Die Waldameisen, also die Waldkindergartengruppe des Wachenheimer Kindergartens, feiern ihr 10jähriges Bestehen. Diesen Geburtstag begehen sie am 13. April von 14 bis 18 Uhr mit einem Fest auf der großen Wiese im Poppental, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Es wird diverse Spiele und Aktivitäten geben, und natürlich sorgen wir für reichlich Essen und Trinken.

Die aktuellen Waldameisen im Winter 2013

Die aktuellen Waldameisen im Winter 2013

Besonders freuen wir uns auf Eltern, die in Erwägung ziehen, ihr Kind, oder besser noch ihre Kinder, in den Waldkindergarten zu schicken. Aus Erfahrung kann ich sagen: Es gibt nichts Besseres für Kinder. Klar, der ein oder andere junge Mensch mag Probleme mit der winterlichen Kälte haben (eigentlich spielt sich das eher im Kopf der Großeltern ab), und es gibt bestimmt individuelle Gegebenheiten, die gegen die Kindergartenzeit im Wald sprechen – aber wenn es zeitlich für die Eltern machbar ist, ist der Waldkindergarten unvergleichlich.

Also, zum Fest kommen, Waldameisen, Eltern und Erzieherinnen in ihrem Habitat kennenlernen und mitfeiern.

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So sieht ein Mandala im Waldkindergarten aus.

Dieser Blogbeitrag richtet sich nicht primär an die Stammleser des Wachtenblogs, sondern an Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Waldpädagogen/innen und Erlebnispädagogen/innen: Der Wachenheimer Waldkindergarten braucht Verstärkung! Bei den Waldameisen, der „Outdoor-Gruppe“ der städtischen Kindertagesstätte Pusteblume, ist ab Januar die Stelle einer Erzieherin neu zu besetzen. Wer zu uns nach Wachenheim an der Weinstraße kommt, den erwartet nicht nur eine unbefristete Teilzeitstelle mit Bezahlung nach Tarif (TVöD), sondern ein Arbeitsplatz im vielleicht schönsten Waldkindergarten Deutschlands (das finden jedenfalls wir Waldeltern).

Poppental

Wachenheim liegt an der Deutschen Weinstraße, etwa 25 km westlich des Rheins auf der Höhe von Mannheim und Ludwigshafen.  Der Ort liegt zwischen Weinreben und dem Pfälzer Wald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Jeden Morgen treffen sich die Waldameisen auf einem Spielplatz im romantischen Poppental. Von dort wird losgewandert, etwa zum Hexenstein, zur Keltenquelle oder zur Wachtenburg (siehe Titel unseres Blogs).

Während im Sommer Bach und Barfußpfad locken, rodeln die Kinder jetzt auf Schlitten und „Poporutschern“ die Hänge herunter. Zum Aufwärmen wird ein Schwedenfeuer entfacht, oder die Waldameisen ziehen sich in ihr neues Indianertipi zurück. Auch einen Bauwagen gibt es, der vor allem als Materiallager genutzt wird. Und damit es im Wald niemals langweilig wird, geht’s ab und zu auch ins Kindertheater, zur Feuerwehr, auf Nistkasten-Führung mit dem Nabu oder zur Obsternte bei Wachenheims Apfelhof.

Das Tipi wurde mit einem Indianerfest eingeweiht.

Zur Zeit gehören  17 fröhliche Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren zu den Waldameisen. Außerdem haben wir eine tolle Erzieherin, die auch Wald-Neulinge einarbeiten kann. Wir Eltern sind vom Waldkindergarten begeistert – deshalb haben wir mit Erzieherin und Elternsprechern vereinbart, dass wir Wachtenblogger bei der Suche nach unserer Verstärkung helfen.

Mehr Informationen über die Waldameisen und das „Mutterhaus“ gibt es auf den Webseiten der Pusteblume. Die offizielle Stellenausschreibung findet man im Internet, außerdem können Sie hier das Stellenangebot des Waldkindergartens als Flyer herunterladen.

Der "Mittelpunkt" unserer Weihnachtsfeier 2009.

Übrigens, wenn Sie Interesse an der Stelle haben, aber nicht aus der Pfalz kommen: Wachenheim bietet eine hohe Lebensqualität, ist sinnenfroh und familienfreundlich (neben Kindergarten gibt es Hort, Grundschule und die ersten zwei Jahrgänge einer Integrierten Gesamtschule). Alle anderen weiterführenden Schulen (inkl. Waldorfschule) sind problemlos erreichbar. Es gibt eine gute Zugverbindung nach Neustadt an der Weinstraße, und mit dem Auto ist man in 20 Minuten in Ludwigshafen, wenig später in Mannheim und Heidelberg.

Wichtig ist uns Eltern, dass Sie liebevoll mit unseren Kindern arbeiten. Fröhlich und engagiert sollten Sie sein, und Freude an der Natur und dem Lauf der Jahreszeiten vermitteln. Interessierte Bewerber/innen können sich direkt an die Pusteblume wenden. Wer erstmal bei uns „vorfühlen“ möchte, erreicht uns per Kommentar hier auf dem Blog oder unter wachtenblog@email.de

"Verbrennt ihn, verbrennt ihn!"Am Montagnachmittag wurde auch der Wachenheimer Winter verbrannt. Die feuerführenden Waldameisen sowie Kinder der Pusteblume und zahlreiche ausgewachsene Begleitpersonen hatten sich auf der Wiese im Poppental versammelt, um sich zu vergewissern, dass der Jahreszeit ordnungsgemäß der Garaus gemacht wurde.

Dem Winter war zu Last gelegt worden, seit Mitte November für unangenehm tiefe Temperaturen gesorgt zu haben, in deren Folge ein Großteil der heimischen Laubbäume ihr Blattkleid verlor. Aufenthalte im Freien waren seit dieser Zeit besonders für Eltern mit schweißtreibenden Ankleideprozeduren in beheizten Fluren verbunden, die immer wieder zu Blutdrücken in gefährlichen Regionen führten.

Auch bei weiten Teilen der Auto und Fahrrad fahrenden Bevölkerung hatte sich der Winter durch seine Beharrlichkeit unbeliebt gemacht. Anwälte der Streumittelhersteller hatten bis zuletzt versucht, einen Aufschub der Winterverbrennung zu erwirken – ohne Erfolg. Der Wachenheimer Winter ging im Beisein des Frühlings innerhalb von Minuten in Flammen auf.