Seit zwei Jahren gibt es die Facebook-Gruppe „VG Wachenheim-Forum“, die Bürgern der VG Wachenheim die Möglichkeit bietet, alles mögliche über unsere VG zu posten. Ob Veranstaltungen, Hinweise, News, fast alles ist erlaubt und gewünscht. 

Die Gruppe hat mittlerweile 329 Mitglieder(!) und entwickelt sich langsam zu einer Plattform, die mehr und mehr von der Öffentlichkeit angenommen und auch bekannter wird!

Einfach vorbeischauen!

Man freut sich auf jede(n) einzelne(n) und die informativen Beiträge und Meinungen!

Ein Wagnis war es schon: Weil der Verein nicht mit den Pächtern der Wachenheimer Stadthalle einig wurde, verlegte der FC Bächel seine diesjährigen Veranstaltungen nach Gönnheim, in die Festhalle des TV Frohsinn. Die bange Frage vor Beginn der heutigen Kinderfastnacht: Würden auch die Wachenheimer Eltern mit Ihrem Nachwuchs den Weg in den übernächsten Ort finden?

Sie fanden ihn, und es hat sich gelohnt. Die Karnevalsabteilung des FC Bächel setzte ihr Motto „Kinder in den Vordergrund“ wieder mit einer sehr gelungenen Veranstaltung um. Die jungen Fastnachtsfans konnten sieben verschiedene Gruppen beim karnevalistischen Tanz erleben. Zwischendurch hatten die Prinzessinnen und Cowboys, Pipi Langstrumpfs und Polizisten viel Zeit, selbst zu Stimmungsmusik zu hopsen. Besonders laut wurde es immer, wenn Sitzungspräsidentin Petra Heberlein und andere Aktive mit Körben auf die Bühne traten und die „Helau“-Rufe der Gäste mit Bonbonregen belohnten.

Mir hat ja schon die erste Kinderfastnacht des FC Bächel sehr gut gefallen. Dieses Jahr bin ich noch ein Stück mehr beeindruckt von dem Engagement der Aktiven. Die Bühne hatten sie passend zum Wildwest-Motto der Session in einen Saloon verwandelt. Alle Garden – von den Minis bis zur Ü15 – zeigten tolle Auftritte. Besonders begeistert hat mich das junge Tanzpaar. Lewin (10) habe ich ja das erste Mal 2013 gesehen. Seit knapp einem Jahr tanzt er mit Melina (8), und ich habe echt gestaunt über die Harmonie und den Spaß, der bei ihrem Auftritt rüberkam. Mit der Begeisterung bin ich nicht allein: Sie sind amtierende Vize-Pfalz-Meister und haben sich die Qualifikation zu den Süddeutschen Meisterschaften in Stuttgart ertanzt. Dort starten sie am 20. Februar – ich werde ihnen die Daumen drücken.

Der Gönnheimer Turnverein „Frohsinn“ unterstützte die Bächel-Fastnacht nicht nur als Gastgeber – zum Beispiel durch sehr netten Service und faire Getränkepreise – sondern verstärkte auch das Männerballett der Wachenheimer. Als Cowboys und Salontänzerinnen rockten sie die Bühne. Die Zuschauer verlangten begeistern nach einem Encore – mussten jedoch verzichten.  „Die Zugabe ist nicht ganz jugendfrei“ erklärte Petra Heberlein. Sie wurde am Vorabend bei der Prunksitzung den Erwachsenen gezeigt.

Zum gr0ßen Finale kamen alle Beteiligten noch einmal auf die Bühne. Tänzer und Tänzerinnen, Trainerinnen, Confroncier und Präsidentin – da konnte man sehen, wie viele engagierte Menschen hinter so einem schönen Nachmittag stecken.

Chapeau, Danke und auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

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Heute Abend kam Hoffnung auf im Wachenheimer Verbandsgemeinderat: Um bei der Planung der Supermärkte in Wachenheim und Friedelsheim/Gönnheim endlich voran zu kommen, hatten sich die gegnerischen Fraktionen im Rat angenähert. Vorab hatte Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU) alle Gruppierungen zum interfraktionellen Gespräch geladen. Dort hatten die Fraktionsführer über einen Antrag beraten, mit dem endlich die lange diskutierten Zielabweichungsverfahren für die Supermarktstandorte in Wachenheim und Friedelsheim/Gönnheim angestoßen werden sollten. Es wurde um Worte gerungen, eine Aussage zugunsten eines Supermarkt im Wachenheimer Bischofsgarten wurde leicht abgeschwächt, dann war man sich einig. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

In der heutigen Sitzung des Verbandsgemeinderats lobten dann auch Redner aller Fraktionen Ergebnis und Atmosphäre des interfraktionellen Gesprächs. Allerdings brachten Vertreter von SPD und FWG neue Bedenken gegen den gemeinsam beratenen Antrag vor. Klaus Huter (SPD) hatte in seinen Unterlagen zur Supermarktdiskussion ein Schreiben von der Genehmigungsbehörde SGD Süd gefunden, in dem eine raumordnerische Prüfung angefordert wird. „Darüber haben wir noch gar nicht geredet“, so Huter. Arnold Nagel (FWG) forderte ein, dass zunächst die Einzelhandelskonzepte für die betroffenen Gemeinden, die seit einigen Jahren vorliegen, erst abschließend beraten und beschlossen würden, bevor über das Einleiten des Zielabweichungsverfahrens beschlossen werde.

Peter Fleischer als Fraktionsvorsitzender der FWG gab an, dass zwar ihm im interfraktionellen Gespräch detailierte Informationen gegeben worden, die Verwaltung die umfangreichen Unterlagen dann aber so spät an ihn geschickt habe, dass seine Fraktionskollegen sie zu kurz vor der Sitzung erhalten hätten. Gerade neu hinzugekommene Ratsmitglieder, die frühere Diskussionen nicht miterlebt hätten, wüssten so nicht genau, worüber sie abstimmen sollten.“Hier ist ein handwerklicher Fehler gemacht worden“, so Fleischer.

Die Kritik am späten Versenden der Unterlagen nahm Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel an. Allerdings sollten die allermeisten Inhalte bereits bekannt sein. „Das Einzelhandelsgutachten ist hier im Verbandsgemeinderat bereits dreimal in Anwesenheit des Planers beraten worden“, so Bechtel. Die Forderungen, vor dem Zielabweichungsverfahren zunächst eine raumordnerische Prüfung oder die Verabschiedung der Einzelhandelskonzepte zu setzen, widersprechen laut Bechtel den Ansagen,die die Verbandsgemeinde von der SGD Süd bekommen habe. „Die weitere Behandlung des Einzelhandelskonzepts wäre auszusetzen, bis das Zielabweichungsverfahren abgeschlossen ist und seine Ergebnisse in das Einzelhandelskonzept eingearbeitet werden können“, so zitierte Bechtel ein Schreiben der SGD Süd, das später datiert sei als das von Huter aufgefundene. „Die SGD hat sich sehr klar ausgedrückt“, so Bechtel. „Sie wird nicht aktiv werden, bevor nicht die Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinderat geschlossen auf sie zugehen.“

Marcus Scholz (CDU) wies darauf hin, dass man sich mit dem Anstoßen des Zielabweichungsverfahren noch nicht auf Standorte festlegen würde. Es gäbe dann viele Gelegenheiten, bei denen die Ratsmitglieder sich einbringen könnten. „Sie vergeben sich nichts, wenn Sie diesen ersten Schritt jetzt mitgehen und nicht weiter vertagen“, warb Scholz für eine Entscheidung.

Auffallend war, das anders als in früheren Debatten keine polemischen Angriffe geführt wurden. Auch die Ratsmitglieder, die im Konfliktfall zur scharfzüngigen Attacke neigen, hielten sich merklich im Zaum. Der Stil ist auf jeden Fall ein Fortschritt gegenüber bisherigen Debatten zum Thema Supermarkt.

Geholfen hat das alles heute leider nicht: Abgestimmt wurde zunächst über den Antrag, die Entscheidung zu vertagen. Er wurde angenommen – denkbar knapp mit 13 (SPD und FWG) zu 12 (CDU und FDP) Stimmen.

Das waren also zwei Schritte nach vorne (konstrutives interfraktionelles Gespräch im Vorfeld und sachliche Debatte) und zwei Schritte zurück (Suche nach Bedenken und Bestehen auf Vertagung). Beim Tanzen mag so eine Schrittfolge gut aussehen. Im politischen Ergebnis bedeutet das weiteren Stillstand bei der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Verbandsgemeinde.

Sehr schade.

Immerhin bemühten sich die Parteien um Schadensbegrenzung: „Da wir ja grundsätzlich im guten Einvernehmen waren, hoffe ich, dass wir zu einer Entscheidung kommen“, sagte Bechtel. Arnold Nagel bat, die nächste Sitzung möglichst bald anszusetzen. Vielleicht kann an dem Termin auch Bauamtsleiter Stefan Schneider teilnehmen. Er hat mit seiner ruhigen, kompetenten Art schon häufiger Klarheit in spitzfindige Verfahrensdiskussionen bringen können. Auf jeden Fall sollte es den Ratsmitgliedern bis zur nächsten Sitzung gelingen, die verschiedenen Schreiben und Aussagen der SGD in die korrekte zeitliche Reihenfolge zu bringen. Ob sie daraus auch dieselben Schlüsse ziehen? Wir werden es sehen.

Wappen_verb_wachenheim

Stadt Wachenheim 1739 ist erstmals die heutige Wappenform als Siegel belegt. Der das W haltende Löwe wurde 1748, nunmehr verselbständigt, wieder im sogenannten kleinen Siegel aufgegriffen.
Dieses sowie der viergeteilte Schild als großes Siegel überwogen in der Folgezeit, und die königliche Verleihung gab dem Wunsch Wachenheims statt, beide Wappen führen zu dürfen, allerdings bei dem großen Wappen unter Hinzufügung eines Schildhauptes, mit einem schwarzen Großbuchstaben W, zunächst in silbernem Feld.
Die Genehmigung der Wappen beruht auf König Ludwig I. von Bayern und wurde am 7. Oktober 1845 erteilt.

Die Wappenbeschreibung des Wappens Gönnheims lautet: „In Silber auf grünem Boden der heilige Martin in blauem Harnisch auf einem nach links schreitenden goldbezäumten und -behuftem Schimmel reitend, seinen roten Mantel durch ein silbernes Schwert mit einem am Boden sitzenden Bettler mit goldenem Lendenschurz teilend“.
Am 15. Mai 1845 genehmigte König Ludwig I. von Bayern offiziell das Wappen.

Die Wappenbeschreibung Friedelsheims lautet: „Eine vor blauem Hintergrund abgebildete silberne Burg mit offenem Tor und drei Türmen mit spitzen roten Dächern, gekrönt von je einer goldenen Wetterfahne“.

Das Wappen von Ellerstadt wurde am 10. August 1925 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern in München genehmigt. Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber auf grünem Grund ein bewurzelter grüner Eller- oder Erlenbaum mit stilisierten Blättern, dessen Stamm von zwei Wappenschilden beseitet wird, die an zwei historische Geschlechter der Ortsherrschaft erinnern. Der rechte Schild ist von Blau, Silber und Rot geteilt (Herren von Flersheim), der linke zeigt in Silber einen roten Balken, begleitet oben von zwei, unten von einer roten Kugel.

Auf dem Rückweg von der Kreisverwaltung war ich nochmal in der Stadthalle, und da habe ich eine andere Zahl zu Torsten Bechtels Ergebnis gehört. Offensichtlich war das, was mir Udo Kittelberger gesagt hatte, nicht völlig korrekt – oder ich habe ihn einfach falsch verstanden. 

Hier jetzt das offizielle Ergebnis von der Landes-Webseite:

Torsten Bechtel holt 67,57 % und fährt damit das zweitdeutlichste Ergebnis in der Verbandsgemeinde ein. Er erzielt auch noch ein leichtes Plus gegenüber dem Stichwahl-Ergebnis von 2009, damals erzielte er 65,4 %.

Peter Fleischer (FWG) erzielt in Friedelsheim beeindruckende 83,54 %. Ich habe allerdings nicht im Kopf, ob er einen Gegenkandidaten hatte. 2009 gab es in Friedeslheim nur einen Kandidat (Hafner), und der holte ein ähnliches Ergebnis.

In den beiden anderen Orten der Verbandsgemeinde fiel das Wahlergebnis sehr knapp aus:

In Ellerstadt wurde Helmut Rentz (SPD) mit 54,45 % wiedergewählt. 

In Gönnheim wurde der SPD-Bürgermeister Robert Blaul abgewählt, hier siegte Wolfram Meinhardt (FWG) mit 52,01 %.

 

Mittlerweile hat unsere Verbandsgemeinde drei bezaubernde Weinhoheiten.

Laura 1. Gönnheim/Friedelsheim,
Isabelle 1. Ellerstadt
Luisa 1. Wachenheim.

Auf der Titelseite des aktuellen Amtsblattes wird die Einführung der neuen Weinprinzessin Gönnheim/Friedelsheim Luisa 1. würdig angekündigt. Man braucht das Amtsblatt nur irgendwo liegen zu sehen, lächelt einem die bezaubernde junge Frau entgegen und man ist über das Ereignis informiert.

In Erinnerung hat man noch die Ausgabe 7/2014 des Amtsblattes und auch hier wird die Inthronisierung der Weinprinzessin Isabelle 1. in Ellerstadt, direkt auf der Titel und in Farbe, würdig angekündigt.

Spontan fällt einem unsere amtierende Wachenheimer Weinprinzessin Luisa 1. ein, ist sie doch gerade mal zwei Wochen im Amt. Als nicht gut informierter Wachenheimer wäre das Ereignis kaum aufgefallen, recherchiert man die letzten Ausgaben des Amtsblattes, findet man dann doch etwas. Man muss die Ausgabe 17/2014 (25.04.2014) allerdings schon sehr aufmerksam lesen um die Einladung zur Amtseinführung zu finden. Auf Seite 14 unter den „amtlichen Mitteilungen“ findet sich eine kleine 9-zeilige/einspaltige „Randnotiz“ – gez. Bgm Bechtel. Die Amtseinführung war übrigens am gleichen Abend (25.04.2014).

Den Bericht über das Ereignis der Amtseinführung erschien dann in der Ausgabe 18/2014 auf Seite 13, ebenfalls unter den „amtlichen Mitteilungen“ der Stadt Wachenheim. Der Eindruck einer „notwendigen“ Randnotiz drängt sich hier ebenfalls auf, auch wenn ein kleines Schwarz-Weiß-Bildchen zu sehen ist, der Artikel etwas besser auffällt. Ebenfalls gez. Bgm Bechtel.

Diese Geschichte macht etwas nachdenklich. Man weiß, dass die jeweiligen Bürgermeister der Gemeinden für die Veröffentlichungen verantwortlich sind und, dass der Bürgermeister der Verbandsgemeinde U. Kittelberger für das Amtsblatt verantwortlich zeichnet.

Nun stellen sich zwangsläufig ein paar Fragen:

Ist das niemand so recht aufgefallen?
Welches Interesse, oder eben keines, steckt dahinter?
Ist das nur zufällig so passiert?

Da unser Stadt-Bürgermeister für die Stadt Wachenheim im Amtsblatt verantwortlich zeichnet, muss man auch hier hinterfragen:

Will Wachenheim nicht?

Kann Wachenheim nicht?

Oder darf Wachenheim nicht?

Zumindest die Titelseite der Ausgabe 17/2014 (Werbung Burg- und Weinfest) hatte noch keine wirkliche Priorität.

Nachdenkliche Grüße ins Wochenende.

Dies ist ein Gastbeitrag unseres Lesers Herrn Holle!

Etwa drei Jahre lang wurde in Wachenheim um eine Supermarkt-Ansiedlung am Pfortenstück gestritten. Dabei stand die Mehrheit des Stadtrats gegen die Mehrheit der Wachenheimer Bürger. Die Quittung kam zunächst bei der Bürgermeisterwahl, dann von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd.

In der vergangenen Stadtratssitzung wurde nun das beschlossen, was schon vor Jahren sinnvoll gewesen wäre: Ein Arbeitskreis soll verschiedene Möglichkeiten für die Ansiedlung eines zweiten Supermarkts (hoffentlich!) objektiv prüfen. Mag sein, dass Wachenheim jetzt nicht mehr alle Zeit der Welt hat. Die Rheinpfalz schrieb heute, dass ein Makler sich beim Gönnheimer Bürgermeister Robert Blaul nach einem Grundstück zwischen Gönnheim und Friedelsheim erkundigt hat – und zwar zur Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes.

Nun haben wir den aktuell gültigen Flächennutzungsplan so verstanden, dass sich zusätzlich zum bestehenden Rewe ein weiterer Supermarkt mit gut 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche ansiedeln darf. Was uns nicht klar ist: Gilt diese Aussage eigentlich für die Stadt oder für die Verbandsgemeinde Wachenheim? Trifft die zweite Möglichkeit zu, so könnte sich für Wachenheim das jahrelange Beharren auf dem Standort Pfortenstück rächen.

Laut Rheinpfalz würde ein Supermarkt einen lang gehegten Wunsch Gönnheims erfüllen. Als erster Schritt soll nun ein Einzelhandels-Gutachten für die gesamte Verbandsgemeinde in Auftrag gegeben werden. Das klingt spannend, auch für Wachenheim.