Die Ergebnisse der kleinen Umfrage zu der Qualität des Weinfestes waren eindeutig.

Fast 50% der Leser, die abgestimmt haben, fanden das Weinfest „gut, aber Potential nach oben!“ Zählt man die Leser hinzu, die das Weinfest „Super – nix ändern“ finden, ist das eine 3/4 Mehrheit für die beiden besten Noten.

Toll!

Umgekehrt gedacht, heisst das aber auch, dass 3/4 der Leser, die abgestimmt haben, das Wachenheimer Weinfest zumindest in Teilen für noch verbesserungswürdiger halten.

Hier ist ihre Meinung gefragt! In der angehängten Liste können sie gerne eintragen, was Sie an unserem Weinfest ändern würden. Auch über diese Punkte kann dann von den Lesern abgestimmt werden, sodaß sich ein sehr breites Spektrum ergeben kann !

Viel Spaß, ich freue mich darauf!

Mein Vater betont immer in seinem unnachahmlichen Lokalpatriotismus, daß der Pfälzer und die Pfälzerin das Höchste sind, was ein Mensch werden kann.

In meinem Herzen stimme ich ihm natürlich zu, mein Verstand meldete sich bisher aber immer prompt zu Wort und negierte diese populär-trivial-humoristisch-wissenschaftliche Einschätzung.

Bis heute!

In einem Anatomie-Kurs setze ich mich zur Zeit mit den menschlichen Knochen auseinander. Oberschenkel, Unterarm, Füsse und der gesamte Kanon der Skelett-Teile muss erkannt, zugeordnet und innerviert werden. Ich weiss schon gar nicht mehr wohin mit den Knochen, Muskeln, Nerven, Bändern usw. usw.!

Seit heute hat dieses Lernen aber eine neue Dimension erreicht.

Beim Schädel mit seinen gefühlten tausend Knochen angekommen und sich mit den lateinischen Namen plagend gibt es nun die Struktur des Gaumenbeins. Bein deshalb, da Bein die gleiche alte Wortwurzel wie im englischen ‚bone‘ hat, bedeutet also Knochen, Gaumenknochen. Dieses Gaumenbein sitzt mitten im Schädel und trägt zur Begrenzung der Mundhöhle bei und hat damit eine sehr große Bedeutung für das Sprechen und die Nahrungsaufnahme.
Sprache ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu Tieren und Essen und Trinken bringen bekanntlicherweise Treibstoff in den Körper und damit auch Freude und Befriedigung, da Essen und Trinken mit (gutem) Geschmack einhergehen!

Als Pfälzer denke ich natürlich sofort an Leberknödel, Saumagen, Fleeschknepp, ein Wort das ich nicht auf Hochdeutsch schreiben will und kann, Riesling Spätlese, und all die leckeren Speisen und Getränke, die sich noch so auf der kulinarischen Hitliste befinden und über die Mundhöhle, also mit dem Gaumen, den Weg in meinen Körper und meine Seele finden.

Ich fasse zusammen:

Nahrung
Geschmack
Genuss
Freude
Befriedigung

Gaumen!

Ach ja. Die lateinische Version des Gaumenbeins heisst

Os palatinum, der pfälzische Knochen.

Also doch, eine Krone der Schöpfung, die den Menschen vom Tier unterscheidet!!!

Oder haben Sie mal von einem os badensis gehört, oder einem saarländischen Knochen?

Es lohnt sich den unteren Link auf Spiegel anzuklicken und in Ruhe zu lesen.

http://www.spiegel.de/reise/deutschland/biodynamischer-weinbau-auf-gut-odinstal-a-939283.html

Wie heute bekannt wurde ist der Chef der NSA, der National Swig Association, Keith Alexander, zu Gast in Wachenheim. Er trifft sich mit dem Geschäftsführer eines sehr renommierten Weingutes um die Vorgehensweise einer gesellschaftsübergreifenden und umfassenden Spionierattacke zu besprechen.

Das Weingut selbst ist an die NSA herangetreten, nachdem eine Riesling Spählese vom Weingut entwickelt worden war.

Man darf gespannt sein, wie sich der Prädikatswein am Markt etablieren lässt. Erste Einsätze dürfte der edle Tropfen bei einem Staatsbankett erfahren, das anlässlich des Besuches des Französischen Präsidenten Hollande gehalten werden wird.

Der Bürgermeister zeigt sich zuversichtlich, dass die NSA ein eigenes Vertriebszentrum in Wachenheim bauen wird. Man sagt es solle sogar das Pfortenstück werden. Was natürlich mit dem Supermarkt Im Bischofsgarten der ganz grosse Wurf wäre.

Der Wein zeichnet sich durch eine hervorragende Zungenlöslichkeit aus. Ein kleines Richt-Mikro mit Kamera soll im Korken versteckt sein, was auch zu einer Renaissance der Naturkorken führen dürfte, da diese modernste Technik keine Glaskorken zulässt.

Eine Flasche dieses Edlen Tropfens ‚Wachenheimer Schmierenstück‘ soll um die 11 Euro Kosten. Die Erlöse und Spenden der NSA fliessen in den Ausbau der Ringstrasse.

Wachenheim im Herbst

Auf dem Wurstmarkt wurde ich in der Warteschlange zum Urinal, ich glaube der Eintritt kostet €0,50, Zeuge des folgenden Gespräches zwischen zwei mittelschwer betrunkenen Bürgern der USA:

What the hell is this queue for?

Well, it is for the toilet.

What are they paying for?

You have to pay a toilet fee, that you’re allowed to piss!!

What?!?! I am a free born citizen of a free nation, taking care for a free world. I protect the freedom of their country. I have a human right to piss for free! Oh fuck this country is crazy.

Der Ansatz unserer US-Freunde ist nicht schlecht. Die Schausteller bezahlen ein riesiges Feuerwerk, machen gigantische Wein-Umsätze. Muss man den Wein, den man getrunken hat, entsorgen, muss man nochmals dafür bezahlen, also beträgt doch der bereinigte Schorle-Preis zwischen €4, – und €4,50.

I have a dream. And I still have a dream. Free piss for free citizens of the free world!!

Liebe Leser !

Als verantwortungsvoller Mit-Herausgeber des Wachtenblogs habe ich die Pflicht Sie, den Leser, zu informieren. Daher werde ich mich zu einem Selbstversuch heranziehen und werde über jeden WuMa-Besuch bloggen. Im Guten, wie im Bösen, d.h. selbst nach dem eventuellem Eigen-Genuss von mehreren Schorlen werde ich Sie über den Ablauf des vorherigen Abends, hoffentlich unterhaltsam, informieren.

Ihnen selbst wünsche ich viel Spass mit den Ihren auf unserem aller Worschdmargt!

Prost und viel Spass!

Und PS

Vielleicht sieht man sich, wäre schön!

Liebe Leser!

Als leidenschaftlicher Weintrinker, dem nachgesagt wird, etwas exzentrisch zu sein, oder positiv, nicht dem Mainstream folgend, breche ich jetzt eine Lanze, für weisse Rebsorten, die nicht Riesling sind und manchmal etwas verächtlich Bouquet-Weine genannt werden. Hier in unserer Gegend, der Championsleague des Rieslinganbaus, wird in den letzten Jahren mehr Wert auf rote Rebsorten gelegt und weiße Sorten, die aus dem Ausland zu uns dringen. Beispiele hierfür sind Spätburgunder, der teilweise sensationell gut ist, und solch durchaus leckere und frische Sorten wie der Sauvignon Blanc. Die Namen der Rebsorten rufen bei mir Assoziationen hervor, wie vor Jahren in der Telekommunikationsbranche. Hauptsache auswärtsisch, dann muss es gut sein, oder wird zumindest gekauft.

Doch gibt es traditionelle Rebsorten, die bei einem, das setze ich bei der Championsleague voraus, professionellem Ausbau, fantastische Ergebnisse in der Flasche ergeben. Ich denke da an Muskateller, Scheurebe etc.. Und vor allem mein persönlicher Favorit, der Gewürztraminer.

Wenn wir von der lange herrschenden Meinung, furztrocken gleich gut, uns ein bisschen entfernen, öffnen sich dem Wein-Fan neue Welten. Diese Trauben sind so viel-fältig und -schichtig, daß deren trinken nie langweilig wird, insbesondere wenn ein bisschen Restsüße im Wein verblieben ist, das diese als Geschmacksträger hervorragend zu pass kommt. Und ich als duftorientierter Mensch bin total von dieser Aromenvielfalt im Bouquet begeistert, wenn ich meine Nase ins Glas halte. Wer da ein kleiner Vorreiter in Beziehung Vermarktung war und auch noch ist, ist der Herr Michel aus Bad Dürkheim und auch sein, so glaube ich ehemaliger, Compagnon Herr Darting. Letzt genannter hat übrigens ein bisschen was davon im eigenen Weinangebot. Auch der Gelbe Muskateller der Vier Jahreszeiten ist hierfür ein Paradebeispiel.

Regelmässig fahre ich in Elsass, um mich mit den dortigen Gewächsen der Sorten Muskateller und Geürztraminer zu versorgen. Diese Weine sind dort einfach der Hammer. Und ich hoffe, da könnte ich nämlich das ersparte Benzingeld in Wein umsetzen, dass auch hier bei uns wieder verstärkt diese traditionellen Rebsorten in toller Qualität angebaut werden. Insbesondere, als Lokalpatriot wünsche ich mir das besonders, in Wachenheim

Der erste Wein dieser Art, den ich jemals getrunken habe und mir mein Coming out bescherte war ein 96′ Muskateller von, man höre und staune, Bürklin und Wolf, den ich mir zufällig kaufte, als wir 97 frisch nach Wachenheim gezogen waren. Auf Nachfrage bei Tom Benns vor einiger Zeit, ob so etwas nicht mal wieder kommen könne, kam leider die Antwort, Sorry nur noch Riesling oder so. Also Ihr Spitzen-Weingüter Bürklin, Zimmermann und Co.! Enttäuscht mich bitte nicht!

Wie ich auf diesen Artikel komme? Nun ich folge auf Twitter unserer Winzergenossenschaft, und die haben ein Cuvée aus Muskateller, Kerner und Riesling, ich sehe hier ein zartes Pflänzchen Hoffnung. Da werde ich mich glaube ich ein bisschen eindecken und damit dieses Pflänzchen hegen und pflegen.