In Wachenheim gibt es einige neuralgische Stellen, bei denen eine angemessene Geschwindigkeit im Strassenverkehr wichtig ist, wichtiger als bei anderen, da es in Wachenheim auch selbstregulative Stellen an Strassen gibt, wie z.B. geparkte Autos, Poller, Geländer die in die Strasse ragen etc.. Dies ist zum Teil hervorragend gelöst, wie meines Erachtens in der Raiffeisenstraße, direkt an der Schule.

Allerdings gibt es auch ein paar Stellen, an denen der Zahn der Zeit, bzw. der Abrieb des Durchgangsverkehrs nagen, und bei denen, in gefühlt kürzester Zeit, extra auf der Fahrbahn angebrachte Markierungsstreifen und Hinweise einfach durch die Menge des auftretenden Verkehrs abgefahren werden. Leider sind es genau die Stellen, an denen es bei erhöhter Geschwindigkeit richtig gefährlich werden kann. Die Friedelsheimer Strasse mit dem kreuzenden Schulweg zahlreicher Grundschüler aus dem Wohnpark und dem Wohngebiet Auf der Höh, die Ortseinfahrt von der Forst her und die Bahnhofstraße, wo ebenfalls ein reger Schüler-und am Wochenende Wanderverkehr vor sich geht.

Bei der Ortseinfahrt Süd, d.h. Weinstrasse und in der Friedelsheimer Strasse, ist die Lage nicht ganz so einfach wie in anderen Strassen unseres schönen Städtchens, da sie im Eigentum des Landes und damit unter Landesverwaltung stehen. In anderen Strassen, wie z.B. der Bahnhofstrasse oder des Römerwegs ist die Lage eine Andere, die gehören unter die Ägide der Stadt!

Ich freue mich auf einen frühen und warmen Frühling und habe die Hoffnung, die Mitarbeiter unserer entsprechenden städtischen Abteilungen, mit Pinseln und Eimern bewaffnet, durch den Ort ziehen zu sehen und die nichtmehr oder nur noch rudimentär vorhandenen Markierungen zu erneuern. Und ich hoffe, daß die entsprechende Landesbehörde aktiviert wird, um die Markierungen auf der Weinstraße zu erneuern oder Wachenheim grünes Licht gibt, das selbst zu erledigen!

Zur Verdeutlichung kommen hier noch ein paar exemplarische Beispiele der genannten Strassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Beim Skaterplatz, der in Wachenheim seit Jahren im planerischen Stillstand verharrt, scheint es endlich Bewegung zu geben. Bürgermeister Torsten Bechtel lädt im aktuellen Amtsblatt alle interessierten Skater ein, das Thema im Rahmen der Spielleitplanung anzusprechen. Da die Zielgruppen von Amtsblatt und Skaterplatz nicht unbedingt deckungsgleich sind, hier der Hinweis:

Das Treffen mit Herrn Theodor vom Beratungsbüro Kobra ist am Mittwoch, 15. Mai, um 17:30 Uhr im Rathaus.

Vor drei Jahren gab es schon einmal eine Befragung der Skater, die aber zu keinem greifbaren Ergebnis führte, wie bei Pipere, dem „kleinen Bruder“ des Wachtenblogs, nachzulesen ist. Diesmal sollten aber den Worten auch Taten folgen. Schließlich wurde in der Spielleitplanung bereits im März der Skaterplatz als kurzfristig umsetzbare Maßnahme eingestuft.

Mit Hilfe der Spielleitplaner kann es vielleicht wirklich gelingen, das größte Hindernis auf dem Weg zum Skaterplatz aus dem Weg zu räumen – nämlich einen Standort zu finden, der den Wünschen der Jugendlichen entspricht, ohne den Widerstand von Anwohnern hervorzurufen. Das ist wahrscheinlich ein Beweis dafür, dass ich eine unerschütterliche Optimistin bin – ich glaube wirklich, dass mit Hilfe neutraler Planungsexperten in Wachenheim ein Standort zu finden ist für eine Aktivität, die vielen etwas bringt, wenige aber belasten könnte.

Damit es bei dem Thema wirklich vorangeht, wäre es sicher hilfreich, wenn möglichst viele Skater zu dem Gespräch am Mittwoch kämen. Noch schlauer wäre es vielleicht, die Anwohner von potenziellen Standorten gleich mit einzuladen. So könnte – wieder optimistisch gedacht – statt möglicherweise verhärteter Fronten gleich ein gemeinsames Verständnis entstehen.

Hier geht es nicht um die miteinander verheirateten Wachtenblogger, sondern ich möchte Sie kurz mal geistig  in die Hauptstadt enführen. So sehr ich in die Pfalz liebe – diese Woche wäre ich liebend gerne in Berlin. Dort findet gerade die re:publica statt, eine Veranstaltung, die sich vom Bloggertreffen zu einer Konferenz über die Wirkung des (Social) Web auf alle gesellschaftlichen Bereiche entwickelt hat. Gestern habe ich da schon einen Vortrag meines Netz-Philosophie-Helden Gunter Dueck verpasst. Dessen re:publica-Premiere zum Thema „Internet als Gesellschafts-Betriebssystem“ habe ich 2011 in Berlin erlebt, die Denkanstöße wirken bis heute nach (das Video ist nach wie vor online).

Eine zentrale Frage, die Dueck 2011 und auch gestern wieder aufgeworfen hat, lautet: „Wie schaffen wir es, dass die Schule unsere Kinder endlich auf die digitale Welt vorbereitet und nicht nur das eintrichtert, was vor 20 Jahren wichtig war?“ Dabei geht es nicht darum, dass die Jugend vor den Gefahren von falschen facebook-Freunden oder Online-Spielsucht gewarnt werden. Die Forderung ist, dass nicht mehr vor allem reproduzierbares Fakten-Wissen vermittelt wird (das sich immer einfacher im Netz nachsehen lässt), sondern dass Recherchieren, Bewerten, Zusammenhänge Erkennen, kritisch Hinterfragen etc. erlernt und gelebt werden.

Heute gab es auf der re:publica noch eine anderen, sehr beeindruckenden Auftritt. der das Thema noch deutlich weiter vorangetrieben hat. Tanja und Johnny Haeusler betraten die Bühne. Sie sind dem Publikum sehr gut bekannt als Blog-Pioniere (ihr 2002 gegründeter Blog „Spreeblick“ zählt zu den einflussreichsten Weblogs in Deutschland) und re.publica-Mitgründer. Angekündigt war, dass das bloggende Ehepaar einen Vortrag über sein Buch „Netzgemüse“ hält. Das Buch kenne ich nicht, aber nach den amazon-Rezensionen scheint es eine sehr lesenswerte, weil angstfreie Einführung für Eltern in die digitale Welt ihrer Kinder zu sein (habe es gerade auf meinen Wunschzettel gesetzt).

Den fertig ausgearbeiteten Vortrag haben die Haeuslers heute früh in die Tonne getreten und stattdessen einen Rant (Web-Slang, englisch für Schimpftirade) von der Bühne losgelassen. Am Anfang mäandern die beiden kurz zwischen kontroversen Themen hin und her (Pränataldiagnostik, Ritalin), aber dann entwickelt der Rant eine Kraft, die nicht nur mir eine Gänsehaut über den Rücken gejagt hat. Hier einige Ausschnitte (Urheberrechte liegen bei Tanja und Johnny Haeusler, die ich hier gemäß ihrer Creative Commons Lizenz und mit großem Respekt zitiere):

Dieser Staat ist wie sein Fernsehprogramm:
Von Alten für Alte gemacht.
Mit erhöhten Bildungsausgaben gewinnt man keine Wahl,
wenn die Wähler seit 50 Jahren
keine Schule mehr von Innen gesehen haben,
und die Stimmen derer, die drin sitzen, nicht zählen.

Das Bildungssystem von heute
basiert auf dem der industriellen Revolution:
Als man so viele Fakten wie möglich
in den kindlichen Kopf schüttete,
weil man nach dem Verlassen der Schule
kaum noch Zugang zu Wissen und Kultur hatte
und deshalb ein Leben lang von dem zehren musste,
was einem der Lehrer eingetrichtert hatte.
Doch wir leben im digitalen Zeitalter der digitalen Revolution.
Wissen ist ständig verfügbar.
Wir brauchen unsere Kinder nicht mit Fakten zuzustopfen,
sondern wir müssen sie lehren,
sich in gigantischen Wissensarchiven zurecht zu finden
und sich zu vernetzen,
damit sie selbst noch gefunden werden.

36 Wochenstunden geballte Faktenfütterung
in überfüllten Räumen,
20 Minuten Pause für Zerkochtes aus der Kelle.
Endlich zuhause: Hausaufgaben,
Am Wochenende: Lernen für Klausuren, üben für Referate.

Wir könnten viel Zeit sparen, würden wir das Bildungssystem von Heute
den Anforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen.

Doch der öffentliche Fokus liegt hartnäckig
auf den Gefahren des Kulturraums Internet
und vereitelt den optimistischen Blick
auf die Chancen die er eröffnet.
Statt Netzkultur als Bereicherung zu begrüßen,
leitet man kulturellen Verfall von ihm ab
und warnt vor Gefahren
besonders für die Kinder!

Solange Kinder und Jugendliche als Opfer neuer Medien dargestellt werden,
können wir sie nicht zu Helden der neuen Technologien machen.
Die sie sind.
Und die sie sein müssen.

Die Jugend in Deutschland ist so behütet
wie in kaum einem anderen Land.
Doch kaum eine andere Jugend ist so unglücklich
wie die in unserem Land.

Diese Jugend wünscht sich
Par-ti-zi-pa-tion.

Und sie hätte viel zu bieten,
würde die Öffentlichkeit erkennen:
Das, wofür sie brennen,
ist sinnvoll erspieltes Können.

Lasst sie!
Lasst sie
Die Keller der Alten entrümpeln auf Ebay,
die Website der Kirchengemeinde bauen,
die Geschichte ihres Dorfes im Netz archivieren,
Opas Erinnerung auf YouTube raushaun,
bittet um ihre Hilfe, wenn der Schulserver streikt
und der Lehrer die Präse am Smartboard vergeigt,
zeigt, dass wir sie brauchen
und ihr technisches Können.
Lasst sie teilhaben, teilnehmen.

Aber lasst sie in Ruh.

Lasst ihr die Freiheit,
selbst zu erkennen.

Dass Freiheit die Freiheit des Anderen meint.
Dass Freundschaft Zeit braucht, die Facebook stiehlt.
Dass Liebe nicht das ist, was man in Pornos zeigt.
Dass Games nur Spiele sind, wenn man sie spielt.

Lasst ihr die Freiheit im Netz.

Den kompletten, sehr beeindruckenden Rant können Sie hier lesen oder direkt im Video ansehen.

Gestern, am 24. Juli, wurde der etwas theoretisch daher kommende Begriff Spielleitplanung endlich mit Leben gefüllt. Gestern nämlich gab es eine erste Begehung der zu beplanenden Gemeinde. Zusammen mit Helga Berger vom Ingenieursbüro Stadt und Natur http://www.stadt-und-natur.de/ und Martin Theodor vom Beratungszentrum Kobra http://www.kobra-online.info/siteneu/ machten sich Bürgermeister Torsten Bechtel, Mitglieder des Arbeitskreises zur Spielleitplanung, interessierte Bürger und Kinder auf den Weg, um eine Bestandsaufnahme zu machen.

Besonders das Gebiet um Schulen und Schwimmbad wurde dabei begutachtet. Vor allem rund um die Schulen ruht hier einiges an ungenutztem oder bisher nicht nutzbarem Potenzial: das große Sportgelände hinter Grundschule und IGS ist nicht öffentlich nutzbar – von den Schulen wird es jedoch auch nur selten genutzt. Auf den Ascheflächen sprießt Botanik und die Weitsprunggrube zeigt eine beeindruckende Artenvielfalt heimischer Ruderalvegetation. Auch der Schulhof der Grundschule ist außerhalb der Schulzeiten für Kinder Tabu – das scheint andernorts nicht so geregelt zu sein. Das Kleinspielfeld hinter der Turnhalle ist in städtischen Besitz und theoretisch – außerhalb der Schulzeiten – jedermann zugänglich. Theoretisch. Natürlich ist das Gelände abgeschlossen und Schilder weisen darauf hin, dass das Betreten des Geländes für Unbefugte verboten ist. Dass sich Wachenheimer den Schlüssel zum Tor beim Hausmeister Herrn Bauer oder bei Bürgermeister Bechtel borgen können, wird auf keinem Schild erwähnt.

Oft wird unter Verweis auf den auch in Wachenheim grassierenden Vandalismus die Nutzung öffentlicher Flächen eingeschränkt. Und gerade hier hakt das Konzept der Spielleitplanung ein. Es setzt stark auf die Beteiligung derer, die es angeht: Kinder und Jugendliche und Bürger der Gemeinden. Die Idee ist, dass Anlagen, bei deren Planung man mitreden und mithelfen kann, später nicht schnöde städtische Anlagen sind, sondern dass auch ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für den Zustand entsteht.

Insgesamt steht als Zeil der Spielleitplanung ja nicht nur die Verbesserung der Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, sondern insgesamt eine nachhaltige Weiterentwicklung von Gemeinden und die Etablierung von mehr Bürgerbeteilgung.

Frau Berger und Herr Theodor haben sich etliche Notizen und viele Fotos gemacht. Beim nächsten Rundgang, für den allerdings noch kein Termin feststeht, sollen dann die Kinder und Jugendlichen die Führung übernehmen und ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen.

Zusammen mit einer Verkehrsleitplanung kann diese Spielleitplanung Wachenheim viel bringen. Jedenfalls, wenn das Thema nicht auch in den Sog der Wachenheimer Parteipolitik mit den altbekannten Fronten gerät. Davon war bei der Begehung gestern erfreulicherweise noch nichts zu spüren.

Liebe Eltern,

in den letzten Tagen häufen sich die Informationen, dass in Wachenheim potentielle Kinderfänger unterwegs sind. Kinder werden angesprochen und es wird versucht, unter fadenscheinigen Begründungen, die Kinder in fremde Autos zu locken.

So wird von einem Fall berichtet, in dem ein Kind in ein Auto gelockt werden sollte, da die Fahrerin so viele süsse kleine Hundewelpen hat, die sie dem Kind zeigen wollte….

Seien Sie aufmerksam und sprechen Sie mit Ihren Kindern.

Es war an einem Sonntagnachmittag im März vor drei Jahren als das Leben dreier Kinder aus Wachenheim zertrümmert wurde.

Zertrümmert wie die Halswirbelsäule ihrer Mutter bei diesem schlimmen Unfall vor drei Jahren, bei dem sich das Auto überschlug, in dem auch noch zwei der Kinder selbst saßen. Zwei Kinder, die sahen, wie Ihre Mutter blutüberströmt eingeklemmt war, wie sie aus dem Wagen herausgeschnitten wurde.

Den dreien wurde dann noch etwas mehr aufgefrachtet. Der Unfall passierte in einem fremden Land, die Mama war fortan vom 4. Halswirbel an querschnittsgelähmt und kämpfte 4 Wochen um Ihr Leben. Die Kinder bekamen mit, wie bei Ihrer Mutter die Lage von Tag zu Tag schlechter wurde. Wie sie mehrfach operiert werden musste. Wie sie einen Lungenschock bekam, wie der Papa immer verzweifelter wurde. Das letzte Bild, das sie von ihrer Mama haben, wird immer das Bild einer Geschundenen sein, die bewegungsunfähig und mit einer Luftröhrenbeatmung in einem Bett einer Intensivstation eines Hospitals im südamerikanischen Niemandsland lag. Und die nur noch flüstern konnte. Das letzte Flüstern was diese Kinder von ihrer Mama hörten, war ‚Ich hab Dich lieb!‘

Nach diesem Flüstern wurden die Kinder weggebracht, nach Deutschland, der Opa holte sie ab, Papa musste bei Mama bleiben. Es war dann zwei Wochen später. Bei den Kindern klingelte das Telefon und Papa war dran. Papa, der seinen Kindern sagen musste, dass ihre Mama gestorben war. Per Telefon. Mama ist tot. Per Telefon.

Als Papa dann wieder zu Hause war, brachte er so eine große Holzkiste mit. Da war die Mama drin. Dieses Gefühl werden diese drei Kinder nie wieder vergessen. Da steht eine Holzkiste und da soll Mama drin sein? Schläft die, wie sieht sie aus? Aber da Mama nicht mehr wie früher aussah, durften die Kinder nicht von Mama Abschied nehmen, zumindest konnten sie sie nicht mehr sehen.

Die Holzkiste, die da aus fernen Landen kam, war nicht sehr schön. Und so begannen die Kinder, ach ja 5, 8 und 11 Jahre alt, die Größe zu zeigen und zu benutzen, die ihre Mutter ihnen mitgegeben hat. Sie gingen in dieses Geschäft in Bad Dürkheim, mit Papa und suchten eine neue Kiste aus. Sie bereiteten dann mit Ihrem Papa das große Abschiednehmen vor. Sie wussten sehr gut, was ihrer Mama gefallen hatte, und so bereiteten sie Ihr das Bett für die Ewigkeit. Der Kleine saß beim Abschiednehmen Papa auf der Schulter, als dieser die Abschiedsworte sprach. Sie gingen dann mit der Holzkiste und Papa zu diesem Erdbett, ohne alle anderen Leute, die bei diesem Abschiednehmen anwesend waren. Sie setzten sich an das Loch. Der große spielte dabei Gitarre und die drei und der Papa sangen Mama dieses Schlaflied in ihrer Muttersprache, das Mama so geliebt hatte. Und  entließen Mama in die Erinnerung.

Da waren die drei nun. Mama war eine Erinnerung. Sie waren von dieser dunklen und furchtbaren Traurigkeit erfüllt. Der Papa, der war auch keine große Stütze. Der war ja genauso traurig. Und der hatte soviel um die Ohren.

Der Kleine der musste dann in die Schule gehen. 1. Klasse. Einschulung. In der Kirche waren alle anderen Schulanfänger. Mit Mama und Papa. Nur er ohne Mama. Das in der Schule, na ja. Er hat nicht so richtig verstanden, warum er ausgerechnet jetzt Lesen, Schreiben und Rechnen lernen sollte. Er wollte doch nur Kind und klein sein. So wie es war, als Mama noch da war. Das war für alle etwas schwierig, insbesondere für die Lehrerin, aber was ist deren Ärger verglichen mit dem Paket, was dieser Bube zu tragen hatte. Dieser Kleine aber hat einen Spitznamen. Dieser Spitznamen ist der Spitzname eines Mannes, der aus dem gleichen Land kam, wie die Mutter des Kleinen. Dieser Spitzname steht für Unbeugsamkeit und Wille. Und manchmal ist ein Nomen doch Omen. Mit dieser Unbeugsamkeit und diesem unglaublichen Willen ist dieser Junge jetzt im Alter von 8 Jahren ein fröhliches und starkes Kind, das zwar noch immer seine Umwelt am laufen hält aber er ist wieder Kind. Ein Kind das 8 Jahre alt ist. Körperlich und geistig.

Die Kleine, die Ihrer Mutter so sehr ähnelt. Das macht sie sehr stolz, aber manchmal nervt sie das auch ein bisschen. Aber sie ist die ganz starke. Ihre Mama ging auf so eine Schule, die ein bisschen anders ist als die normale Schule. Dort gibt es viel Musikunterricht, so eine Art Tanzunterricht, Handarbeit. Sie ist auf so eine Schule gewechselt. Und sie marschiert. Sie hat gelernt Cello zu spielen, sie spielt Basketball. Am Anfang hatte sie Angst einzuschlafen, da musste Sie immer weinen. Aber irgendwann hat Papa angefangen vorzulesen. Geschichten, die mit Kindern zu tun hatten. Kinder deren Mama auch gestorben war, Geschichten in denen Kinder starben, Geschichten aus denen man lernen konnte. Nicht lernen, nicht traurig zu sein. Aber lernen, dass man traurig sein muss, damit die Traurigkeit vorbeigeht. Dass es Tränen gibt, die böse sind und dass es Tränen gibt, die gut sind. Nun sie hat viele gute Tränen geweint, meistens leise, so dass es der Papa nicht sehen und hören sollte. Aber egal. Auch bei Ihr ist der Nomen Omen, und Sie leuchtet wieder wie ein Licht.

Der Große. Hat einen Namen, der genau das bedeutet. Er hatte, da er der Große war und ist, immer viel zu tragen. Da auch sein Papa ihn als groß ansah und manchmal vergaß, dass er erst 11 Jahre alt war. Er musste sich viele Dinge anhören, die nicht so schön waren, aber er wollte das auch. Er wollte wissen. Und er bekam das Wissen. Und er machte seinen Weg auf die eigene Art. Wenn man seinen eigenen Ansprüchen genügt, ist man meist ein glücklicher Mensch. Und der Große setzte und setzt viel Energie ein, um seine Ansprüche zu erfüllen. Manchmal war es für Ihn schwierig über Gefühle zu reden, aber er hat gelernt, sie zuzulassen und zu zeigen. Und zu akzeptieren. Das hat den Kleinen gross gemacht. Aber so groß ist nicht gut für einen noch nicht Großen, weil man muss doch trotzdem ein Kind sein. Und so schnappte er sich die Gitarre, den Fußball, die Schulbücher und ein paar Freunde und machte sich auf den Weg. Und er ist angekommen in seiner Zeit, in seinem Alter.

Seit einiger Zeit hat Papa nun ein neues Leben und somit werden auch die drei Kinder ein ganz neues Leben haben. Und dieses Leben kann nur geführt werden und sein, weil es diese drei Kinder gibt. Die Kinder, die ihren Vater gestützt haben und stützen. Die ihm mit Ihrem Charakter und Ihrer Stärke, die manchmal sehr unangenehm für ihn waren und sind, selbst Stärke vermittelt haben.

Stärke sich als Kapitän einer Mannschaft aus Vieren zu behaupten, die die Vergangenheit im Herzen trägt und die Zukunft optimistisch annimmt.

Unser Neubaugebiet, welches ja gar nicht mehr so neu ist, Auf der Höh I und II, besteht ja nun mal aus einigen Strassen, Höhnhausen, Portugieserweg, Bad Dürkheimer Weg, Backhauswiesen, etc., und aus geschätzten 60 – 80 Häusern. Bisher gab es für die Anwohner zwei Wege um nach Hause zu kommen. Einfahrt über den Kreisel und Einfahrt über das Neustück. Wobei die Einfahrt über das Neustück ja auch schon Jahre ein Zankapfel war, da die unmittelbaren Anwohner, gefühlte 8 Häuser, sich über die Tatsache beschwerten, dass die anderen anliegenden Neubürger, dieses Stück Weg überhaupt benutzen durften. Lediglich die morgendlichen Scharen an Schülern, die diesen Weg benutzen waren geduldet.

Nun gab es wohl eine Geheime Kommandosache. Das Schild ‚Anlieger Frei‘ ist weg. Lediglich Landwirtschaftstreibende dürfen den Weg noch nutzen. Und die Fahrrad fahrenden Schüler. Die allerdings, augenscheinlich, nur aus der Richtung Stadtmitte kommend, da in die Gegenrichtung nur das ‚Durchfahrt verboten‘ Schild prangt.

Zudem werden wohl von Zeit zu Zeit Polizeikontrollen durchgeführt.

Ein Anwohner, der freundlich auf dem Amt, die Situation hinterfragte, wurde ziemlich rüde abgebügelt. Weitere Auskunft gab es keine.

Diese Handlungsweise ist aber typisch für die bisherige Vorgehensweise bez. der Verkehrsgestaltung in dem Wohngebiet.

Einem Wohngebiet in dem Myriaden von kleinen Kindern auf der Straße spielen, insbesondere Im Höhnhausen gibt es keine Verkehrsberuhigung und über diese Strasse führt der einzig mögliche Zugang und Abgang für LKW, für Gäste der Kneipe, etc. etc.. Jegliche Zufahrt führt über den Höhnhausen. Wer jetzt den Portugieser Weg ins Spiel bringt, soll mal versuchen, nur mit einem PKW an der Firma Manz vorbeizukommen…Zudem ist die Parksituation, insbesondere seit eine florierende Gastwirtschaft eröffnet hat, eine Zumutung für die Anwohner.

Ich werde jetzt auf dem Amt beantragen, dass das gesamte Wohngebiet mit einem Sackgasse Schild versehen wird. Vielleicht beantrage ich auch noch eine Schranke, mit Stacheldraht. Wohlgemerkt für die Ausfahrt der Anwohner, die sich dann kontrollieren lassen müssen!!!

Aber da kann man sich ja auch, einfacher Weise, ein weithin sichtbares Emblem auf die Kleidung machen.

Einen Davidsstern oder so…

Während ich diesen Beitrag schreibe, läuft das ARD Nachtmagazin. Wie in allen Nachrichten und Sondersendungen dieses Tages gab es einen kurzen Bericht über die aktuelle Lage in Gebieten Japans, die vom Tsunami heimgesucht wurden.  Danach drehte sich fast alles um das Thema Atomkraft.

Nun verstehe ich die Angst vor einem Super-GAU im AKW Fukushima. Was unsere Familie von Atomstrom hält, sollte seit Achims Blogbeitrag „Strom aus Wasserkraft“ klar sein. ABER es macht mich fassungslos, dass den politischen Verästelungen der deutschen Atomkraft-Debatte in allen Sendungen viel mehr Zeit gewidmet wird als dem aktuellen, nur schwer vorstellbaren Leid der Japaner.

Der Tsunami hat Küstenorte zu Trümmerhaufen gemacht. Mehr als 3000 Tote sind bestätigt. 2300 Personen sind offiziell als vermisst gemeldet. Überlebende suchen zwischen dem Schutt nach ihren Angehörigen, warten an öffentlichen Telefonen auf eine Stimme am anderen Ende der Leitung – oft vergebens. Ich mag gar nicht überschlagen, wie viele Todesopfer es wohl am Ende sein werden.  Noch viel mehr Menschen haben ihr Zuhause, haben ihren materiellen Besitz verloren. Die Kinderhilfsorganisation „Save the Children“ schätzt, dass allein 100.000 Kinder obdachlos geworden sind.

Besonders bedrückt hat mich die Nachricht, dass die Freiwilligen des Technischen Hilfswerks wieder aus Japan abreisen. Nach ihrer Einschätzung gibt es dort, wo sie eingesetzt waren, keine Überlebenden mehr zu retten. Wegen der zerstörten Verkehrswege – und wahrscheinlich auch wegen der drohenden Verstrahlung von Helfern – kommen wohl nicht genug Wasser, Lebensmittel und andere Hilfsgüter in den Notunterkünften an.

Auch ohne drohenden Super-GAU wäre diese apokalyptische Situation die schlimmste Krise in Japan seit dem 2. Weltkrieg. Auch wenn es ein reiches Land ist – die derzeit nötige Hilfe, die langwierigen Aufräumarbeiten und den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur wird Japan vor eine riesige Herausforderung stellen.

Das deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das in Deutschland die Seriosität von Hilfsorganisationen überprüft, hat sehr hilfreiche Informationen für diejenigen zusammengestellt, die den Japanern mit einer Spende helfen möchten. Enthalten ist auch eine Liste von Organisationen, die nicht nur seriös sind, sondern auch über die notwendigen Kontakte in Japan verfügt, um Spendengelder effektiv einsetzen zu können.

Wer möchte – hier geht’s zu den Informationen vom DZI.

Wer sich ein genaueres Bild von der Lage in den Tsunami-Gebieten machen möchte – und verstörende Fotos verträgt – dem kann ich diesen Beitrag der britischen Daily Mail empfehlen.

Begeben wir uns von den großen und schlimmen Tragödien, und den pseudophilosophischen Gedanken am Sonntag, und von den Hoteldiskussionen und Städtebaustudenten,  in die profanen Tiefen des Alltags. Wobei, es geht hier im weitesten Sinne um unsere Kinder, also im engsten biologischen Sinn um unseren Sinn des Lebens. Aber jetzt ab in den Alltag!

Heute ging ich bei mir auf den Speicher und suchte ein altes Röhrenradio. Gefunden habe ich es nicht.

Es herscht dort Chaos. Alleine der Inhalt des Speichers lädt einen kompletten 7,5 Tonner LKW. Aber mit welchem Inhalt!! Kinderklamotten, Kinderspielzeug, Kindermöbel. All das was sich im Laufe der Jahre mit drei Kindern so ansammelt, für erhaltenswert angesehen wird, und dann in den Höhen des Speichers in Vergessenheit gerät. Werte, die die Vorstellungskraft übersteigen und einem die Tränen in die Augen treiben, rotten so langsam vor sich hin.

Hierüber erzählte ich meiner Herzensdame, und am Samstag waren wir zufällig bei Freunden, die gerade den Keller ausräumten. Nun unsere Generation X ist hier in Wachenheim die Generation, die Kinder so im Alter bis 16 hat. Zudem waren wir ja durchaus fruchtbar, siehe Artikel über die Wachenheimer Luft, sodass schon eine Heerschar Halbwüchsiger auf unseren Mist gewachsen ist.

Was tun mit dem ganzen so wertvoll wertlosen Krempel?

Nun, unsere Kurzen sind ja auch permanent klamm an Taschengeld. So hatte meine Herzensdame die Idee, dass die Kinder einen Flohmarkt ausrichten könnten, da tun sie was, bekommen nichts geschenkt und lernen fürs Leben, und sagte der Wachtenblog könnte dafür das Feld bereiten. Als Ausrichtungsplatz kam uns der Rathausplatz oder der Kirchplatz in den Sinn. Wobei mir der Kirchplatz aus gewissen Gründen besser gefällt, das hat so was biblisches, Handel im Tempel…

Also hier mein Aufruf an alle Eltern: Gehet hin, lockt eure Kinder mit dem Mammon, der zu verdienen ist und gebt uns Meldung über eure Bereitschaft, euren Kindern bei der Organisation zu helfen. Der Blog trommelt dann und versucht Unterstützung für die Kiddies einzuholen.

Spontan kommen mir auch die Pfadfinder in den Sinn, bei denen viele Mitglieder in dieser Alterschneisse sind, und bestimmt viel auf dem Speicher, bzw. im Keller haben, denkt  an das Jamboree und die Kässchen, da kann was rumkommen! Und man kann doch auch den Hirten ansprechen wegen des Platzes, oder Jungs und Mädels? Nicht immer nur Weihnachtsbäume.

Es würde mich für die Kinder und Jugendlichen freuen, wenn da etwas zu Stande kommen könnte und so viele wie möglich sich an der eventuellen Organisation beteiligten! Los geht’s!

Lasst es uns probieren!!

 

 

 

In Japan gab es Tsunami und Erdbeben, in Folge dessen einen GAU oder vielleicht mehrere. Das Land ist verwüstet, tausende von Menschen starben, weil die Natur hat die Muskeln spielen lassen.

In Deutschland demonstrieren 60.000 Menschen am gleichen Tag gegen Atomkraft. Ist das nicht ein bisschen obszön, frei nach dem Motto: „Ich hab’s euch ja gleich gesagt!“???

In Bad Dürkheim gibt es ein Gebiet mit Altlasten der BASF. Seit zig Jahren. Wer trägt die Last? Was wurde getan?

Es war (W)Einkaufsnacht. Gab es Tränen oder geschälte Zwiebeln?

Wenn in Wachenheim ein Erdbeben wäre, würde bei Wiederaufbau eine Stadthalle gebaut werden? Oder ein Schwimmbad? Oder ein Klo auf der Burg? Ist das wichtig?

Der Rhein war biologisch fast tot. Wer hat es verursacht? Wer zahlte die Instandsetzung?

Der FCK hat endlich wieder gewonnen! Schaffen die es doch noch?

Sind deutsche AKW’s sicher? Diese Diskussion hat mir einige sehr hitzige Diskussionen während meiner Jugend mit meinem Vater beschert, auch über den Castor. Der strahlte auch.

Gibt es einen Gott?

Wieso erinnere ich mich an ‚Der Zauberlehrling‘. Ah, ‚Die Geister, die ich rief….‘

Mein kleiner Sohn, 8 Jahre, fragte mich heute, was eine Kernschmelze sei.

Er fährt jetzt Fahrrad und hat einen Helm auf.

Kann ich glauben?

Die, die sich erhöhen werden erniedrigt werden!

Die Sprechstundenhilfe vom Doc ist gut gebaut.

Ich liebe meine Familie. Ich liebe meine künftige Frau.

Mein Mathelehrer Herr Schmerbach pflegte bei Herausgabe der Klassenarbeiten zu sagen: ‚Und es wird geben ein Heulen und Zähneklappern!‘.

In Neustadt ist eine Schokomesse.

Jahrelang sprach man mehr von ‚Verbraucher‘, nicht von ‚Bürger‘. Ist ja klar, man hat ja auch verbraucht, aber hat man gebürgert?

Die Kongruenz von Handeln und Verantwortung ist in der Politik und in der Wirtschaft aus den Fugen, da die Verantwortung für das Handeln prinzipiell auf die Allgemeinheit abgewälzt wird, die wie ein Hammel vor der Schlachtbank steht, siehe Bankenkrise, Umweltverschmutzung, Mülltrennung….

Der FCK schafft das!

Wir müssen realistisch sein, und das Unmögliche versuchen!

Der Tsunami ist bis 5 km ins Landesinnere eingedrungen

Klasse, Wachenheim bekommt ein Hotel. Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Eine Systemänderung schafft man nicht langsam. Diese muss auf einen Schlag erfolgen. Ich habe den Film ‚Watchmen‘ gesehen.

Murphy’s Gesetz: Gibt es zwei oder mehrere Wege,von denen einer in die Katastrophe führt, wird sich immer jemand finden, der den Weg nimmt, der in die Katastrophe führt. Oder: Gibt es eine noch so kleine Wahrscheinlichkeit zur Katastrophe, dann tritt sie ein. Irgendwann!