (zumindest für ein Wochenende), auch das Weingut Peter öffnet seinen Hof. Weitere Hof-Eigentümer sollen ermutigt werden.
  • Das beliebte Angebot auf der Burg soll so bleiben. Nur die Musik darf gerne etwas weniger laut sein – so dass man sich noch gut unterhalten kann.
  • Musik ist generell ein kniffliges Thema. Grundsätzlich soll die Wahl den Hofbetreibern freigestellt sein – Absprachen sind empfohlen. Als Alternative schlug Michaela Peter „Marching Bands“ vor, die sich von Ort zu Ort bewegen (wie z. B. 2010 bei den Sommerlichen Begegnungen). Zustimmung in der Runde, doch Anne Euler merkte an, dass genau diese Idee vor einigen Jahren an der Weigerung der Weinfest-Beteiligten gescheitert war, sich an den Kosten zu beteiligen. Einen Versuch ist es trotzdem wert, finde ich. Vielleicht werden wir ja  auf dieser Liste fündig (einfach auf den link klicken).
  • Zur Aufwertung des Weinfestes soll es Angebote unter dem Motto „Wein und Kultur“ geben. Der Kulturverein plant ein Konzert beim Weingut J. L. Wolff. Weitere Events, z. B. Theater oder Kabarett sollen hinzukommen. Hier sind Wachenheimer Initiativen und Vereine aufgefordert, weitere Ideen beizusteuern. Dabei ist es völlig OK, nur für einen Tag etwas anzubieten. Kooperationen, zum Beispiel Hofbesitzer mit Verein, sind absolut erwünscht.
  • Der zweite, oft sehr ruhige Weinfest-Sonntag soll durch eine besondere Aktion belebt werden. Herr Bergold schlug vor, die Burgstraße an diesem Tag in einen „Wurstmarkt“ im eigentlichen Sinn zu verwandeln – mit einer Reihe von Verkaufsständen, die Wurstwaren aus verschiedenen Ländern anbieten.
  • Für den Marktplatz schlägt Stefan Pflüger eine neue, ansprechendere Aufteilung vor: auf dem eigentlichen Platz sollen Holz-Tische und -Stühle und Schirme eine offene Atmosphäre schaffen, die Stände sollen an den Rand (Bischofsgarten und Weinstraße) verlagert werden. Hier gibt es aber noch viele Fragezeichen – von der Finanzierung bis zur Frage, wie die benötigten Stände auf der Weinstraße Platz finden sollen, ohne dass man diese für 2 Wochen komplett sperren müsste (was der Landesbetrieb Mobilität nicht mitmachen würde).
  • Angebote für kleinere Kinder sollen ausgebaut werden. Gewünscht sind Aktivitäten – zum  Beispiel Kinderschminken oder ein Spielmobil. Auch hier sollen die Vereine angesprochen werden, ob sie sich an einem Tag beteiligen könnten. Willkommen sind auch Ideen für Ältere – zum Beispiel Gartenschach (gerade fällt mir die erfolgreiche Schach-AG der Grundschule ein) oder Boule (da gibt es doch auch einen Verein, oder?). Räumlich sollen diese Angebote mit Einkehrmöglichkeiten verbunden werden – was gegen den Standort „Hinner der Kerch“ spricht.
  • Besonders lange haben wir über ein sinnvolles Angebot für die Jugend diskutiert. Konsens gab es darüber, dass  „Remmidemmi“ und Vandalismus keinen Platz auf dem Weinfest haben sollen. Ausgrenzen möchte man die jungen Leute aber nicht – was gegen ein Event am Ballonfahrerplatz spricht. So kam der – letztes Jahr eigentlich schon zu Grabe getragene – Standort am Rathausplatz wieder ins Gespräch. Was diesmal anders sein soll als beim erfolglosen Versuch 2009: Mehr Schubkärcherstände (mindestens 4), attraktivere kulinarische Angebote und eine Band, die das Publikum zieht. Spannend wird sein, ob das im Rahmen des Budgets umgesetzt werden kann. Interessenten für Schubkärcherstände gibt es schon , z. B. die Jungwinzer und den Männergesangsverein.  Sie sollen die Ideen weiter ausarbeiten.

Am Ende der Sitzung habe ich die Online-Community vorgestellt, die ich am Vorabend zusammengebastelt hatte. Solche Communities sind ein wichtiger Bestandteil des Web 2.0, also des Mitmach-Internets. Hier kann man Mitglied werden, Vorschläge im Forum diskutieren und  zur Entscheidungsreife ausarbeiten, Neuigkeiten per Blog verkünden, Dateien hochladen, etc. Auch Abstimmungen sind möglich – wenn zum Beispiel mehrere Bands für den Rathausplatz zur Wahl stehen.

Dabei sehen alle immer den aktuellen Stand unseres gemeinsamen Renaissance-Projekts. Das schafft Transparenz und hilft den Akteuren, zu einem Netzwerk zusammenzuwachsen und das gemeinsame Ziel zu erreichen. Ich sehe die Chance, dass sich hier wieder meine kleine Wachenheimer Erfolgsformel bewahrheitet:

Großzügigkeit ist hier nicht im finanziellen Sinn gemeint. Die Community-Mitglieder sollen etwas von ihrer Zeit investieren, um die gemeinsame Sache voran zu bringen. Mit der Online-Community ist es effizienter als z. B. per e-Mail – aber von ganz allein geht es nicht!

Also, wer ein wenig Zeit, Hirnschmalz und Herzblut in die Renaissance unseres Burg- und Weinfestes investieren kann: einfach auf diesen Link klicken (http://burgundweinfest.mixxt.de) und dann rechts auf “ Jetzt Mitglied werden“ klicken. Ich muss die Mitgliedschaft dann noch freischalten, das kann bis zu einem Tag dauern (ich habe ja noch eine kleine Nebenbeschäftigung 🙂 ).

Jetzt freue ich mich sehr auf die gemeinsame Arbeit in der Community.  Im Wachtenblog werde ich ab und an berichten, wie es mit der Renaissance unseres Weinfestes weitergeht. So können uns auch die künftigen Besucher bei der Vorbereitung über die Schulter schauen und vielleicht auch Anregungen geben – eben  Weinfest 2.0.

Seit ich wieder regelmäßig Sport treibe, kann ich mir den Luxus erlauben und wieder öfters essen gehen. Zudem bin ich als alleinerziehender selbstständiger Vater und angehender Patchworker chronisch faul und überlastet, zumindest was das Kochen und die Hausarbeit angeht.

So habe ich vor ein paar Monaten mit Freude vernommen, daß in meiner unmittelbaren Nachbarschaft die alteingesessene Gaststätte wieder eröffnet wird. Die Weinstube Gleber. Allerdings nicht von meinem alten Nachbarn selbst, sondern von Herrn Kalb, der bisher in irgendwo in der Nähe ein Restaurant betrieben haben soll. Nichts ist vergänglicher als Ruhm, besonders der gastronomische, deshalb habe ich auch nicht recherchiert, sondern habe einen Feldversuch gestartet. Zuerst am Mittwoch, dem Tag der Eröffnung, leider war da der Gastraum bis auf den letzten Platz gefüllt, was dann zu meinem Artikel über das Kapellchen führte.

Heute am frühen Abend hatten wir mehr Glück und so konnten wir mit unseren Kinder einen Platz finden, immerhin sieben Leute insgesamt.

Begrüsst wurden die Kinder mit einem Maracuja-Saft und die Erwachsenen mit einem Sekt-Maracuja. Sehr nett, sehr aufmerksam. Nach der Bestellung aus der umfangreichen Karte, kam noch ein Gruß der Küche, ein Zuckerschotensüppchen mit Sahne. Klein, aber fein.

Die sehr aufmerksame Kellnerin brachte nach angemessener Zeit die Hauptspeisen. Pfälzer Teller, Salatteller mit Putenbruststreifen, mehrfach Schnitzel mit PoSa, Bratwurst mit Pommes und, die Dreggische Grumbeere, also die bekannten Bratkartoffeln mit warmer Blut- und Leberwurst.

Die Portionen waren großzügig bemessen, die Salate, auch die Beilagensalate frisch und knackig, bei dem großen mit Putenbrust, war eine Sauce Bernaise dabei und es war ein wirklich großer und gefüllter Teller. Lecker.

Der Pfälzer Teller, gut die Bratwurst war ein bisschen blass und muskatlastig, aber im Großen und Ganzen ebenfalls eine leckere Angelegenheit. Die Schnitzel waren mager und zart, die Pommes ok.

Das Oberleckerli waren allerdings die Bratkartoffeln meiner Herzensdame, da war richtig Wurst drin und die Portion war so reichlich, daß ich den Rest, der nicht gepackt wurde, noch wegdrücken durfte. Zum Glück gibt es den Fitnesscenter…

Da ich einen Mordsdurst nach dem Training und der Sauna hatte, ließ ich die Weinkarte links liegen und trank eine Schorle, somit keine Meinung dazu. Insgesamt waren 7 Leute, die sich lecker satt gegessen hatten und gemütlich saßen, mit einem angemessenen bis sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis,  sehr zufrieden.

Fazit. Eine sehr leckere Weinstube mit einem Hauch Restaurant. Und bei den Preisen und Portionen wird in Zukunft, wenn die Qualität so bleiben wird, die eigene Küche ab und an Mal entlastet werden. Zudem man im Sommer schön draußen sitzen kann.

Allerdings hoffe ich als Anwohner, dass es Herr Kalb, der Wirt versteht, seine Gäste darauf zu sensibilisieren, dass er in einem reinen Wohngebiet mit sehr vielen schulpflichtigen Kindern aktiv ist. Wenn das abends klappt, haben wir als Anwohner ein Stück Qualität hinzugewonnen.

Kommentar Oktober 2013:

Eine Richtigstellung:

Der Artikel, der sich im Jahr 2011 auf das ‚Kapellchen‘ bezieht, hat KEINEN Bezug zu dem ‚Kapellchen‘, das seit ca. einem Jahr betrieben wird. Durch die Tücken des Netzes, das nichts vergisst, bzw. auch ab und an aktualisiert werden muss, ist dies auf dem Wachtenblog nicht dargestellt worden.

Das heutige ‚Kapellchen‘ wird hochprofessionell und auf einem hohen kulinarischen Niveau vom Ehepaar Frien betrieben.

Die Umstände, die zu der damals negativen Kritik führten, sind seit dem Betreiberwechsel nicht mehr gegeben. Im Gegenteil, das ‚Kapellchen‘ ist ein fester Bestandteil der Wachenheimer Kulinaria geworden, zu dem ich sehr gerne und oft essen gehe.

 

Als Mensch, der schon länger in Wachenheim lebt, hat es mich sehr gefreut, dass das Kapellchen aus dem Dornröschenschlaf, der einige Jahre anhielt, aufgeweckt wurde. Zudem ich in das alte Kapellchen ausgesprochen gerne essen ging. Die Eigentümer waren zwar wirklich eigen, aber die Küche war sehr lecker und mal was anderes für den Wachenheimer Einheitsbrei.

Gestern haben wir uns also zwei unserer Kinder geschnappt und haben unseren Antrittsbesuch bei den neuen Betreibern geleistet.

Das Ambiente ist sehr schön, rustikal, freundlich.

Das Erste, was mir negativ auffiel, war, dass mir ein nicht angeleinter Hund entgegenkam, so ein kleiner goldiger, aber es war trotzdem ein nicht angeleinter Hund in einem Restaurant. Da ich prinzipiell etwas gegen Tiere in einem Lokal habe, war ich doppelt irritiert, da der Hund den Betreibern gehört. Zusätzlich waren dann noch drei weitere Gasthunde zugegen, das war ein bisschen viel Getier.

Die Wirtin ist ausgesprochen freundlich und aufmerksam, das Essen wird direkt vom Koch an den Tisch gebracht, alles nett und aufmerksam.

Die Weinkarte besteht zu 99% aus Weinen der Wachenheimer Winzergenossenschaft. Allerdings ist ein Wein enthalten, der es ausgesprochen verdient erwähnt zu werden. Meine Dame trank einen Dunkelfelder, im Holzfass ausgebaut aus Leinsweiler vom Weingut Schunk. Sehr lecker und außergewöhnlich.

Vorspeisen waren eine hausgemachte Kartoffelsuppe für meine Tochter und eine kleine Portion Sauerkraut für mich. Beides lecker und frisch, das Sauerkraut, so wie ich es gerne habe, sehr mild.

Die Hauptspeisen bestanden aus einem Querschnitt der Karte, weshalb mir diese globale Kritik leicht fällt. Bratkartoffeln mit Blutwurst, Leberwurst und Äpfeln, Putengeschnetzeltes mit Spätzle, drei Spiegeleier mit Bratkartoffeln und einem großen Salatteller. Insgesamt fehlte bei allem ein wenig die Würze, aber mit der Salz- und Pfeffermühle konnte das wettgemacht werden. Der Salat und die Bratkartoffeln mit Wurst waren von der Größe her sehr übersichtlich, der Salat zudem fantasielos. Das Geschnetzelte einwandfrei von Geschmack und Größe.

Was alle Gerichte auszeichnete war die Ansiedelung im oberen Preissegment für Pfälzer Küche, genau wie die anderen Gerichte auf der Karte, Rumpsteak, Flamkuchen, Bratwurst, Leberknödel, Saumagen…. Und das ist genau der Hauptkritikpunkt. Für eine Portion Bratkartoffeln mit ein bisschen Wurst 10 Euro zu verlangen, war für das Gebotene viel zu teuer. Insbesondere der Salatteller mit 7 Euro für ein Bisschen Grün mit Weißkraut und Rotkraut ist der Oberausreisser.

Meine Empfehlung: Hunde draussen lassen, auch den eigenen, Salz und Gewürze rauf, und entweder Portionen grösser oder mit dem Preis runter. Wird das getan, hat man in Wachenheim mit  dem neuen Kapellchen eine gemütliche Weinstube.

Leider kein Restaurant…