Die langfristigen Planungen unseres TuS, in zehn Jahren möchte man in der Bundesliga spielen, nehmen Formen an.

Es wurde eine finanzstarke Firmengruppe aufgetan, die bereit ist pro Jahr 2 Millionen Euro in die Struktur und Infrastruktur des Vereines zu investieren. Mit zunehmendem Erfolg wird diese Summe erhöht werden. Auch eine Umwandlung in eine AG ist in Zukunft angedacht.

Ein Sprecher des Konsortiums, es besteht aus Vertretern der Lebensmittelbranche und der Pharmaindustrie, sagte, man freue sich auf eine Zusammenarbeit und hoffe, den sportlichen Verschmelzungen der Top-Fussballvereine, speziell hier in der Region, zu einer Spielgemeinschaft, dauerhaft etwas entgegensetzen zu können.

Als ein erstes starkes Zeichen wurde Felipe Scolari, noch Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft, ebenso wie sein Stab, dauerhaft an den TuS gebunden. Scouting, professionelles Management, Win-Win-Situationen schaffen sind die Eckpfeiler des scolarischen Masterplans. Herr Scolari gab als kurzfristige Vision das Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals aus. Das Finale sieht er als unrealistisch an.

Herr Kurt Weilacher, bisher äusserst erfolgreicher Jugendtrainer und Architekt des Wachenheimer Wunders, der diese Aufgabe eigentlich vor der Brust hatte, war leider nicht für ein Interview zur Verfügung.

Wir bleiben dran.

Mist, Schorle gewonnen!

Es kam wie es kommen musste. Frank und ich haben um einen Schorle gewettet, ob nun Spanien oder Deutschland früher ausscheidet. Eigentlich ein sicherer Schorle für mich, hätte ich noch am letzten Wochenende gedacht, denn als ich die WM durchgetippt habe, kam als Endspiel Brasilien – Spanien raus. Das Spiel gegen Argentinien habe ich verpasst, weil ich da gerade mit ein paar Tausend anderen geradelt bin, aber es scheint so zu sein als ob ich mein Kleingeld schon mal aus der Dose nehmen sollte. Jogis Jungs spielen so gut bisher, dass ich am Mittwoch zum äußersten gehen werde: ich lasse mein spanisches Trikot im Schrank  und drücke den Männern, die sich die Seele aus dem Leib rennen, de Daumen. Scheiß auf den Schorle, wenn die wieder so spielen, verlier‘ ich den gerne.

Jetzt ist es also doch soweit. Deutschland spielt gegen Argentinien um den Einzug ins Halbfinale!

Meine Kinder sind Halb-Argentinier. Meine verstorbene Ehefrau Argentinierin. Viele meiner besten Freunde Argentinier. Mein Grill ist aus Argentinien. Das Fleisch, das ich grille kommt aus Argentinien. Ich habe Geschäftsbeziehungen nach Argentinien. Und zwei Flaggen wehen vor meinem Haus, Argentinien und Deutschland.

Mein Ältester hat deutlich Stellung bezogen und daher musste ich ihm das Versprechen abnehmen, dass wir am Samstag nicht anfangen zu streiten, wenn ich mit meinem losen Mundwerk despektierliche Äusserungen über die Albiceleste, oder auch Selección, die argentinische Nationalmannschaft, machen werde. Meine Stellung, die ich bezogen habe, ist keine. Die Leidenschaft für Deutschland, aber Argentinien ist ein Land, das Leiden schafft und leidenschaftlich ist.

Das Spiel der letzten WM musste ich alleine schauen, da ich auf Dienstreise war. Als Lehmann den Elfmeter hielt, schrie ich so laut, dass ich dachte ich bekomme einen Herzinfarkt. Und dieses Mal?

Ich glaube, ich werde zur argentinischen Hyme aufstehen, diese beginnt mit den Worten „Hört, Ihr Sterblichen“, zum Spiel argentinischen Rotwein trinken, werde zwei- dreimal spanisch fluchen, lästere über Maradonna, über dessen Leben und fußballerische Leistungen ich ein paar DVD’s im Schrank habe, ein Genie, und ich werde meine Kinder, selbstverständlich mit aller Liebe und voller Verständnis nach dem Spiel in den Arm nehmen. Vielleicht lege ich ja einen Tango auf, und denke an La Boca, die Atmosphäre in den Strassen von Buenos Aires, an meine Freunde und meine Familie, an mein Traumland.

Nach dem Spiel…

Dann, wenn unsere Jungs diese Gauchos wieder in die Pampa geschickt haben werden und sie so richtig weggehauen und verhauen haben. Dann, wenn diese überstolzen und teilweise arroganten Typen, die immer noch in Zeiten Evitas leben, in ihren blau-weißen Hemden auf dem Rasen sitzen werden und flennen, als Ausgleich dafür, dass sie beim letzten Mal so schlechte Verlierer waren, Frings prvozierten, dass er gesperrt wurde, und wir gegen Italien verloren haben. Diese pienzigen Jammerlappen, die nur darauf aus sind andere hinters Licht zu führen und den Schiri ja sowieso bestochen haben.

Und wenn sie doch durch allerlei miese Tricks und vermeintliche fussballerische Genialität gewinnen sollten, diese Pampa-Roller, diese halb-italo-ibero-was-weiss-ich-denn, dann, dann werde ich Engländer, annektiere Buenos Aires zusätzlich zu den Malvinen und gebe meine Kinder in ein Internat der Kirche, wo sie zum rechten Glauben und zu Zucht und Ordnung erzogen werden, gehe in einen Londoner Pub und haue mir die Birne zu, schmähliche Lieder über Argentinien und Deutschland singend!

Wie sagt einer meiner besten Freunde?

„Fußball ist doch keine Frage auf Leben und Tod!!…..Es ist mehr!“

Fast alle Vorrundenspiele sind gespielt, Blogger glotzen statt zu bloggen und unmittelbar nach dem öden Gerumpele zwischen Porugal und Brasilien reift die Erkenntis: die FIFA hat eine neue Strafe eingeführt. Für Spieler gibt es gelbe und rote Karten und nun gibt es auch für Zuschauer ine harte disziplinarische Maßnahme – die Nachspielzeit. Mit ganzen fünf Minuten bestrafte der Unparteiische heute bei Portugal – Brasilien uns arme Enthusiasten. Und wie Profis nach einer abgepfiffenen Aktion recken wir sofort die Arme gen Himmel und sagen: Nachspielzeit?! Warum? Ich habe doch nichts gemacht. Ich wollte doch nur Fußball sehen.

Unglaublich: Der portugisische Trainer fand, dass es ein Superspiel war.

Und nun noch der Blogbezug: Es gibt eine bloginterne Wette zur WM. Je nachdem ob Spanien oder Deutschland zuerst ausscheidet, gewinnt Frank oder ich einen Schorle.

So, jetzt muss ich wohl das Sonnensegel raffen, sonst reißt das Gewitter Segel und Baum in Stücke.

Mit einem Sieg beim Verbandsgemeindeturnier beendete die D-Jugend des TuS Wachenheim die überragende Saison mit dem Gewinn des Doubles. Der anschliessende Freudenzug auf einer Winzerrolle(netterweise von Familie Hill in Gönheim zur Verfügung gestellt), der vom Alten Galgen mitten auf das Weinfest führte, kann ruhigen Gewissens als Höhepunkt des Weinfestes und des Wachenheimer Fussballjahres gesehen werden.

Die Jungs wurden, sozusagen auf der Meistertreppe an der Kirche, von Verbandsbürgermeister Kittelberger für Ihre Leistung geehrt  und verliehen dem Weinfest Stimmung und (welt-, kreis-)meisterliches Flair.

Wir gratulieren und freuen uns für unsere Jungs, dass sie solch eine tolle Feier bekamen. Verdientermassen wohlgemerkt!!

Heute findet in Speyer der letzte fußballerische Höhepunkt vor der WM in Südafrika statt.

Die schon zuvor hochgelobte D-Jugend des TUS Wachenheim kann heute am letzten Spieltag aus eigener Kraft Meister Ihrer Kreisklasse Neustadt werden. Mit einem Sieg wäre das noch zur Winterpause für unmöglich Gehaltene geschafft. Selbst bei einem Unentschieden oder einer Niederlage müsste der Konkurrent Bad Dürkheim sein Spiel gewinnen, um unsere Wachenheimer Jungs noch einzuholen.

Wir drücken heute ab 18.30 Uhr alle Daumen, die wir haben.

Aber, auch wenn es nicht klappen sollte mit der Meisterschaft, haben die Jungs eine tolle Saison als Mannschaft hingelegt und können voller Stolz auf die eigene Leistung in die C-Jugend aufrücken.