Es lohnt sich den unteren Link auf Spiegel anzuklicken und in Ruhe zu lesen.

http://www.spiegel.de/reise/deutschland/biodynamischer-weinbau-auf-gut-odinstal-a-939283.html

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Der 13. Juni war kein Glückstag für Wachenheim (siehe unten), aber es gibt auch Grund zu feiern: An dem Tag wurden die Sieger des Wettbewerbs „Best of Riesling 2012“ bekannt gegeben. Unter mehr als 2.300 Weinen hat Jürgen Zimmermann wieder einen ersten Platz belegt! Mehr steht im Burg- und Weinfest-Blog.

Herzlichen Glückwunsch an Jürgen Zimmermann und seine Mannschaft!!!

Der dritte Vorbericht im Burg- und Weinfest-Blog befasst sich mit dem – na, was wohl?-  Wein! Hier geht’s zum Artikel.

Mitblogger für die Weinfestwochenenden werden übrigens noch immer gesucht!

Letzte Woche hatte eine Freundin 40. Geburtstag und ich war dazu verdonnert das Geschenk für den gesamten Freundeskreis zu besorgen, bzw. als ich hörte sie wolle Wein, habe ich an meinen leeren Weinkeller gedacht und witterte eine Win-Win-Situation, ach diese Mist-Anglizismen, eine ja wie sag ich das denn?

Also ich dachte ich könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, a Two-Fly-Swatter or so.., nämlich Wein für die Freundin und Wein für mich kaufen. In Wachenheim, logisch. Zimmermann, Bürklin, Genossenschaft etc. wir haben ja alles. Als alter Vergissalles war es dann Samstagmorgen, wir mussten früh an den Bodensee fahren, und ich hatte vergessen das Geschenk zu besorgen. Also auf zu Bürklin und kaufen. Aber die machen halt erst um 11.00 Uhr auf und es war 9.30 Uhr. Mit Angstschweiss auf der Stirn und der Angst von meinen Freunden gesteinigt zu werden, fuhr ich dann zufällig an Frau Schweizers Käse und Wein-Laden vorbei. Geöffnet.

Hier fand ich zwar keine Wachenheimer Weine, dafür aber leckere andere Pfälzer, ein Spanier, Pfälzer Hörspiele, die die Autofahrt mit Kindern zu einem Genuss werden liessen, eine tolle Käseauswahl, Essige, Öle, freundlichste und kompetente Beratung. Als ich am Gehen war, wurde ich dann noch in den kleinen begrünten Innenhof geführt, der bestuhlt und betischt ist. Dort kann man in romantischster Atmosphäre sitzen, ein bisschen Käse und Wein naschen, und falls es ein bisschen mehr Käse und Wein gewesen sein sollte, den Magen mit Mohrbacher Kaffee aufräumen.

Ein Idyll mitten in Wachenheim, das es wert ist bekannter zu sein! Und das beispielhaft ist, wie man mit einfachen Mitteln den Ortskern, den wunderschönen Ortskern mit Potential, aufpeppen kann.

Und meine Freundin ist jetzt auch glücklich mit ihrem Geschenk, ich habe noch einen Freundeskreis, und ich werde bald froh sein, wenn ich ein paar leckere Flaschen für meinen Keller erworben haben werde.

Liebe Leser!

Als leidenschaftlicher Weintrinker, dem nachgesagt wird, etwas exzentrisch zu sein, oder positiv, nicht dem Mainstream folgend, breche ich jetzt eine Lanze, für weisse Rebsorten, die nicht Riesling sind und manchmal etwas verächtlich Bouquet-Weine genannt werden. Hier in unserer Gegend, der Championsleague des Rieslinganbaus, wird in den letzten Jahren mehr Wert auf rote Rebsorten gelegt und weiße Sorten, die aus dem Ausland zu uns dringen. Beispiele hierfür sind Spätburgunder, der teilweise sensationell gut ist, und solch durchaus leckere und frische Sorten wie der Sauvignon Blanc. Die Namen der Rebsorten rufen bei mir Assoziationen hervor, wie vor Jahren in der Telekommunikationsbranche. Hauptsache auswärtsisch, dann muss es gut sein, oder wird zumindest gekauft.

Doch gibt es traditionelle Rebsorten, die bei einem, das setze ich bei der Championsleague voraus, professionellem Ausbau, fantastische Ergebnisse in der Flasche ergeben. Ich denke da an Muskateller, Scheurebe etc.. Und vor allem mein persönlicher Favorit, der Gewürztraminer.

Wenn wir von der lange herrschenden Meinung, furztrocken gleich gut, uns ein bisschen entfernen, öffnen sich dem Wein-Fan neue Welten. Diese Trauben sind so viel-fältig und -schichtig, daß deren trinken nie langweilig wird, insbesondere wenn ein bisschen Restsüße im Wein verblieben ist, das diese als Geschmacksträger hervorragend zu pass kommt. Und ich als duftorientierter Mensch bin total von dieser Aromenvielfalt im Bouquet begeistert, wenn ich meine Nase ins Glas halte. Wer da ein kleiner Vorreiter in Beziehung Vermarktung war und auch noch ist, ist der Herr Michel aus Bad Dürkheim und auch sein, so glaube ich ehemaliger, Compagnon Herr Darting. Letzt genannter hat übrigens ein bisschen was davon im eigenen Weinangebot. Auch der Gelbe Muskateller der Vier Jahreszeiten ist hierfür ein Paradebeispiel.

Regelmässig fahre ich in Elsass, um mich mit den dortigen Gewächsen der Sorten Muskateller und Geürztraminer zu versorgen. Diese Weine sind dort einfach der Hammer. Und ich hoffe, da könnte ich nämlich das ersparte Benzingeld in Wein umsetzen, dass auch hier bei uns wieder verstärkt diese traditionellen Rebsorten in toller Qualität angebaut werden. Insbesondere, als Lokalpatriot wünsche ich mir das besonders, in Wachenheim

Der erste Wein dieser Art, den ich jemals getrunken habe und mir mein Coming out bescherte war ein 96′ Muskateller von, man höre und staune, Bürklin und Wolf, den ich mir zufällig kaufte, als wir 97 frisch nach Wachenheim gezogen waren. Auf Nachfrage bei Tom Benns vor einiger Zeit, ob so etwas nicht mal wieder kommen könne, kam leider die Antwort, Sorry nur noch Riesling oder so. Also Ihr Spitzen-Weingüter Bürklin, Zimmermann und Co.! Enttäuscht mich bitte nicht!

Wie ich auf diesen Artikel komme? Nun ich folge auf Twitter unserer Winzergenossenschaft, und die haben ein Cuvée aus Muskateller, Kerner und Riesling, ich sehe hier ein zartes Pflänzchen Hoffnung. Da werde ich mich glaube ich ein bisschen eindecken und damit dieses Pflänzchen hegen und pflegen.