In Wachenheim gibt es einige neuralgische Stellen, bei denen eine angemessene Geschwindigkeit im Strassenverkehr wichtig ist, wichtiger als bei anderen, da es in Wachenheim auch selbstregulative Stellen an Strassen gibt, wie z.B. geparkte Autos, Poller, Geländer die in die Strasse ragen etc.. Dies ist zum Teil hervorragend gelöst, wie meines Erachtens in der Raiffeisenstraße, direkt an der Schule.

Allerdings gibt es auch ein paar Stellen, an denen der Zahn der Zeit, bzw. der Abrieb des Durchgangsverkehrs nagen, und bei denen, in gefühlt kürzester Zeit, extra auf der Fahrbahn angebrachte Markierungsstreifen und Hinweise einfach durch die Menge des auftretenden Verkehrs abgefahren werden. Leider sind es genau die Stellen, an denen es bei erhöhter Geschwindigkeit richtig gefährlich werden kann. Die Friedelsheimer Strasse mit dem kreuzenden Schulweg zahlreicher Grundschüler aus dem Wohnpark und dem Wohngebiet Auf der Höh, die Ortseinfahrt von der Forst her und die Bahnhofstraße, wo ebenfalls ein reger Schüler-und am Wochenende Wanderverkehr vor sich geht.

Bei der Ortseinfahrt Süd, d.h. Weinstrasse und in der Friedelsheimer Strasse, ist die Lage nicht ganz so einfach wie in anderen Strassen unseres schönen Städtchens, da sie im Eigentum des Landes und damit unter Landesverwaltung stehen. In anderen Strassen, wie z.B. der Bahnhofstrasse oder des Römerwegs ist die Lage eine Andere, die gehören unter die Ägide der Stadt!

Ich freue mich auf einen frühen und warmen Frühling und habe die Hoffnung, die Mitarbeiter unserer entsprechenden städtischen Abteilungen, mit Pinseln und Eimern bewaffnet, durch den Ort ziehen zu sehen und die nichtmehr oder nur noch rudimentär vorhandenen Markierungen zu erneuern. Und ich hoffe, daß die entsprechende Landesbehörde aktiviert wird, um die Markierungen auf der Weinstraße zu erneuern oder Wachenheim grünes Licht gibt, das selbst zu erledigen!

Zur Verdeutlichung kommen hier noch ein paar exemplarische Beispiele der genannten Strassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Advertisements

Das erste Wurstmarkt-Wochenende bedeutet für Wachenheim ja immer auch das erste Wochenende ohne Schwimmbad. Vergangenen Sonntag war ich nochmal zum Abschieds-Schwimmen im Freibad – und war damit trotz des eher mäßigen Wetters in guter Gesellschaft. Wie jedes Jahr war ich ein bisschen traurig, dass es am ersten Septemberwochenende Schluss ist mit dem Badespaß. Gerade nach dem wettermäßig sehr bescheidenen August, so dachte ich, könnte eine Verlängerung in einen hoffentlich nochmal sonnigeren September doch Sinn machen.

Bestimmt war ich nicht die erste, die Bademeister Ralf Johanssen auf diese vermeintlich grandiose Idee ansprach. Er hat mir sehr geduldig erklärt, warum es eben keinen Sinn macht: Bei nicht wirklich idealen Bedingungen kommen vor allem die eingefleischten Fans in Schwimmbad. Die zahlen aber oft nicht pro Besuch, sondern kaufen sich schon früh eine Saisonkarte. Also bringen zusätzliche Öffnungstage nicht deutlich mehr Einnahmen, verursachen aber Kosten für Heizung des Wassers, Dusch- und Toilettenwasser, etc. „Freut Euch einfach über die Zeit, die das Schwimmbad geöffnet ist, weil die Stadt jedes Jahr das Geld hineinsteckt“, riet Johanssen.

Tatsächlich macht das Wachenheimer Freibad – wie eigentlich jedes öffentlich finanzierte Schwimmbad – Jahr für Jahr Verlust. Kostendeckend arbeiten nur private Spaßbäder, die allerdings deutlich höhere Eintrittspreise verlangen und daher für die meisten Familien nicht zum regelmäßigen Freizeitvergnügen taugen. Der Verlust des Wachenheimer Schwimmbads wird bei uns glücklicherweise durch die Gewinne der Stadtwerke aufgefangen. Ein guter Grund für Schwimmbad-Fans, zum Beispiel auch beim Strom auf den lokalen Anbieter zu setzen.

In anderen Kommunen ist es nicht selbstverständlich, dass die Bäder finanziert werden. In Grünstadt zum Beispiel ist das Allwetterbad bis auf weiteres geschlossen. Insgesamt fallen immer mehr Schwimmbäder den kommunalen Einsparmaßnahmen zum Opfer. Das ist nicht nur schade für die Freizeitgestaltung, sondern führt auch dazu, dass immer mehr Kinder überhaupt nicht oder nicht sicher schwimmen lernen.

Laut DRK-Wasserwacht Rheinland-Pfalz sind ein Viertel der Fünft- bis Siebenklässer im Land Nichtschwimmer. In Niedersachsen soll laut DLRG die Hälfte aller Viertklässler nicht in der Lage sein, sich selbständig über Wasser zu halten. Das ist nicht nur schade, sondern kann tödliche Konsequenzen haben, wie jedes Jahr die erschreckend hohe Zahl von Badeunfällen zeigt.

Auch in Wachenheim kann nicht jedes Grundschulkind sicher schwimmen, wie Bademeister Johannsen bei den jährlichen Besuchen der Drittklässler feststellt. Die Nichtschwimmer-Rate ist bei uns aber deutlich niedriger als die landesweit veröffentlichten Zahlen. Das liegt wahrscheinlich nicht nur am Vorhandensein des Schwimmbads, sondern auch daran, dass Kinder hier einen Schwimmkurs machen können ohne die in Großstädten üblichen Wartezeiten. Wenn Herr Johannsen mal in Pension geht, wird er wahrscheinlich nicht nur Dutzenden, sondern Hunderten von Wachenheimern das Schwimmen beigebracht haben.

Was auchmal geblogt werden muss: Mit seiner gelassen-souverän-humorvollen Art ist RalfJohannsen ein ebenso untypischer (zumindest in meiner Erfahrung) wie angenehmer Bademeister, was auch zur Wohlfühl-Atmosphäre in Wachenheims nassem Wohnzimmer beiträgt. Und so bin ich jetzt einfach nur froh, dass wir auch im September 2014 dem Schwimmbad nicht „Adieu“ sagen müssen, sondern „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!“

Streng genommen sucht natürlich nicht der Raum, sondern die Stadt oder die Stadtwerke einen Pächter für den Schwimmbadkiosk. Denn  – für uns nicht so gut wie für sie – die Pächterin von 2011 hat einen Ganzjahresjob gefunden.

Sollte unter den Wachtenblog-Lesern jemand Lust haben, den Sommer ausgiebig im Schwimmbad zu verbringen, oder jemanden kennen, der schon immer mal einen Kiosk betreiben wollte, dann meldet euch doch bei der Stadt.

Nachdem Mitblogger Frank neulich in seinem Artikel „Weiß auf Schwarz“ die Frage aufgeworfen hat, ob der Ökostromtarif Wachenheims nun wirklich ein Ökostromtarif ist oder nicht, möchte ich hier ein paar Informationen zum Thema bringen.

Ob es sowas wie Ökostrom nun überhaupt gibt, sei mal dahin gestellt. Die Wachenheimer Stadtwerke bieten seit Jahresanfang einen neuen Tarif an, bei dem sie Strom aus Wasserkraft verkaufen. Der Saft wird dabei ausschließlich von Wasserkraftwerken gewonnen, allesamt am Rhein, wenn ich mich recht erinnere.

Es steht die Vermutung im Raum, dass EnBW hinter dem Angebot steht und man so auch mit regenerativ erzeugtem Strom den Atomstromriesen unterstützt (was man ja beim normalen Wachenheimer Tarif tut, der einen überdurchschnittlich hohen Kernkraftanteil im Strommix hat). Tatsächlich ist EnBW an der Wasserkraft-Gesellschaft beteiligt – wie etliche andere Unternehmen auch – als Aktionär. Wer wissen möchte wie groß nun das Aktienpaket ist und ob das die Unternehmenspolitik der Wasserkraftler beeinflusst, müsste sich deren Geschäftsbericht ansehen.

Interessanter finde ich, dass der Strom aus Wasserkraft als „Echtbandlieferung“ in Wachenheim ankommt. Grob gesagt heißt das, dass nicht irgendein Strom geliefert, verbraucht und später als Wasserkraftstrom verbucht wird, sondern dass die Stadtwerke garantieren, dass die verbrauchte Strommenge im Wasserkrafttarif tatsächlich aus Wasserkraft gewonnen wird. Wer das ganz genau verstehen will, sollte es sich von Herrn Panzer, dem Leiter der Stadtwerke erklären lassen.

Und nun zur anderen wichtigen Frage: Was kostet das sedierte Gewissen?
Ich habe mir die Differenz zwischen Wasser-Tarif und herkömmlichem Tarif (den wir bisher hatten) bei den Stadtwerken ausrechnen lassen: Bei gleichem Verbrauch zahlen wir beim Wasserkraft-Tarif rund 26 Euro mehr aufs ganze Jahr gerechnet. Fand ich verschmerzbar. Deshalb haben wir auf den Wasserkraft-Tarif umgestellt – hat inklusive Preisberechnung fünf Minuten und den Weg zu den Stadtwerken gekostet.

 

Die 123energie, eine Tochter der Pfalzwerke, versucht zurzeit gezielt, Wachenheimer Kunden zu gewinnen. Dabei versprechen sie eine enorme Ersparnis, wie wir ja schon bloggten. Scheint aber eine Mogelpackung zu sein!

Der garantierte Strompreis ist nun doch nicht so ganz garantiert. Die Garantie ist da eher wie ein chinesischer Vertrag: erstmal nur eine Verhandlungsgrundlage.

Die Wachenheimer Stadtwerke haben die Strompreise erhöht. Mussten sie ja, da es das Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien so verlangt (der kleine Satz ist bei der RP-Berichterstattung aus dem Stadtrat leider aus Platzgründen der Schere zum Opfer gefallen). Diese Erhöhung hat 123energie noch nicht mit in den Preisen des Flyers. Wenn die Bundesnetzagentur die Erhöhungssätze im Oktober bekannt gibt, wird wohl auch 123energie das weitergeben. Laut Kleingedrucktem dürfen sie das, ohne ihre Garantieversprechen zu verletzen.

Auch interessant ist, dass zum Beispiel Friedelsheimer die Wachenheimer Strompreise der 123energie nicht bekommen können. Die zahlen bei der Muttergesellschaft von 123energie, den Pfalzwerken, mehr. Auch mehr, als die Kundschaft der Wachenheimer Stadtwerke.

Also, liebe Wechselwillige, kann sein, dass die Ersparnis doch nicht so groß ausfällt.

Wir bleiben jedenfalls bei den Stadtwerken, auch wenn der enorm hohe Kernkraftanteil im Strom-Mix mich stört (es gibt immer noch kein Endlager für radioaktiven Müll). Auch fürs Schwimmbad.

Die Pfalzwerke wollen derzeit den Stadtwerken Wachenheim Kunden abspenstig machen. In einer Marktwirtschaft selbstredend ein legitimer Vorgang. Wechselt eine Familie mit Gas und Strom zu den Pfalzwerken, hier als 123energie, wechselt, spart nach deren Beispielrechnung knapp über 600 Euro. Das ist eine Menge Geld.

Garantiert wird der Preis aber nur bis zum 1. September 2011. Wie sich der Preis danach entwickelt, ist reine Spekulation. Aber schon bemerkenswert, dass der Pfalzwerke-Flyer schon ein paar Tagen vor dem Brief der Wachenheimer Stadtwerke in den Briefkästen lag, in dem sie ihren Kunden die Erhöhung der Preise erläutert.

600 Euro Ersparnis – wenn sie dann tatsächlich zuträfen – sind beträchtlich. 50 Euro im Monat. Aber da ist ja noch das Wachenheimer Schwimmbad. Das macht Jahr für Jahr Verluste von rund 140.000 Euro. Klingt viel, mindert aber auch die Steuerlast der Stadtwerke kräftig. Und die übernehmen den Verlust. Nur so können wir uns den Luxus Schwimmbad leisten. Angenommen, 100 Stadtwerkekunden wechselten zu 123energie – da fehlten bei den behaupteten 600 Euro Ersparnis den Wachenheimer Stadtwerken mal flott 60.000 Euro. Das läppert sich!

Nun sollte der Erhalt des Schwimmbad natürlich nicht der Hauptgesichtspunkt bei der Wahl des Energieversorgers sein, aber ich wollte den Zusammenhang nur mal erwähnt haben.