Politik


Die Weinstraße ist gesperrt.

Die Weinstraße, Lebensader Wachenheims, ist wegen Dachdeckerarbeiten an einem Privathaus gesperrt. Voll gesperrt. Der Gau blieb aus, unser Städtchen existiert noch, keiner ist verhungert, keiner ist verdurstet und das Verkehrschaos ist auch ausgeblieben.

Dies könnte man wieder mal als Zeichen werten, dass die Mobilität, bzw. die städtebauliche Bedeutung, völlig überbewertet wird, und ist für mich ein starker Hinweis, daß es nicht Ziel sein muss Verkehr und Parkplätze in den Stadtkern zu bekommen, sondern daß es Ziel sein muß den genau gegenteiligen Weg zu gehen.

Raus mit den Autos. Parkplätze an der Peripherie, ein kleines öffentliches Nähestenverkehrsnetz. Die Weinstraße verkehrsberuhigen und zum Flanieren einladen. Zum Flanieren in unserem wunderschönen Städtchen mit all seinen Ecken und Winkeln.

Doch leider gibt es auch einen Wermutstropfen.

Ich denke, daß es nicht reicht, eine solch große und einschneidende Verkehrsmaßnahme im Amtsblatt anzukündigen. Das Amtsblatt hat zwar eine grosse Reichweite, aber die Informationswirkung ist doch eine geringe, da die Leute mal drüberfliegen und das wars. Nur so ist es zu erklären, daß viele Wachenheimer Bürger, und insbesondere Anwohner der Weinstraße, über die extreme Kurzfristigkeit der Einrichtung der Baustelle und die Dauer der Maßnahme mehr als überrascht waren.

Schon öfters zog sich die Verwaltung hinter das Amtsblatt zurück, um aufwallende Kritik abzuwehren.

Vielleicht wäre es heutzutage effizienter mehrere moderne Medien zur Information der Bürger zu nutzen. Das könnte auch ein guter Ansatz sein, die Politikverdrossenheit der Bürger aufzubrechen. Vielfältige Information schadet nicht.

Im Gegenteil. Reden und kommunizieren hilft. Immer.

„Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele. Das gilt sowohl für einzelne Menschen als auch für Organisationen. Bei Zielen kann es sich um eher sachliche bzw. materielle Ziele wie zum Beispiel Einkommen oder um emotionale bzw. immaterielle Ziele wie zum Beispiel Anerkennung handeln. Zur Umsetzung von Zielen in Ergebnisse bedarf es der Umsetzungskompetenz.“

Wikipedia

 

Hurra. Welch ein Erfolg!

Die Gefahr für Europa, Frankreich, Deutschland, ja für die ganze Welt ist gebannt. Ist dem wirklich so?

Eine rechtsreadikale Kandidatin, zumindest nach meinen persönlichen Maßstaben, erhält im Mutterland der modernen Demokratie 35% der abgegebenen Wählerstimmen! Eine rechtsradikale Partei, zumindest nach meinen persönlichen Maßstäben zieht zum 12.(!) Mal hintereinander in einen deutschen Landtag ein. Ein autokratischer Präsident im Herzen Europas höhlt, zumindest nach meinen persönlichen Maßstäben, eine demokratische Struktur in seinem Land aus. Und nochmal, ein autokratischer Präsident…usw.usw.

Hier muss doch die Frage erlaubt sein, ob diese Entwicklungen nicht als Folge von Misserfolgen zu sehen sind, Folgen einer Politik der Arroganz und Hybris, die ein krankes Selbstverständnis hat und sich als alternativlos fühlt.

Irgendein schlauer Mensch sagte mal, dass, wenn man sich auf seinen Lorbeeren ausruhe, trüge man sie an der falschen Stelle.  Und das Gefühl Erfolg zu haben, wenn die Lorbeeren schon welk geworden sind und am Allerwertesten pieksen, ist ein ganz gefährliches.

Die Wahlergebnisse und politischen Entwicklungen der letzten Monate sollten als Mahnung und Erinnerung wahrgenommen werden. Nicht als Erfolg. Ich kann mir nicht vorstellen, siehe obige Definition, dass eine 35% starke Rechtradikale ein Ziel ist, das von demokratischen Parteien erreicht werden will.

 

 

 

Welches Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, also Deutschlands, eignet sich besser für eine Betrachtung des Zustands der Integration von Gastarbeitern, Steuerzahlern und Verbrauchern als unser beschauliches so geliebtes Wachenheim an der Teutschen Weinstrasse?

Metropol-Region des Deutschen Gedankens, Hambach ist nicht weit, und doch eher durch Auswandererwellen als Zuwandererwellen in vergangenen Zeiten geprägt, sind die Laborbedingungen für eine weitreichende Betrachtung in unserer so geliebten Heimat erhalten geblieben.

Zugewandert sind meistens junge teutsche hoffnungsvolle Familien aus anderen Regionen teutscher Siedlungsgebiete, da sie in Zeiten der beruflichen Mobilität, Ihrer Führungsaufgabe bei großen Unternehmen in der Region nachgehen und somit ihre bürgerlich-teutschen Verpflichtungen dem deutschen Volk gegenüber mit Kraft und Freude erfüllen. Beseelt vom römisch-christlichen Weltbild gepaart mit dem Erbe nordischer Tugenden, pflegen diese die Werte der teutschen Familie, indem sie die klassische teutsche Familienordnung gegen widrige Umstände aufrecht erhalten. Das Weibe ist der Leuchtturm der Familie, der die inneren Werte und die innere Stärke vermittelt, und nach aussen strahlt. Die Orientierung in dieser so orientierungslosen Zeit. Auf Basis dieser Werte, denkt die Gau-Verwaltung darüber nach, die Betreuung durch Kindergarten und Hort, diesen Brutstätten bolschewikischen Gedankengutes, abzuschaffen, da die familiären Werte dort vermittelt werden, wo sie vermittelt werden müssen. Im Schoße der Familie.

In diesem Schoße fühlt sich auch der Herr im Haus sehr wohl, daher auch der Kinderreichtum in unserem so geliebten Wachenheim. Durch die vielfältigen Schoßaktivitäten von Vater und Mutter, von Weib und Gatten, und die besondere Zusammensetzung der so geliebten Wachenheimer Luft, ist der Bestand des Teutschen in unserem so geliebten Wachenheim gesichert.

Diesen urteutschen Tugenden in unserem so geliebten Wachenheim wird nun aber von höchster Stelle entgegengearbeitet. Es muss „integriert“ werden. Warum wollen die Vertreter dieser korrupten, selbstherrlichen und vom internationalen, so genannten „europäischem“ Gedanken durchseuchten Regierung in unserem, so geliebten Wachenheim integrieren?

Bei uns, in unserem, so geliebten, Wachenheim haben wir keinen Integrationsbedarf. Folgende Fakten sind zur Kenntnis zu nehmen:

Die Gefahr einer Durchrassung durch Integration unserer slawischen Gäste ist nicht gegeben. Die von unseren Winzern bezahlten Löhne für unsere slawischen, u.a. aus dem Protektorat Böhmen und Mähren, Ostpreussen und sonstigen aus dem deutschen Osten stammenden, Freunde sind so gestaltet, dass ein dauerhaftes Leben in unserem so geliebten Wachenheim, für diese Freunde nicht möglich ist. Die klassischen Siedlungsgebiete befinden sich u.a. in Richtung Bad Dürkheim, auch der anderen herrschenden sozialen Struktur in Bad Dürkheim verdankend. Für unser so geliebtes Wachenheim von Vorteil ist auch die geographische Nähe Bad Dürkheims und die billigen Fahrräder, die dort erworben werden können.

Da das in unserem so geliebten Wachenheim eingesetzte Hauspersonal eben aus unseren östlichen ehemaligen Siedlungsgebieten kommt und damit auch die gleichen Löhne wie die Freunde im Wingert bekommt, fließen die hier eingesparten Mittel, deutsches Hauspersonal ist teuer und es ist unwürdig für eine deutsche Frau zu putzen, zudem viel zu anstrengend, das gefährdet die Gebärfähigkeit, wiederum direkt in die heimische Weinindustrie, die damit einen herausragenden Beitrag zur Stabilität der Folkswirtschaft leistet. Auch die damit eingesparten Steuern werden wieder in Weinkonsum investiert. Ein wirklich ausgefeiltes System, da auch die Vertreter der Folksgesundheit hier den wirtschaftlichen Erfolg finden, indem sie Medikamente zur Leberregeneration zur Verfügung stellen.
Zudem ist es unseren Freunden, die in den Wingerten und Haushalten arbeiten, möglich Ihre Rechnungen beim Arzt privat zu bezahlen und somit die bestmögliche Gesundheitsversorgung zu erhalten, die Ihr Gastgeberland zu bieten hat, da sie nicht diese ganzen so komplizierten Karten haben, die sie gar nicht lesen können und mit denen man lediglich die Basisversorgung bekommt. Einige unserer engagiertesten Mediziner bieten mittlerweile sogar schon eine Ratenzahlung für unsere Gäste an, damit diese ganz ohne Versicherung auskommenden Gäste, auch noch den letzten Pfennig wieder in unsere Folkswirtschaft pumpen.

Also, Integration ist doch ein Thema von gestern!!

Es ist Wahlkampf. Rheinland-Pfalz wählt in ein paar Wochen und der potentielle Wähler wird von allen politischen Parteien mit Wahlheiten bombardiert, die politisch verführerische höchst komplexe Vorgänge in Ein-Satz-Statements packen, um es dem Wähler einfach zu machen. Von Dauer sind diese Aussagen selten und die Gräben, die im Wahlkampf gezogen werden, sind schneller zugeschüttet als das Wahlergebnis alt ist.

Da haben schlaue Köpfe sich etwas einfallen lassen, das wirklich sinnvoll und -haft ist, um dem einfachen Plebs, das sind wir die Wähler, plebs – das Volk, ein Mittel an die Hand zu geben, um zumindest die wichtigsten Aussagen der zur Wahl angetretenen Parteien im Bündel mit der eigenen Meinung abzugleichen.

Der Wahlomat. Seit heute wieder für Rheinlandpfalz online (http://wahlomat.spiegel.de/rp2016w)

38 Fragen, die online und absolut anonym mit ’stimme zu‘, ’stimme nicht zu‘ und ‚egal‘ zu beantworten sind und schwups sieht man, mit welcher Partei prozentual die meisten Übereinstimmungen vorhanden sind!

Eine tolle Sache, die so manche Überraschung ans Licht bringen kann. Oder eben nicht.

Mein Appell: Nutzen Sie dieses tolle Instrument gerade in der jetzigen Zeit, in der so viel polarisiert wird. Das gibt jedem die Gelegenheit sich einzuordnen.

Viel Spass!

Im folgenden lesen Sie Zitate von Deutschen. Von Deutschen, die Deutschland für immer geprägt haben. Zitate von dem berüchtigsten aller Grossdeutschen, dessen Literatur wieder gewinnbringend verlegt werden darf, sind ebenso enthalten, wie Zitate von zwei anderen Deutschen. Der eine fiel wegen des obenerwähnten GröDaz’s auf die Knie, ohne zu stolpern, der dritte war massgeblich an der Zusammenfügung der Trümmer beteiligt, die GröDaz hinterliess. Was bei der Recherche überraschte, war die Aktualität der Zitate und wie schwer es manchmal ist, diese einzuordnen.

„Wo Hunger herrscht, ist auf die Dauer kein Friede.“

„Wer gegen Ausländer hetzt und brandschatzt, ist kriminell und gemeingefährlich. Wer so etwas tut, kann nie und nimmer für sich in Anspruch nehmen, ein deutscher Patriot zu sein.“

(Politiker) „…jene Sorte von Menschen, deren einzige wirkliche Gesinnung die Gesinnungslosigkeit ist, gepaart mit frecher Aufdringlichkeit und einer oft schamlos entwickelten Kunst der Lüge“

„Mein eigentlicher Erfolg war, mit dazu beigetragen zu haben, dass in der Welt, in der wir leben, der Name unseres Landes und der Begriff des Friedens wieder in einem Atemzug genannt werden können.“

„Niemand soll sich täuschen: Die bösen Geister der Vergangenheit sind in Europa nicht auf alle Zeit gebannt.“

„Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt. Damit wird ihre rein geistige Höhe um so tiefer zu stellen sein, je grösser die zu erfassende Masse der Menschen sein soll“

„Nur der ist zur Kritik berechtigt, der eine Aufgabe besser lösen kann.“

„Von deutschem Boden muss in Zukunft immer Frieden ausgehen!“

„Liebe Frau Merkel,

Sie haben meine Hochachtung für Ihre Flüchtlingspolitik und ich hoffe, dass Sie mit Ihrer menschlichen Wärme und ihrem Intellekt weiterhin Ihre humane Art des Handelns auch gegen den Widerstand zahlreicher törichter und populistischer Politiker aus den eigenen Reihen wie CDU und CSU aber natürlich erst recht gegen AfD-Anfeindungen durchsetzen werden!

Zum beabsichtigten bewaffneten Einsatz gegen den IS kann ich Sie allerdings nur inständig bitten, die geplante militärische Unterstützung aus Solidarität gegenüber Hollande – und diese sollte nicht mit Solidarität gegenüber Frankreich gleichgesetzt werden – sofort wieder zu verwerfen. Bitte seien Sie umsichtig genug, das Risiko der Stärkung des IS durch zudem noch völlig koordinationslose Schläge verschiedener Nationen gegen die Erfolgsaussichten auf Schwächung des IS abzuwägen. Bitte nutzen Sie die wertvollen Erfahrungen und berücksichtigen Sie die Einschätzungen hochkompetenter Nahostkenner wie einstmals von Peter Scholl-Latour und heute vor allem von Jürgen Todenhöfer und lassen Sie sich (uns!) nicht auf militärische Aktionen ein.

Sie wissen besser als die meisten von uns über Entstehung, Ausweitung und Zulauf des IS Bescheid. Es ist evident, dass in unseren westlichen Ländern die perspektivlosen, weil ausgegrenzten jungen Menschen besonders leicht zu radikalisieren und für terroristische Zwecke zu rekrutieren sind. Diesen Menschen genug Beachtung zu schenken, ihr Selbstwertgefühl zu stärken, sie gezielt zu fördern, das müssen unsere ersten Ansatzpunkte sein. Eine gleichermaßen mehr auf die Bedürfnisse der dort lebenden Menschen zugeschnittene Nahostpolitik statt einer nur die eigenen ökonomischen Interessen verfolgenden Politik wäre dazu genauso notwendig. Unsere Beziehungen zu Saudi-Arabien nicht nur auf den Prüfstand zu stellen sondern die unseligen Verknüpfungen zu lösen, die den Saudis eine Plattform für Einflussnahme auf und Förderung extrem islamistischer Gesinnung in unserem Land gibt. Unsere verlogenen Vereinbarungen zu wirtschaftlicher „Zusammenarbeit“ auch mit anderen Ländern, so der Türkei müssen korrigiert und damit wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Wenn dadurch finanzielle Einbußen in Kauf genommen werden müssen wären die meisten Bürger sicherlich trotzdem „bei Ihnen“ wenn die Politik vernünftig vermittelte, dass auf diese Art und Weise eine längerfristige Zukunftssicherung und Befriedung erreicht werden kann. Leider scheuen fast sämtliche Politiker sich davor dem Volk zu vermitteln, dass Solidarität und Fairness auch etwas mit abgeben zu tun haben.

Liebe Frau Merkel, Sie haben vielfältig in zahlreichen Krisen der letzten Jahre große Besonnenheit gezeigt! Die derzeitigen Herausforderungen mit denen wir durch den IS-Terror umzugehen haben sind immens. Sie zu meistern gelingt aber nicht durch welche auch immer aufwendige militärische Auseinandersetzung. Sie gelingt nur durch ständigen Dialog mit allen Machthabern der Nahost-Region. Sie gelingt auch erst durch die Bewältigung interner Probleme unserer Gesellschaften vor allem in Frankreich, Belgien, Großbritannien und den USA die noch dazu stärker als wir das Erbe großer Frevel in der Kolonialzeit/des Imperialismus tragen. Sie fordert außerdem faire und geradlinige Vereinbarungen mit Partner-Staaten wie mit unbequemen Staaten und ständige Gespräche selbst und gerade mit Diktatoren und – wie Helmut Schmidt zu sagen pflegte – ermöglichen Sie den Partnern einen anständigen Abgang.

Ich vertraue auf Sie und wünsche Ihnen die benötigte Kraft und Fortune!“

Ungekürzter Brief eines Lesers an Frau Merkel…

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland haben die Väter des Grundgesetzes den Umgang mit der Religion oder den Religionen in der Bundesrepublik definiert. In Artikel 4 wird folgendes angeführt:

Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Jeder darf die Religion oder Weltanschauung glauben und ausüben, an die ER oder SIE eben glaubt. Gleichberechtigt. Nicht eingeschränkt. Selbst ich als nicht institutionell-kirchlicher Mensch finde da einen Platz und darf somit, in Verbindung mit anderen Artikeln des Grundgesetzes, meine Meinungen leben, äussern und pflegen.

Historisch gesehen ist Deutschland ein christlich-jüdisch geprägtes Land. Christlich-jüdisch deswegen, da das Christentum, ähnlich wie der Islam aus dem Judentum hervorgegangen ist. Jesus war Jude, kein Christ. Also müsste Mohammed Jude oder Christ gewesen sein, zumindest war er so geprägt. Auch der Islam ist also in seinen Wurzeln und in seiner Niederschrift durch den Propheten jüdisch-christlich geprägt. Speziell der Islam ist hierbei die abrahamitische Religion, die den Schutz und die Fürsorge der anderen abrahamitischen Religionen definiert und vorschreibt. Die Religionen des Buches müssen durch den Islam geschützt und unterstützt werden. In den islamischen Ländern, in denen dies gelebt wird, zynischer Weise z.B. Syrien, Iran, Libanon, gibt es sogar Steuern oder Abgaben, die genau diese Religionspflege sicherstellen. Die christlichen Gemeinden bekommen finanzielle Mittel, um Ihre Gemeinden zu erhalten und zu pflegen.

Jetzt kommen aus der Not heraus Menschen zu uns, a.k.a. Flüchtlinge, Asylanten, Asylbewerber. Zum Grossteil Menschen mit einem islamischen Glauben. Diese werden bei uns aufgenommen und ihnen muss Schutz gewährt werden. Dieser Schutz wird auch gewährt, in Verbindung mit diversen Pflichten und Vorschriften, die diesen Menschen auferlegt werden. Diese Rechte und Vorschriften gründen oftmals in der Sorge um die Limitierung des fremden Einflusses auf unseren eigenen Kulturkreis und sollen dazu führen, dass diese Menschen sich in unser Gemeinwesen integrieren. Ein Gemeinwesen das in Deutschland basal über das Grundgesetz definiert ist. Und damit auch über Artikel 4., der eine Pflicht der Gesellschaft gegenüber einzelnen definiert, die Pflicht, dass jeder seine Religion ungestört ausüben darf. Der Staat verpflichtet sich für Ungestörtheit zu sorgen, fast eine, analog zur Privatsphäre, die zu schützen ist, eine Glaubenssphäre zu schaffen.

Um den xenophobischen Tendenzen in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, heisst es doch deshalb im Umkehrschluss, möchten wir Integration, müssen wir die Voraussetzungen für Integration schaffen, muss der der Integrationswille der Bürger, also des Staates, gelebt werden. Das heisst neben den Forderungen an das Schutz suchende Individuum, aus dem Grundgesetz resultierend, muss dem Neubürger ausgesprochen die Möglichkeit gegeben werden, sich im Rahmen des Gesetzes zu integrieren, er muss dabei unterstützt werden. Auf Nicht-Religionsebene ist das bei vielen Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden. Es gibt Sprachunterricht, Bürokratie-Lehrgänge, Amts-Craskurse etc. etc.

Wenn aber eine echte gegenseitige Integration erfolgen soll, die auch, siehe oben, eine echte gegenseitige Akzeptanz sein muss, muss den Menschen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Religion frei und ungestört auszuüben. Diese freie ungestörte Ausübung findet bei den drei Schwester-Religionen des Buches üblicherweise in einem dafür vorgesehenen Raum statt. Kirche, Synagoge und Moschee. Christen können in jedem Dorf in ihre Kirche gehen, Juden, soweit noch oder wieder vorhanden, haben ihre nahen Synagogen.

Sollten wir deshalb unseren vom Grundgesetz Schutzbefohlenen nicht an ihrem Wohnort die Möglichkeit geben, ihre Religion ungestört auszuüben? Zudem sie auf Grund ihrer persönlichen Lage doch in ihrer Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt sind.

Stellen wir unseren Mit-Bürgern einen Raum zur Verfügung, den sie zu Ihrer Moschee machen können. Unterstützen wir sie christlich im Islam. Wir haben soviel Raum, der nicht genutzt wird. Soviel Raum, der mit Muskelhypothek zu einer sinnvollen Begegnungsstätte gemacht werden kann. Dessen Herstellung den Menschen gerade eben diesen Sinn gibt und sie und uns selbst im besten Sinne integriert.

Dies kann und sollte eine lebendige Bereicherung für uns alle Wachenheimer sein. Verbrannte Synagogen, verbrannte Asylbewerberheime und geschändete Friedhöfe haben wir in Deutschland wahrlich genug.

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