Es ist viel über einen Herrn U.H., seines Zeichens Wurstfabrikant und Präsident eines Sportvereins geschrieben worden.

Jetzt ist uns ein Brief eines Wachenheimer Ehepaares an unsere Bundeskanzlerin zur Verfügung gestellt worden, der meiner Meinung nach die Situation perfekt analysiert und der Gesellschaft genau den Spiegel vorhält, den sie manchmal so notwendig braucht.

Aus diesem Grund wird der Brief hier unverändert und ungekürzt abgebildet.

Ich ziehe meinen Hut!

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

es ist mir ein sehr großes Bedürfnis auf Ihre gestrige Aussage zu dem Steuerfall Hoeneß zu reagieren. Sie haben in München gesagt: „Dass Uli Hoeneß jetzt dieses Urteil angenommen hat, nötigt mir hohen Respekt ab.“ Da sie sich noch zwei Tage vor seiner Selbstanzeige mit Herrn Hoeneß getroffen hatten, wundert dieser Spruch vielleicht doch nicht.

Wie kommt es zu solch einer Respektsbekundung? Uli Hoeneß wurde verurteilt wegen Steuerhinterziehung von mehr als 28 Mio Euro. So MUSS er als Straftäter das Urteil annehmen oder in Revision gehen. Ihm blieb keine Wahl. Da das Urteil in einem Fall solchen Ausmaßes – normalerweise gibt es dafür Haftstrafen von 8 Jahren – relativ milde ist und eine Revision eine Erfolgschance von 3.8% hätte, tat Uli Hoeneß gut daran, das Urteil anzunehmen. Und waren die 28 Mio Euro denn wirklich das Ende der Fahnenstange? Es sind noch einige, möglicherweise strafverfolgungswürdige Fragen offen, und mit welchen Summen genau Hoeneß agierte, ist auch nicht geklärt.

Jedoch hat noch kein ähnlich hochklassiger Steuersünder so viel Lob von hoher politischer Prominenz erhalten. Soll der prominente Straftäter damit gesellschaftlich rehabilitiert oder die Straftat verharmlost werden? Es gibt Leute, die in letzter Zeit zu Unrecht verurteilt oder sonstwie weggesperrt wurden (u.a.Fall Mollath und Fall Wörz) und bis heute auf die ihnen zustehende Haftentschädigung bzw. moralische Rehabilitation und Entschuldigung warten. Es gibt auch Verurteilte, die an der unrechtmäßigen Verurteilung zerbrochen sind. Hierzu habe ich von Ihnen oder Angehörigen der Regierung nichts gehört.

Jedoch hat auch CSU-Chef Horst Seehofer Uli Hoeneß als Mann mit Format bezeichnet. Menschen mit Format gibt es tatsächlich! Doch da denke ich eher an Ärzte ohne Grenzen, an Leute von AI oder Leute, die für etwas Gutes eintreten und ohne Eigennutz anderen helfen.Doch wie kommt Hoeneß zu solchen Ehren??? Denn er hatte nur widerstrebend alle Karten auf den Tisch gelegt. Und an Einsicht mangelt es ihm auch weiterhin, sonst hätte er nicht folgenden Satz: „Ich bin kein Sozialschmarotzer“ zum Besten gegeben. Ein Hohn gegenüber allen Sozialhilfeempfängern. Denn: Hoeneß‘ Verhalten gegenüber dem Gemeinwesen war betrügerisch, sozial ambivalent und höchst doppelmoralig.

Diese dreistelligen Millionensummen, um die es hier geht, überfordern die Vorstellungskraft und den Denkhorizont des gemeinen Steuerzahlers. Zu welchem Schluss kann man hier kommen: der ehrliche Steuerzahler ist der Dumme?. Naiv ist, wer sein Auskommen mit realer werteschaffender Arbeit bestreitet? Egal, Ihre Aussage in der Eigenschaft als Bundeskanzlerin war überflüssig und empörend!

Mit freundlichen Grüßen

Hans und Ute Reinfrank

PS: Im Übrigen wurde unsere SteuerVZ für I. 2014 schon letzte Woche abgebucht.

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Es war einmal, bei einem kleinen Dorf, an einem kleinen Fluss…

ein Fuchs, der den Fluss überqueren wollte. Deshalb stand er am Ufer des Flusses und hielt nach der geeignetesten Stelle Ausschau, wo er am einfachsten an das andere Ufer käme. Da kam ein Skorpion in die Nähe des Fuchses. Der Fuchs wich zurück, doch der Skorpion sprach ihn an und sagte:

„Fuchs, du willst doch über den Fluss?“

Der Fuchs antwortete: „Das ist richtig Skorpion, aber warum fragst Du?“

„Ich möchte, dass du mich mitnimmst, ich muss auch an das andere Ufer. Du kannst mich auf deinen Rücken nehmen und so kämen wir beide sicher auf die andere Seite!“ antwortete der Skorpion.

Der Fuchs lachte und erwiderte: „Bist du verrückt? Ich nehme Dich auf den Rücken und du stichst mich. Ich würde sterben!!“

„Obwohl du ein Fuchs bist, bist du nicht sehr schlau! Wenn wir gemeinsam über den Fluss schwimmen, ich auf deinem Rücken, und ich stäche Dich, stürben wir beide, da wir beide ertränken. Also warum sollte ich das tun?! Ich will über den Fluss!!“

Dieses Argument überzeugte den Fuchs und seine Angst verschwand. Der Skorpion kletterte auf seinen Rücken und der Fuchs fing an zu schwimmen. Plötzlich mitten auf dem Fluss stach der Skorpion mit aller Gewalt zu. Das Gift strömte sofort durch den Körper des Fuchses und er spürte den nahen Tod.

„Warum hast du das getan, du böser hinterhältiger Skorpion. Du hast mir gesagt, du wolltest mich nicht stechen. Ich habe dir vertraut und jetzt müssen wir beide sterben!!!“

Und mit seinem letzten Atemzug antwortete der Skorpion:

„Ich bin ein Skorpion. Ein Skorpion muss stechen!“

Ich erzähle diese Fabel, damit die Skorpione sehen und verstehen, dass es mittlerweile Füchse gibt, die die Skorpione durchschaut haben. Sie werden nicht mehr von den Füchsen auf den Rücken genommen. Sie haben gelernt die Füchse und haben alle anderen Tiere über das Wesen des Skorpiones informiert. Sie sind sogar dermassen clever, dass sie die Skorpione in die Nähe von Feuern locken, damit sie sich wärmen können, denn die Skorpione haben ja kein Fell, sondern einen Panzer, wie die Insekten. Da die Skorpione nicht nur hinterhältig, sondern auch maßlos sind, wollen Sie immer näher an das wärmende Feuer.Das hält aber der Panzer nicht aus,  und da sie kein Rückgrat haben, krümmt sich der Skorpion bis zum Schwanz und sticht sich zuletzt selbst. Und das Gift, das normalerweise anderen eingestochen wird, rafft sie selbst dahin.

Und :

Das andere Ufer werden Sie nie erreichen…, nicht solange es Füchse gibt!

….wird aufgeklärt