Seit zwei Jahren gibt es die Facebook-Gruppe „VG Wachenheim-Forum“, die Bürgern der VG Wachenheim die Möglichkeit bietet, alles mögliche über unsere VG zu posten. Ob Veranstaltungen, Hinweise, News, fast alles ist erlaubt und gewünscht. 

Die Gruppe hat mittlerweile 329 Mitglieder(!) und entwickelt sich langsam zu einer Plattform, die mehr und mehr von der Öffentlichkeit angenommen und auch bekannter wird!

Einfach vorbeischauen!

Man freut sich auf jede(n) einzelne(n) und die informativen Beiträge und Meinungen!

Bei diesem Ergebnis wird es wohl eine sehr intensive Nachzählarbeit geben.

Aber: Herr Bechtel hat eine Mehrheit!

Wir gratulieren!

Vor allem auch Frau Stegmann und ihrem Team zu einem sehr guten Wahlkampf!

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Neulich im Auto lief SWR1 „Heute im Stadion“. Zu irgend einem der Spiele sagte ein Reporter, dass die Heimmannschaft nach der Führung auf Beamtenfußball umgeschaltet hat, und dass Verwalten einfach zu wenig gewesen sei, der Ausgleich und der der Rückstand also folgerichtig. Warum musste ich dabei an unseren Wahlkampf denken?

Jahr ein Jahr aus kichern wir über Beamtenwitze, würden Verwaltungsmenschen nicht als leuchtende Beispiele für Flexibilität oder Kreativität nennen, mosern gelegentlich über starre bürokratische Abläufe – und jetzt soll ausgewiesene Sachkenntnis in eben solcher Verwaltung das Hauptargument für eine Kandidatin und gegen einen Kandidaten sein? Sorry, das unterschiedliche Geschlecht sorgt dafür, dass ich eigentlich auch die Namen hinschreiben könnte.

Wenn die Stelle des Verbandsgemeindebürgermeisters eine reine Verwaltungsstelle wäre, dann könnte man sie ausschreiben, die Bewerber zu Vorstellungsgesprächen einladen und auswählen. Ist aber nicht so. Der Gesetzgeber hat eine Wahl für dieses politische Amt vorgesehen. Weshalb die Beisitzer ja auch mit ihrem Vorhaben gescheitert sind, Torsten Bechtel durch eine Ausschreibung, die nur Verwaltungsexperten zulässt, von der Wahl auszuschließen. Ebenso ist ja auch niemand auf die Idee gekommen, nur Menschen mit Erfahrung in der Politik auszuschließen.

Nun ist es in diesem Wahlkampf meiner Wahrnehmung nach so: Es gibt vor der Stichwahl drei Lager.
1. Pro Bechtel
2. Anti Bechtel/Wachenheim
3. Pro Stegmann

Das Ranking könnte auch die Größe der Lager widerspiegeln, wobei 2 und 3 zusammen wahrscheinlich eine knappe Mehrheit haben.

Von Sachargumenten lassen sich die allerwenigsten beeinflussen. Das ist traurige Realität in dieser zerrütteten Verbandsgemeinde, in der es sehr vielen sehr gut geht, in der auch vielen, denen es nicht gut geht, geholfen wird. Das vor allem die Anhänger der Anti-Bechtel/Wachenheim-Gruppe in ihrer Wortwahl den Anschein machen, Nepal, der Nahen Osten, und weite Teile Afrikas ginge es im Vergleich zu Ellerstadt, Friedelsheim und Gönnheim noch gut, falls der Wachenheimer Bürgermeister auch Verbandsgemeindebürgermeister würde, ist befremdlich.

Dass das Wachenheimer Bauamt per Erlass des Beisitzers Rentz nur noch im Beisein der Beisitzer Rentz und Dietrich mit den Bürgermeistern (nur Bechtel wird namentlich erwähnt) sprechen darf, ist ebenfalls befremdlich.

Dass die Plakate von Frau Blaul per Sondergenehmigung des SPD-Beisitzers der VG weiterhin hängen dürfen, ist auch seltsam.

Wie es für die VG Wachenheim typisch ist, macht sich also die Anti-Gruppe am deutlichsten bemerkbar. Aber ich schweife vom Thema ab.

Sachfragen, Kenntnis der lokalen Themen – das ist für mich ein Wahlargument.

Verwaltungswissen – haben beide ausreichend. Und die Stelle der Büroleitung im VG-Rathaus hat sicher seinen Grund.

Liebe Wachtenblog-Leser, lasst die Kandidaten für sich werben. Die Stimmungsmache gegen Torsten Bechtel ist unappetitlich. Die gegen Birgit Stegmann wäre es auch. Es geht um den Posten der VG-Leitung und nach der Wahl werden nur die Mitarbeiter der VG im Alltag einen Unterschied zu vorher merken.

 

 

„Wenn weelschen du fer de neie Kittelberger? Doch de Beschtel?“

„Ah, denn konnscht doch net weehle, des is doch en Leerer. Unn der is doch schunn Birgermeeschder vun Wachrem. Unn zweemohl Birgermeeschder, des geht jo gar net. Unn die hamm doch gsacht, dass mer do verwalde kenne muss, des is awwer kenner wo verwalde kann, weils ewe än Leerer is. Unn der is mir sowieso uhoimlich, der werd vunn Waalkompf zu Wahlkompf jinger, zuminneschd uff de Plagaade!“

„Also weelscht donn doch die onner? Die Stegmonn?“

„Ah, die konnscht doch net weehle, die is kännie vun do. Des is ä zugezoginie. Unn donn noch vun hinnedrause, so ä Schlabbefliggerin. Oah, her mer bloos uff. Die konn zwar verwalde, awwer obb des als Birgermeeschderin longe duud? Isch wees net, do muschd doch a was vermiddle kenne. Fascht so wien Leerer! Unn die is mir sowieso uhoimlich, ich glaab die will Brahliene verkaafe odda Mussig mache, zuminneschd uff de Plagaade! Unn in de Zeidung wees die nedd, wie alld se is, die macht sisch ellder.“

„Also weelscht donn doch die gonz onner? Die Blaul!“

„Ah, die konnscht doch net weehle, die wees jo sellwer net warum! Die konn a bissel verwalde unn is vun do, awwer des hoscht doch ah gelese, die wees eschd net, warum die Birgermeeschderin werre will. Des hot se demm Schurlanist net vermiddle kenne! Unn die is mir sowieso uhoimlich, wege dem Noome uff de Plagaade. Do geed doch in Gennem die Poschd abb“

„Uoh her mer wirglisch uff, is des kombliziert. Isch glaab isch muss des werfle, awwer erschd dringk isch än Schorrle, odda zweeh! Des werds donn schunn rischde!“

Nur ein paar Tage nach denen Herr Huther von der SPD eigenen Kandidaten die Eignung abgesprochen hat, überrascht eben diese SPD mit der Ankündigung eine eigene, wenn auch nicht SPD-Zugehörige, Kandidatin für die Wahl zum VG-Bürgermeister/-in zu präsentieren.

Ein ehemaliger Wachenheimer, dem seine Heimatgemeinde am Herzen liegt, sammelt zur Zeit die notwendigen 80 Unterschriften, um sich als unabhängiger Kandidat zu bewerben.

Der Wachenheimer Stadtbürgermeister hat zumindest noch nicht seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur verkündet. 

Aus den diversen Gemeinden dringen immer wieder Gerüchte, dass auch ein anderer OrtsBM überlegte, seinen Hut in den Ring zu werfen.

Dies ist doch eine erfreuliche Entwicklung, da eine demokratische Wahl, gerade eine Urwahl wie im vorliegenden Falle, auch immer eine Auswahl beinhalten sollte, sprich mehrere Kandidaten oder Kandidatinnen.

Wir werden es am 29.03.15 wissen, wer sich alles um das Amt des Verwaltungsleiters der VG bewirbt. Und ich bin mir sicher, dass dieser Wahlkampf sehr lebhaft werden wird. Auch, da wohl mit einigen Kandidaturen, siehe oben, die Grenzen zwischen den politischen Lagern verschwimmen werden, um das mal demokratisch positiv auszudrücken. Und da es wohl sehr personenbezogen werden wird, bleibt die Hoffnung auf eine Besserung der politischen Umgehensweise miteinander. 

Hart in der Sache, aber fair zur Person.

Die Weihnachtszeit ist fast vorbei, die Bürgermeisterwahl der Verbandsgemeinde ist Geschichte und das Leben geht wieder seinen beschaulichen oder auch nicht so beschaulichen Gang. Die Tage werden länger. Der schöne Alltag hat uns alle wieder.

Nun ist Wachenheim Mitglied einer Verbandsgemeinde. Zusammen mit Friedelsheim, Ellerstadt und Gönnheim. Die Reihenfolge der Aufzählung geschah willkürlich, Wachenheim wurde als erste Stadt genannt, da ich als Wachenheimer aus Wachenheimer Sicht schreibe. Diese Verbandsgemeinde hat gewählt. Einen gemeinsamen Bürgermeister und Leiter der gemeinsamen Verwaltung.

Die Wahl ist eindeutig zu Gunsten von Herrn Kittelberger ausgefallen, zu dessen Sieg ich ihm aufrichtig gratuliere. Was mir während des Wahlkampfes besonders auffiel, war der Eindruck, daß der Wahlkampf oftmals als Lagerwahlkampf dargestellt und wahrgenommen wurde. Lagerwahlkampf nicht im Sinne der politischen Lager, na ja vielleicht doch ein bisschen, aber vorwiegend wurden die Ortschaften gegenseitig ins Feld geführt, als wäre irgendwo eine unsichtbare Demarkationslinie gezogen und wir wollten uns gegenseitig die Wingert klauen.

Diese persönliche Wahrnehmung der Situation zwischen ‚den‘ Gemeinden brachte mich zum Grübeln, was denn so an Gemeinsamkeiten vorhanden sei, bzw. welche Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden könnten. Oder welche Unterschiede gibt es. Vielleicht der einfachere Anfang.

Die Einwohnerzahl, Supermärkte pro Kopf, Köpfe pro Supermarkt, gereinigtes Wasservolumen pro Kläranlage, Höhenlage, Anzahl der Männer und Frauen pro Dorf, Kinder pro Kopf. Die Statistik ist bekanntlicher Weise eine Hure und die Mathematik ihr Freier.
Insofern erachte ich diese Kennzahlen als sinnlos und wenig aussagekräftig. Und es hat mich bei meinem Grübeln nicht weiter gebracht.

Als Pfälzer kamen mir dann relativ schnell die Weinfeste in den Sinn! DIE Weinfeste. Wachenheim hat eins, Gönnheim hat eins, Friedelsheim hat eins und Ellerstadt logischerweise auch. Wir haben aber auch alle exquisiten Wein. Selbst beim feiern fällt es mir schwer eine, blöder Anglizismus, Corporate Identity zu finden.

Streiten, diskutieren(dischbidiere) können wir alle und gut! Das tun wir auch regelmässig, wie o.g., zu Wahlen, über Supermärkte, Strassen, Kosten, Verteilerschlüssel etc.etc.
Aber da haben wir ja auch einen Platz dafür, an dem man sich regelmässig treffen und streiten kann. Den Verbandsgemeinderat. Eben mit Herrn Kittelberger als Bürgermeister. Der Rat ist wichtig für ein Miteinander, einen Konsens, damit wir Bürger alle eine gemeinsame Basis haben, bzw. diese von unseren gewählten Vertretern für uns geschaffen wird.

Warum haben wir eigentlich dann kein Verbandsgemeinde-Fest? Bei dem wir alle zusammen ab der alltäglichen Diskussion die Weinseligkeit oder sonstige Dinge austauschen. Es gibt sogar schon einen kleinen Bruder davon. Das VG-Fussballturnier. Das könnte man doch mal als Basis für etwas grösseren nehmen. Es gibt ja nicht nur Fussball oder Sport. Es gibt Musik, Theater und viele andere kulturelle Dinge mehr.

Kann man die nicht zusammenfassen oder ausbauen?

Klar, ist ein grosser Klopper, aber eine Olympiade beschreibt ja auch einen Zeitraum zwischen zwei olympischen Spielen, da man einige Zeit braucht diese ganze Arie zu organisieren.

Der Gedanke, der sich bei mir gegründet hat ist also ein Verbandsgemeindefest mit allem Zipp und Zapp. Alle 4 Jahre grosses gemeinsames Theater, wie bei den Wahlen. Fast wie bei den alten Griechen und ihren Polis. Wenn so etwas mal zu Stande käme, fühlte ich mich gleich wie bei den Galliern, am Schluss sitzt man immer zusammen und feiert, Franzosen eben. Die feiern schon und wir streiten noch!

Und wenn es nur einmal klappen könnte, nur einmal. Bevor wir alle Deidesheimer werden. Nur um denen zu zeigen wo der Bartel de Moscht holt.

Uups. jetzt fange ich ja schon wieder …