Witze über den Gelben Sack, das Behältnis für Leichtverpackungen, auch LVP genannt, gibt es genügend.

Der Grösste ist jedoch der Gelbe Sack an sich, der zur Zeit in der Verbandsgemeinde kostenlos zu erhalten ist. Wobei kostenlos auch hier relativ ist, da es zumindest mich, massiv Nerven kostet, diese Müllsäcke zu verwenden.

Die zur Zeit im Umlauf befindlichen Chargen sind von so minderer Qualität, dass selbst ein nicht zusammengeknülltes Stück weicher Verpackungsfolie als Gefahr für die Integrität des Gelben Sackes, dieser Ausgeburt menschlicher Intelligenz, dieser Krönung menschlicher Erfindungskunst, gelten muss. Es ist einfach total super, den Inhalt gerissener Säcke wieder einzusammeln. Mann und Frau haben ja sonst nix zutun…

Kurzum, die Qualität dieser Säcke ist eine Frechheit(Wie bescheuert komme ich mir eigentlich vor, als Homo Sapiens einen Artikel über Plastikleichtverpackungsabfallsäcke zu schreiben. Moderne Zeiten…) und geht mir auf den Sack.

Im wahrsten Sinne des Wortes!

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Tom Jones meinte mit dem Titel seines Welthits bestimmt die saftigen Wiesen, die in seiner Heimat so wachsen und gedeihen.

In Bezug auf die Kinder und Jugendlichen unseres beschaulichen Städtchens hat die Übersetzung des Liedtitels eine durchaus andere Bedeutung.

Ich hatte die Tage Gelegenheit mich mit einer Kinder- und Jugendpsychiaterin aus der Region zu unterhalten. Das Gesprächsthema kam dann schnell auf den Konsum von Cannabis, Verbreitung und Einstiegsalter. Nun, mir blieb die Spucke weg.

Bis zu 50% der unter 16 jährigen Jugendlichen, landesweit, haben Erfahrung mit Cannabis, dies unabhängig vom Geschlecht.

Bei Erstkonsum ist ein hoher Prozentsatz der Referenzgruppe der Jugendlichen 12(!) Jahre alt.

Jetzt ist es ja nicht so, dass bei Erwachsenen Cannabis-Konsum der Start einer Drogenkarriere oder den Untergang der Welt bedeutet. Es wird mittlerweile weitgehend therapeutisch eingesetzt und die fälschliche Dämonisierung weicht einer sachlicheren Sichtweise.

Allerdings sieht die Sache bei Kindern und Jugendlichen völlig anders aus. Auch hier, so besagen Studien, wird Cannabis nicht mehr als Einstiegsdroge gesehen, aber die Gefahren sind andere und nicht weniger schlimm. Ein hoher Cannabiskonsum in jungem Alter kann bei Jugendlichen u.a. schwere Psychosen oder andere psychische Probleme auslösen, wie auch das sogenannte Amotivationale Syndrom.

Bei einigen Recherchen, habe ich herausgefunden, daß auch in unserem kleinen Wachenheim die obengenannten Zahlen durchaus realistisch sein können. Ich habe mit Wachenheimer Kindern und Jugendlichen, Alter von 14 bis 22 Jahre, gesprochen und durchweg hatten Sie Erfahrung oder Kontakt mit Cannabis, bzw. wussten Sie wie und wo die Droge zu besorgen sei. Das mag zwar nicht repräsentativ sein, ist doch aber, bei der geringen Anzahl der Befragten, ca. 15 Leute, ein starker Hinweis, wie sich die tatsächliche Situation darstellen könnte.

Mein Ziel ist es für dieses Thema in der Bevölkerung und der lokalen Politik ein Bewusstsein zu wecken. Daher werde ich sowohl in den sozialen Medien, als auch in meiner Funktion als Stadtrat, und vor allem als besorgter Vater, versuchen eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu schaffen und es auf die politische Agenda des Stadtrates setzen.

Dieser Artikel ist dazu der erste Schritt, über die weiteren werde ich Sie in den entsprechenden Foren informieren. Haben Sie bitte auch keinen Klemmer, sich mit mir persönlich in Verbindung zu setzen, falls Sie Informationen oder Anregungen zu diesem Thema haben, oder sich einbringen wollen!

Es wird alles ernst genommen, da es ein Thema ist, das die wirkliche Zukunft betrifft.

Unsere Kinder.

Januar

Im Januar geben der Österreicher und amtierende Bundeskanzler S. Kurz und CSU Generalsekretär Andreas Scheuer, nach Scheitern der Verhandlungen zur Regierungsbildung zwischen CDU/CSU und SPD, bekannt, dass Kurz in guter alter Tradition die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat, um in einer Koalition zwischen CDU/CSU und AFD sich um das Kanzleramt zu bewerben

Februar

Der Wachenheimer Ortsbürgermeister beantragt die Eingemeindung Wachenheims nach Bad Dürkheimum bei der nächsten Bürgermeisterwahl seinen Hut für Bad Wachenheim den Ring werfen zu können. Frühzeitige Neuwahlen werden angestrebt.

März

Zum Zeichen der Mandelblüte wird die Wachtenburg wieder in Rosa angestrahlt, was zu Verwicklungen in der NATO führt, und der Trump-Administration endlich einen Grund gibt aus der NATO auszutreten. Die öffentliche Verlautbarung besagt, daß „solche Schwuchtelfarben“ in einer Stadt des NATO Bündnisses eine Gefährdung für die Wehrkraft der Truppe darstellen und zu deren Zersetzung führten. Als Maßnahme werden blaublühende Mandelbäume gepflanzt(Bruce Willis verkauft deswegen sein neuerworbenes Haus)

April

In Bad Dürkheim wird eine Brille gefunden. Dieses obskure Objekt der Begierde ist eine sogenannte HighTech-Zerrspiegelbrille, die den Blick für das Wesentliche nicht nur verschwimmen lässt, sondern per Synapsenverschaltungden Geist des Trägers völlig verwirrt und humorfrei werden lässt, und, besonders Samstags, zu einem erhöhten Mitteilungsbedürfnis führt. Die Recherche durch die professionell arbeitende Lokalpresse, wessen Brille da gefunden wurde, läuft.

Mai

Ein ehemaliger Österreicher, S. Kurz, ist Deutscher Bundeskanzler geworden. Die GrKo nach den notwendig geworden Neuwahlen steht. CDU Mitglied Kurz ist Bundeskanzler. Alexander Gauland ist Minister für Propaganda und Innere Werte.

Juni

Nach dem heimlichen Erwerb sämtlicher historischer Gebäude Wachenheims durch eine private Investorengruppe, die aus einer Person besteht, wird die Privatisierung Wachenheims, und somit der ersten deutschen privaten Stadt, notariell beglaubigt. Die Unterschrift wird im neuen Drei-Sterne Restaurant Filio di Inferno am Marktplatz öffentlichkeitswirksam geleistet.

Juli

Wachenheim bekommt ein 8 Sterne Luxus-Hotel mit Tiefgarage am Oberstnest. Das Hotel wird von Herrn Mehdorn, privat bestellter Projektleiter, in einer Rekordbauzeit von 4(!) Wochen erstellt. Aus purem Zufall kommt es beim BER zu erneuten Verzögerungen, da Baumaterial für das Terminal fehlen soll.

August

Der Supermarkt in Wachenheim wird eröffnet. Die REWE Gruppe mit dem privat bestellten Projektleiter Mehdorn präsentiert voller Stolz den modernsten Supermarkt Europas. Unter Einbindung der Anwohner ist, um die Aussicht zu wahren, der Supermarkt „Wachenheim 21“ unterirdisch mit Bahnanschluss erstellt worden. BER fehlen die Glasscheiben fürs Terminal.

September

Ein Herr Walter Weiß kauft das Heisenberg-Gymnasium in Bad Dürkheim und verlegt es nach Wachenheim. Er möchte Wachenheim, noch vor Ludwigshafen, zum wichtigsten Chemie-Standort der Welt machen. Standort ist die Burg, die im Original wiederaufgebaut wird, Projektleiter ist Herr Mehdorn, da die blaue Beleuchtung die Markenidentität der Weiß’schen Firmengruppe unterstreicht. BER fehlt die Sanitär-Infrastruktur.

Oktober

Der Schulbetrieb wird aufgenommen. Die Schüler werden vom sogenannten Bürgerbus, einer Flotte von 20 Fahrzeugen, kostenlos zur neuen Excellenz-Schule gefahren. Die Idee zum Bürgerbus, der nicht nur Schüler, sondern alle Bürger der neuen Großgemeinde Bad Wachenheim, der Name wurde am 01.04.2018 geändert, kam von einer mittlerweile im Untergrund agierenden politischen Gruppe, die sich selbst RZW nennt, Revolutionäre Zelle Wachenheims. Die Idee wurde dann vom neuen Bad Wachenheimschen Beigeordneten für Information und Propaganda politisch reklamiert und ausgenutzt.

November

Das Jahrestreffen der NATO findet in Wachenheim statt. Die Trump-Administration, die für die Auswahl der Location zuständig zeichnete, betonte, daß der Standort das Profil der NATO am besten unterstreiche. S.Kurz, A. Gauland, Trump und Co. Haben den gesamten Wachenheimer 8 Sterne Tempel am Oberstnest gemietet. Die Tagungen finden im „Heisenberg-Gymnasium an der Wachtenburg“ statt, das zur feierlich komplett blau beleuchtet wird. Das feierliche Diner findet natürlich bei „Filio di Inferno“ statt, das seit vier Wochen das höchstdekorierteste Restaurant der Welt und das einzige mit 4 Sternen ist, seit der Koch Mehdorn für das Haus kocht.

Dezember

Nach dem Erfolg des NATO-Gipfels, beschliesst die nach Umfrage zur Zeit stärkste Partei Deutschlands, Die Blauen, ihren Parteitag in Wachenheim abzuhalten. Die Vorsitzende Frauke Petry betont, daß Die Blaue sich verpflichtet fühle, die demokratischen Werte Deutschlands und der Welt zu verteidigen, die, seit das Trio Kurz/Gauland/Trump an der Macht sind, mehr und mehr schwinden. Die Nähe zur Wiege der deutschen Demokratie in Hambach und die historische Tatsache, daß die Beleuchtung und die Mandelbäume Wachenheims einmal rosafarben waren, führten zum Antrag Petry’s die Partei in RWL, Rosa Wachenheimer Liste, umzubenennen. Petry möchte sich auch dafür einsetzen die ursprünglichen Farben der Burgbeleuchtung und der Mandelbäume zu reaktivieren.

Als Hundebesitzer, der seinen 5 Kilo schweren und dackelgroßen Hund , auch selbst nur einigermaßen im Griff hat, gehe ich täglich in den Wingerten zwischen Wachenheim, Forst, Deidesheim und Bad Dürkheim spazieren,

Auf einem dieser Spaziergänge diese Woche, machte ich Bekanntschaft mit Paul. Ich hörte hinter mir ein Traben wie das eines Pferdes, drehte mich deshalb um, sah zum einen meine Hündin völlig verängstigt auf mich zujagen, und hinter Ihr ein ausgewachsener und nicht freundlicher Rottweiler, der knurrend und keifend auf uns beide zukam!

In ca. 100 m Entfernung, um die Ecke eines Feldweges hinter einem Aussiedlerhof sah ich eine schemenhafte Gestalt, die mit weiblicher Stimme nach Paul rief. Oder besser Paulchen. Oder doch Paul?

Kann ich so nicht mehr sagen, denn der Koloss baute sich vor uns auf und knurrte, wie schon gesagt, nicht nett. Mein Notfallsystem reagierte nicht mit Flucht, hätte eh keinen Sinn gehabt, sondern mit Angriff, ich baute mich vor Paulchen, ca. 70 kg Hund auf, brüllte zweimal Paulchen an und nachdem er kurz überlegte ob er flieht oder angreift, rannte er zu seinem ‚Paulchen‘ rufenden Frauchen, die sich noch nicht einmal bemüßigt fühlte, in unsere Richtung zu laufen und zu fragen, ob alles in Ordnung sei.

Sag mal, gehts noch?

Dieser inkompetente Mensch lässt einen Hund, der der Kampfhundeordnung unterliegt, der angeleint und mit Maulkorb unterwegs sein müsste, frei laufen und hat ihn nicht im Griff? Kümmert sich einen feuchten Dreck um gefährdete Passanten? Und läuft dann einfach weg?

Liebstes Paul-Frauchen!

Leinen Sie Ihren Hund bitte an. Legen Sie Ihm, falls nicht angeleint, zumindest einen Maulkorb an. Gehen Sie mit ihm in die Hundeschule.

Und heucheln bitte zumindest Interesse für Menschen, die von Ihrer Waffe auf vier Beinen bedroht wurden und sorgen sie in Zukunft für deren Sicherheit.

Wie sich aus informierten Kreisen unseres kleinen Städtchens vernehmen lässt, könnte es bei den Kandidaturen zur nächsten Wahl des Ortsbürgermeisters zu einer Überraschung kommen.

Aus der CDU wird ein Kandidat kolportiert, der NICHT Torsten Bechtel heisst. Unklar ist beim Stand der vorliegenden Informationen, ob der amtierende Bürgermeister selbst antritt, es sozusagen zu einer internen Kampfkandidatur käme, oder ob Herr Bechtel Platz für einen potentiellen Nachfolger machen möchte. Dann wäre die Trennung vom Amt des Ortsbürgermeisters von dem des Verbandsgemeindebürgermeisters, bei einem entsprechenden Wahlsieg, vollzogen und Herr Bechtel könnte sich auf die höhere Politik dermVG und eventuell höherer Ebenen fokussieren.

Bei dem Kandidaten soll es sich um ein aktuelles Ratsmitglied und Fraktionsmitglied der CDU handeln.

Wir bleiben dran.

Im Zuge zur Arbeit an einem zukunftsträchtigen und modernen Verkehrskonzeptes für die Stadt Wachenheim fand auf Veranlassung und Einladung der Wachenheimer Liste am 16.11.2017 ein Informationsgespräch mit Vortrag und anschliessender Diskussion zum Thema „Bürgerbus – Bürger fahren für Bürger“ statt.

Geladen von der WL waren zu dieser ersten Informationsrunde politische Vertreter aller Parteien im Wachenheimer Stadtrat und des Verbandsgemeinderates, sowie ehrenamtlich tätige Menschen der VG. In der illustren Runde waren somit die Fraktionsvorsitzenden der im Wachenheimer Stadtrat vertetenen Parteien, Ortsbürgermeister, VG-Bürgermeister und Beigeordnete anwesend. Der Vortrag wurde von den Herren Dr. Jansen und Hintz gehalten, die für die Agentur Landmobil tätig sind, die sich mit der Umsetzung von Bürgerbus-Projekten beschäftigt. Mittlerweile sind alleine in Rheinland-Pfalz über 50 Projekte umgesetzt und aktiv.

In ihrem Vortrag zeigten die Herren Jansen und Hintz die Möglichkeiten eines auf ehrenamtlicher Tätigkeit beruhenden öffentlichen Nahverkehrs in ländlichen Gebieten auf. Beim Bürgerbus-Projekt ist die völlige Planungsfreiheit der durchführenden Gemeinden gegeben. Dies geht von der Zielgruppe, über Fahrpläne, Fahrtzeiten bis hin zur Frage ob es Haltestellen geben sollte oder die den Bus in Anspruch nehmenden Bürger einen Tür-zu-Tür-Service bekommen. Einfach gesagt ist der Bürgerbus ein Angebot an Bürger die Vorzüge eines hoch individuellen Nahverkehrs zu nutzen.

Zudem ist die Nutzung des Services für den Bürger kostenfrei.

Es gab in der Runde breiten Konsens, daß ein solches Bürgerbus-Angebot eine sehr große Aufwertung für die Stadt und die VG-Wachenheim sein würde und von der lokalen Politik weitergetrieben werden soll.

Dieser Abend war zwar nur ein allererster Schritt, hat aber gezeigt, was bei bei einer sachorientierten Zusammenarbeit der Kommunalpolitiker und anderer engagierten Menschen in diesem immer wichtiger werdenden Bereich, weil Alle betreffend, möglich ist.

Anscheinend ist es einem Bürger Wachenheims gelungen ein Originalstück der Berliner Mauer zur Einfriedung seines Gartens zu erwerben. Wie in der Bahnhofsstrasse sichtbar sind Teile des ehemals antifaschistischen Schutzwalls nun ein Blickfang in unserem kleinen Kulturstädtchen. Das sogenannte „Ulbricht-Mauerstück“ stammt ursprünglich aus einer Datscha auf Rügen, versteckt unter wucherndem Efeu. Wie es aus Berlin dorthin kam, wird gerade von investigativen lokalen Journalisten recherchiert, die Erfahrung mit belasteten Bauteilen dieser Art haben.

Anscheinend wurde sogar beim Amt für Denk Mal!-Schutz eine Förderung des Baus beantragt. Sollte diese bewilligt werden, wäre sogar eine Erweiterung des Mauerbaus für die gesamte Bahnhofstrasse denkbar. Auch eine Förderung über die Landestöpfe für innerstädtische Denkmalentwicklung ist in der Diskussion, da in den Planungen ein Ringschluss mit der Historischen Stadtmauer vorgesehen ist.

Ich sehe lebhafte Diskussionen im Wachenheimer Stadtrat, der endlich wieder ein Thema hat, bei dem sich so richtig trefflich streiten lässt.

Ich bin gespannt wie das Bauwerk in der breiten Meinung der Bevölkerung Wachenheims aufgenommen wird. Erste Meinungen sind sehr konträr. Diese gehen von zu schützendem Kulturgut und lebendiges Mahnmal gegen die Diktatur hin bis zur einfachen Scheusslichkeit, die das Stadtbild erheblich stört. Es wird gemunkelt, dass sogar schon erste Montags-Demos bei der Stadt beantragt wurden. Der genaue Hintergrund dieser ist noch nicht bekannt.

Wir bleiben dran!