Der Wachenheimer Waldkindergarten hat Nachwuchsmangel. Nein, das ist kein Aufruf, Kinder zu zeugen. Denn bis die so sicherlich in großer Zahl auf die Welt gekommenen Kleinen in den Genuss des Waldes kommen können, vergehen ja weitere drei Jahre und neun Monate. Da täte dem Wald schon früher eine regere Nachfrage nach Plätzen gut. Also nicht falsch verstehen, ich will jetzt auch niemanden von irgendwas abhalten, was bei Fußball-WMs statistisch betrachtet häufiger vorkommt, als an anderen Frühsommerabenden.

In den vergangenen Jahren hat sich oft gezeigt, dass zwar viele Eltern ihre Kinder für die Waldameisen anmelden möchten, sie aber Beruf und Betreuungszeiten nicht miteinander verbinden können. Im Wald war bisher von 8 bis 13 Uhr Leben und Lernen in der Natur, dann war aber Schluss. Doch nach den Sommerferien gibt es die Möglichkeit, dieses Angebot bis 14 Uhr inklusive Mittagessen zu verlängern. Zu diesem verlängerten Vormittagsangebot gibt es morgen, am 17. Juni um 20 Uhr im Ratssaal der Stadt Wachenheim eine Informationsveranstaltung. Frau Sutter als Leiterin der Kita und Torsten Bechtel als Chef des Ganzen wird da sein, ebenso wie Katharina Oehmichen, eine der beiden Erzieherinnen im Wald und ein paar der aktuellen Waldameiseneltern. Katharina wird den Tagesablauf und das Konzept der Waldameisen vorstellen und steht für Fragen zur Verfügung.

Meine Jüngste durfte drei Jahre Wald erleben – eine kostbare Zeit, von der sie noch lange zehren wird. Alle, die sich für den Waldkindergarten interessieren, lege ich diese Veranstaltung ans Herz. Vielleicht inspiriert sie ja dann auch…aber das haben wir ja schon eingangs geklärt.

Die Waldameisen, also die Waldkindergartengruppe des Wachenheimer Kindergartens, feiern ihr 10jähriges Bestehen. Diesen Geburtstag begehen sie am 13. April von 14 bis 18 Uhr mit einem Fest auf der großen Wiese im Poppental, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Es wird diverse Spiele und Aktivitäten geben, und natürlich sorgen wir für reichlich Essen und Trinken.

Die aktuellen Waldameisen im Winter 2013

Die aktuellen Waldameisen im Winter 2013

Besonders freuen wir uns auf Eltern, die in Erwägung ziehen, ihr Kind, oder besser noch ihre Kinder, in den Waldkindergarten zu schicken. Aus Erfahrung kann ich sagen: Es gibt nichts Besseres für Kinder. Klar, der ein oder andere junge Mensch mag Probleme mit der winterlichen Kälte haben (eigentlich spielt sich das eher im Kopf der Großeltern ab), und es gibt bestimmt individuelle Gegebenheiten, die gegen die Kindergartenzeit im Wald sprechen – aber wenn es zeitlich für die Eltern machbar ist, ist der Waldkindergarten unvergleichlich.

Also, zum Fest kommen, Waldameisen, Eltern und Erzieherinnen in ihrem Habitat kennenlernen und mitfeiern.

In Wachenheim kann man nicht nur wunderbar heiraten und feiern, nein, jeden Donnerstag kann man auch auf dem Markt Markfrisches einkaufen. Und an jedem ersten Donnerstag im Monat muss man dazu nicht mal vorher frühstücken. Aufs feinste belegte Brötchen (vielleicht Waffeln – ohne Gewähr), Kaffee, frisch gepresster Orangensaft und – wir reden von Wachenheim – natürlich auch Sekt heimischer Provenienz gibt es zu wahrlich bodenständigen Preisen beim Wachenheimer Marktfrühstück von 8:30 an.

Diesen Donnerstag, 6. September ist es wieder so weit. Diesen Donnerstag besuchen aber auch die Nutznießer das Frühstück – die Wachenheimer Waldameisen, also die Waldgruppe des Kindergartens. Die Einnahmen der Marktfrüstücke kommen ihrer Gruppenkasse zu Gute, aus der zum Beispiel Brennholz für den Winter oder Bastelmaterial angeschafft werden kann.

Die Waldameisen, derzeit sind es zwölf Kinder zwischen drei und fünf, kommen natürlich nicht nur, um sich die Bäuche voll zu schlagen. Sie werden auch ein paar Liedchen singen, um sich bei den Marktbeschickern und Frühstückern zu bedanken. Den Hauptteil der Zutaten spenden nämlich die Standbetreiber. Also: Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie Kinder aussehen, die jeden Morgen der Woche bei Wind und Wetter fast fünf Stunden den Pfälzer Wald mit allen Sinnen erleben, und dabei ein Käsebrötchen in der einen Hand, ein Sektglas in der anderen und eine Kaffeetasse in der dritten halten wollten, dann ist der kommende Donnerstag die Gelegenheit.

Wollen Sie wissen, ob Amokoma am Samstag das Burg- und Weinfest in Wallung brachten, was einen Alt-Wachenheimer am heutigen Weinfest-Tag begeisterte  – und warum Sonntag der Familientag wird?

Habe wieder frisch vom Weinfest geblogt.

Am kommenden Donnerstag ist wieder Markt in Wachenheim. Wie jeden Donnerstag. Wie jeden ersten Donnerstag im Monat ist aber auch wieder Marktfrühstück. Entgegen anderslautender Meldungen im Amtsblatt bestreiten Eltern und Großeltern der Waldameisen (der Waldgruppe des Kindergartens) in diesem Jahr die Veranstaltung.

Das Ganze funktioniert nur dank der unglaublichen Großzügigkeit der Marktbeschicker: Sie spenden uns Brötchen, Wurst, Käse, Lachs und Orangen und helfen uns auch ansonsten bei der Organisation. Das Sektschloss steuert ein paar Flaschen edlen Sekt (jeweils der Sekt des Monats) bei, der Bauhof stellt Biergarnituren, Kaffee machen die Waldameiseneltern/-großeltern und fertig ist alles, was für ein herzhaftes Frühstück nötig ist.

Schon bei der ersten Ausgabe des diesjährigen Marktfrühstücks haben sich einige Gruppen auf ein Brötchen getroffen. Los geht es gegen 8:30 Uhr, sobald die Waldameisen im Wald verschwunden sind und ein paar Brötchen belegt sind.

So sieht ein Mandala im Waldkindergarten aus.

Dieser Blogbeitrag richtet sich nicht primär an die Stammleser des Wachtenblogs, sondern an Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Waldpädagogen/innen und Erlebnispädagogen/innen: Der Wachenheimer Waldkindergarten braucht Verstärkung! Bei den Waldameisen, der „Outdoor-Gruppe“ der städtischen Kindertagesstätte Pusteblume, ist ab Januar die Stelle einer Erzieherin neu zu besetzen. Wer zu uns nach Wachenheim an der Weinstraße kommt, den erwartet nicht nur eine unbefristete Teilzeitstelle mit Bezahlung nach Tarif (TVöD), sondern ein Arbeitsplatz im vielleicht schönsten Waldkindergarten Deutschlands (das finden jedenfalls wir Waldeltern).

Poppental

Wachenheim liegt an der Deutschen Weinstraße, etwa 25 km westlich des Rheins auf der Höhe von Mannheim und Ludwigshafen.  Der Ort liegt zwischen Weinreben und dem Pfälzer Wald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Jeden Morgen treffen sich die Waldameisen auf einem Spielplatz im romantischen Poppental. Von dort wird losgewandert, etwa zum Hexenstein, zur Keltenquelle oder zur Wachtenburg (siehe Titel unseres Blogs).

Während im Sommer Bach und Barfußpfad locken, rodeln die Kinder jetzt auf Schlitten und „Poporutschern“ die Hänge herunter. Zum Aufwärmen wird ein Schwedenfeuer entfacht, oder die Waldameisen ziehen sich in ihr neues Indianertipi zurück. Auch einen Bauwagen gibt es, der vor allem als Materiallager genutzt wird. Und damit es im Wald niemals langweilig wird, geht’s ab und zu auch ins Kindertheater, zur Feuerwehr, auf Nistkasten-Führung mit dem Nabu oder zur Obsternte bei Wachenheims Apfelhof.

Das Tipi wurde mit einem Indianerfest eingeweiht.

Zur Zeit gehören  17 fröhliche Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren zu den Waldameisen. Außerdem haben wir eine tolle Erzieherin, die auch Wald-Neulinge einarbeiten kann. Wir Eltern sind vom Waldkindergarten begeistert – deshalb haben wir mit Erzieherin und Elternsprechern vereinbart, dass wir Wachtenblogger bei der Suche nach unserer Verstärkung helfen.

Mehr Informationen über die Waldameisen und das „Mutterhaus“ gibt es auf den Webseiten der Pusteblume. Die offizielle Stellenausschreibung findet man im Internet, außerdem können Sie hier das Stellenangebot des Waldkindergartens als Flyer herunterladen.

Der "Mittelpunkt" unserer Weihnachtsfeier 2009.

Übrigens, wenn Sie Interesse an der Stelle haben, aber nicht aus der Pfalz kommen: Wachenheim bietet eine hohe Lebensqualität, ist sinnenfroh und familienfreundlich (neben Kindergarten gibt es Hort, Grundschule und die ersten zwei Jahrgänge einer Integrierten Gesamtschule). Alle anderen weiterführenden Schulen (inkl. Waldorfschule) sind problemlos erreichbar. Es gibt eine gute Zugverbindung nach Neustadt an der Weinstraße, und mit dem Auto ist man in 20 Minuten in Ludwigshafen, wenig später in Mannheim und Heidelberg.

Wichtig ist uns Eltern, dass Sie liebevoll mit unseren Kindern arbeiten. Fröhlich und engagiert sollten Sie sein, und Freude an der Natur und dem Lauf der Jahreszeiten vermitteln. Interessierte Bewerber/innen können sich direkt an die Pusteblume wenden. Wer erstmal bei uns „vorfühlen“ möchte, erreicht uns per Kommentar hier auf dem Blog oder unter wachtenblog@email.de

Nachdem wir uns bis vor ein paar Stunden unter großer Anteilnahme mit der letzten FWG-Schrift auseinandergesetzt haben, jetzt zu etwas ganz anderem, wie auch Monty Python gerne mal überleiteten.

Das Tipi für die Waldameisen – die Waldgruppe unseres Kindergartens – ist endlich bestellt. Nach langem hin- und her (nein, wir machen nicht noch eine wer-ist böse-Diskussion auf) hat Bürgermeister Bechtel gestern die Faxen dicke gehabt und das Ding bestellt. Die Eltern wollen es, die Erzieherinnen wollen es, das Geld wurde im Wesentlichen gespendet, z.B. am Kuchenstand der Waldameisen bei Kräutermarkt. So können die Waldameisen nun also hoffen, im Winter einen Rückzugsort zu haben, sollte es mal wieder extrem kalt werden. Freut mich.

Wir freuen uns, dass der Wachtenblog nachhaltig eine so große Zahl von Lesern erreicht. Dahinter können nicht nur unsere Freunde und Verwandten sowie masuliske Möchtegern-Missionare stecken. Etwas sehr Schönes bei WordPress, unserem elektronischen Blog-Zuhause, ist die Blogstatistik. Da sehen wir Blogger, mit welchen Suchbegriffen die Menschen zu uns kommen. Natürlich ist das völlig anonym – wir erfahren nie, wer bei uns war (außer jemand ist so nett, uns einen Kommentar zu hinterlassen).

Aus den Suchbegriffen wird klar:  Viele Wachtenblog-Leser wissen genau, was sie suchen. Manchmal wissen sie etwas weniger genau, wie man das schreibt. Ist aber nicht schlimm, google findet uns zu all diesen Begriffen:

wachtenblog, wachtenblogg, wachtenblock, wachtenböog, wachenblog, wachenheim blog, wachtenblogger

Andere Suchen sind spezieller. Viele betreffen natürlich die Wachenheimer Themen:

Pfortenstück Wachenheim → An einem Tag im Februar häuften sich die Suchen nach diesen Begriffen. Im Nachhinein konnten wir rekonstruieren, dass der ablehnende Bescheid der SGD zum Flächennutzungsplan an dem Tag bekannt wurde. Da wollte man wohl wissen, ob wir es auch schon wissen. Naja, dieses Gras haben wir nicht wachsen gehört. Aber wir arbeiten daran. Heute kamen übrigens zwei Suchen nach „pfortenstück wachenheim“ und eine nach „bebauungsplan pfortenstück“. Ist da wieder was im Busch?

Wachenheim Friedhof Bauvorhaben → Das mit dem Bauvorhaben beruhigt uns, denn darüber haben wir tatsächlich gebloggt. Unter Wachenheim Friedhof allein wollen wir uns natürlich nicht einordnen lassen – ist ja schließlich kein toter Blog hier.

Winzergenossenschaft Wachenheim Mitglied → Das ist keiner der Wachtenblogger. Wir sind aber an Blogger-Nachwuchs interessiert, Winzer wären natürlich sehr willkommen!

wachenheim grundstück „im höhnhausen“ → Absolut zu empfehlen – und im Wachtenblog sieht man schon einmal, was für schräge Leute in der Nachbarschaft wohnen.

Flugblatt anonym → Sehr schön, denn das war der Ausgangspunkt des Wachtenblogs. Bei der Suche nach diesem Begriffspaar listet google den Wachtenblog übrigens auf Rang 1!

Habekost →Treffer, über den Kurpfälzer Comedian haben wir mehrfach gebloggt – und werden es bis zu seinem freudig erwarteten Gastspiel im November sicher wieder tun. Christian Habekost steht in dieser Liste auch stellvertretend für viele Personen (Bürgermeister, Stadträte, etc.), über die wir bloggen und die bei uns gefunden werden.

Und dann gibt es noch die Leser, die sich wohl ziemlich wundern, wenn google sie ausgerechnet zu uns schickt. Hier eine Auswahl der eher abseitigen Suchbegriffe:

Wissenswertes zur Ampel → Im Wachtenblog lernt man hoffentlich immer was dazu, meinetwegen auch zur Ampel. Wenn der Begriff allerdings kommualpolitisch gemeint ist, können wir nicht helfen. Der Wachenheimer Stadtrat agiert ohne eine offiziell definierte Koalition – und das Grün zur Ampel fehlt auch. Wenigstens gibt es im Stadtrat des Nachbarorts Bad Dürkheim eine sogenannte Schwarze Ampel, besser bekannt als Jamaika-Koalition.

Waldameisen auf dem Grundstück → Das ist was Tolles, wenn sie zweibeinig und 3 bis 6 Jahre alt sind und sich frühmorgens im Poppental treffen. Das wollte der Suchende ganz bestimmt wissen, oder?

Sperrmüll zusammennehmen → Da können wir nicht weiterhelfen. In Wachenheim wird der Sperrmüll auseinander genommen, sobald er mehr als zehn Minuten draußen steht.

anhalte „vorsicht bissiger tiger“ → Bei dem Schild sollte man nicht halten, sondern schnell weiterfahren. Aber keine Angst, hier gibt es nur bissige Blogger.

von dir umarmt → Da umarmen wir einfach mal zurück.

To be continued…

"Verbrennt ihn, verbrennt ihn!"Am Montagnachmittag wurde auch der Wachenheimer Winter verbrannt. Die feuerführenden Waldameisen sowie Kinder der Pusteblume und zahlreiche ausgewachsene Begleitpersonen hatten sich auf der Wiese im Poppental versammelt, um sich zu vergewissern, dass der Jahreszeit ordnungsgemäß der Garaus gemacht wurde.

Dem Winter war zu Last gelegt worden, seit Mitte November für unangenehm tiefe Temperaturen gesorgt zu haben, in deren Folge ein Großteil der heimischen Laubbäume ihr Blattkleid verlor. Aufenthalte im Freien waren seit dieser Zeit besonders für Eltern mit schweißtreibenden Ankleideprozeduren in beheizten Fluren verbunden, die immer wieder zu Blutdrücken in gefährlichen Regionen führten.

Auch bei weiten Teilen der Auto und Fahrrad fahrenden Bevölkerung hatte sich der Winter durch seine Beharrlichkeit unbeliebt gemacht. Anwälte der Streumittelhersteller hatten bis zuletzt versucht, einen Aufschub der Winterverbrennung zu erwirken – ohne Erfolg. Der Wachenheimer Winter ging im Beisein des Frühlings innerhalb von Minuten in Flammen auf.

Als ich neulich schrieb, das Tipi für die Waldameisen, die Waldgruppe unseres Kindergartens, sei genehmigt, war das nicht ganz korrekt. Wie sich jetzt herausstellte, ist das Aufstellen des Zeltes nicht genehmigt, jedoch geduldet. Ob diese formelle Feinheit für den praktischen Ablauf der Dinge Konsequenzen haben wird, bleibt abzuwarten.

Schon hört man von einem schwierigen Grundstücksnachbarn, der zwar nur an manchen Wochenenden zugegen sein soll, den aber ein Tipi stören könnte. Aber vielleicht mag der Nachbar ja Kinder, besonders solche, die er nie sieht.

Vielleicht ist ein Tipi lediglich zu erdulden, weil es länger als ein paar Tage stehen bleibt und somit wohl baurechtlich zu betrachten ist. Bloß keinen Präzedenzfall. Nicht, dass noch mehr Waldkindergärten auf die Idee kommen, ihr Tipi auf dem Kämmertsberg aufzustellen. Wie auch immer, das Tipi wird geduldet. Und das ist ja schon mal was, das sicher auf irgend einem Papier vermerkt wurde. Und wie sagte schon der große Philosoph Bürokrates: „Kein Formular ist so wichtig wie sein Durchschlag.“