Im Zuge zur Arbeit an einem zukunftsträchtigen und modernen Verkehrskonzeptes für die Stadt Wachenheim fand auf Veranlassung und Einladung der Wachenheimer Liste am 16.11.2017 ein Informationsgespräch mit Vortrag und anschliessender Diskussion zum Thema „Bürgerbus – Bürger fahren für Bürger“ statt.

Geladen von der WL waren zu dieser ersten Informationsrunde politische Vertreter aller Parteien im Wachenheimer Stadtrat und des Verbandsgemeinderates, sowie ehrenamtlich tätige Menschen der VG. In der illustren Runde waren somit die Fraktionsvorsitzenden der im Wachenheimer Stadtrat vertetenen Parteien, Ortsbürgermeister, VG-Bürgermeister und Beigeordnete anwesend. Der Vortrag wurde von den Herren Dr. Jansen und Hintz gehalten, die für die Agentur Landmobil tätig sind, die sich mit der Umsetzung von Bürgerbus-Projekten beschäftigt. Mittlerweile sind alleine in Rheinland-Pfalz über 50 Projekte umgesetzt und aktiv.

In ihrem Vortrag zeigten die Herren Jansen und Hintz die Möglichkeiten eines auf ehrenamtlicher Tätigkeit beruhenden öffentlichen Nahverkehrs in ländlichen Gebieten auf. Beim Bürgerbus-Projekt ist die völlige Planungsfreiheit der durchführenden Gemeinden gegeben. Dies geht von der Zielgruppe, über Fahrpläne, Fahrtzeiten bis hin zur Frage ob es Haltestellen geben sollte oder die den Bus in Anspruch nehmenden Bürger einen Tür-zu-Tür-Service bekommen. Einfach gesagt ist der Bürgerbus ein Angebot an Bürger die Vorzüge eines hoch individuellen Nahverkehrs zu nutzen.

Zudem ist die Nutzung des Services für den Bürger kostenfrei.

Es gab in der Runde breiten Konsens, daß ein solches Bürgerbus-Angebot eine sehr große Aufwertung für die Stadt und die VG-Wachenheim sein würde und von der lokalen Politik weitergetrieben werden soll.

Dieser Abend war zwar nur ein allererster Schritt, hat aber gezeigt, was bei bei einer sachorientierten Zusammenarbeit der Kommunalpolitiker und anderer engagierten Menschen in diesem immer wichtiger werdenden Bereich, weil Alle betreffend, möglich ist.

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Anscheinend ist es einem Bürger Wachenheims gelungen ein Originalstück der Berliner Mauer zur Einfriedung seines Gartens zu erwerben. Wie in der Bahnhofsstrasse sichtbar sind Teile des ehemals antifaschistischen Schutzwalls nun ein Blickfang in unserem kleinen Kulturstädtchen. Das sogenannte „Ulbricht-Mauerstück“ stammt ursprünglich aus einer Datscha auf Rügen, versteckt unter wucherndem Efeu. Wie es aus Berlin dorthin kam, wird gerade von investigativen lokalen Journalisten recherchiert, die Erfahrung mit belasteten Bauteilen dieser Art haben.

Anscheinend wurde sogar beim Amt für Denk Mal!-Schutz eine Förderung des Baus beantragt. Sollte diese bewilligt werden, wäre sogar eine Erweiterung des Mauerbaus für die gesamte Bahnhofstrasse denkbar. Auch eine Förderung über die Landestöpfe für innerstädtische Denkmalentwicklung ist in der Diskussion, da in den Planungen ein Ringschluss mit der Historischen Stadtmauer vorgesehen ist.

Ich sehe lebhafte Diskussionen im Wachenheimer Stadtrat, der endlich wieder ein Thema hat, bei dem sich so richtig trefflich streiten lässt.

Ich bin gespannt wie das Bauwerk in der breiten Meinung der Bevölkerung Wachenheims aufgenommen wird. Erste Meinungen sind sehr konträr. Diese gehen von zu schützendem Kulturgut und lebendiges Mahnmal gegen die Diktatur hin bis zur einfachen Scheusslichkeit, die das Stadtbild erheblich stört. Es wird gemunkelt, dass sogar schon erste Montags-Demos bei der Stadt beantragt wurden. Der genaue Hintergrund dieser ist noch nicht bekannt.

Wir bleiben dran!

Brief von Andreas Ueltzhöfer, den ich hier vor der Bundestagswahl veröffentliche:

Ich fürchte mich tatsächlich vor dem Wahlergebnis am Sonntag.

Dabei ist mir relativ egal, wer regiert. Mir geht es um den Beginn der Wiederholung eines historischen Fehlers.

Es ist wohl sicher, dass erstmal nach der Katastrophe des 3. Reiches, wieder Nationalsozialisten in unser Parlament einziehen werden. Dabei sind nicht alle Wähler von solch grausamer Gesinnung. Aber sie sind naiv, folgen dumpfen Parolen, wollen ihren Protest dagegen ausdrücken, dass sie so schrecklich leiden müssen in Deutschland und es so viel schlimmer ist, als es in der wunderbaren DDR war, wo man nichts leisten musste und alle gleich waren. Dies nutzt die AfD aus. Viele deren Politiker sind ganz eindeutig Nazis und dies zum Teil ganz unverhohlen. Eine Katastrophe.

Ja man darf gegen Zuwanderung sein, man darf Gartenzwerge lieben, keine Fremdsprachen beherrschen, nicht einmal die deutsche Sprache muss man fehlerfrei können. Man darf auch frei seine Meinung äußern. Eine Nazigesinnung ist aber keine Meinung und damit nicht von der Verfassung geschützt. Denn sie verstößt gegen geltendes Recht.

Man darf Hitler nicht loben (Gauland), den zweiten Weltkrieg verherrlichen (auch Gauland), das Holocaustmahnmal als nationale Schande bezeichnen (Höcke), auf Kinder schießen wollen (die Störchin), eine komplett verlogene Persönlichkeit haben (die steuerflüchtige, Schwarzarbeit unterstützende, Asylanten privat ausnützende Unperson) oder vielfach vorbestraft sein, wie es auf viele der Kandidaten zutrifft, die sich sicher auch durch für sie traumhafte finanzielle Möglichkeiten motiviert fühlen.

Hitler und seine Schergen haben nicht von Anfang an gesagt, sie wollen Millionen Juden und andere ins Gas schicken. Sie haben „nur“ gegen Minderheiten gehetzt, so wie es die AfD heute macht.

Ich bin absolut sicher, dass der Pöbel Beifall klatschen würde, wenn Höcke Internierungslager für Asylbewerber fordern würde. Er will es und viele andere auch. Darüber versuchen im Schafspelz auftretende Idioten wie Meuthen hinwegzutäuschen und die Wählerschafe sagen dann: „er ist doch ganz vernünftig“ Grässlich, aber so ist die Realität.

Wenn die AfD jemals an einer Bundesregierung beteiligt würde, gebe ich umgehend meinen Pass ab. Bürger eines solchen Staates wollte ich nicht sein.

GEHT ZUR WAHL!

Der Klang der Herxheimer Glocke schallt mittlerweile weit über die Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus. Durch das Emblem der Widmung, gewidmet einem Adolf Hitler mit Hakenkreuz, wird medial schon in der gesamten Republik diskutiert, was mit dieser Glocke, im Endeffekt zwei Stück Metall, die extrem symbolträchtig aufgeheizt wurden, passieren soll.

Die Herxheimer Institutionen tun sich schwer, allen voran der mehr als unglücklich agierende Bürgermeister, der sich in einem TV-Interview von seiner relativierenden Seite gezeigt hat und jetzt, wohl zu Recht, im medialen und politischen Fegefeuer steht.

Der Klang der Glocke wird aber auch von jenen Ohren vernommen, die von Schläfern auf ihrem hohlen Kopf getragen werden, der so hohl ist, dass er selbst auch als weit tönende Glocke des braunen Gesangs der verquerten 1000jährigen deutschen Geschichte benutzt werden könnte.

Die NPD, ideologische Nachfolgeorganisation der NsDaP, vernahm den Klang und hat für Samstag eine Kundgebung, oder Demonstration in Herxheim angemeldet, wohl von 11.00 – 16.00, so zumindest der heutigen Lokalausgabe der Rheinpfalz zu entnehmen. Eine Kundgebung im Schatten des Namens und im Klange des Symbols ihres Gröfaz, dem grössten Mörder der Menschheitsgeschichte.

Liebe Leser, liebe Lokale Politiker, Liebe Bürger des Kreises Bad Dürkheim und darüber hinaus!

Bitte sagen sie ein lautes NEIN zu dieser Veranstaltung und zu deren Veranstalter und Inhalten!

Sagen Sie es hier im Blog als Kommentar.

Sagen Sie es in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter.

Sagen Sie es in Leserbriefen der Rhein Pfalz.

Sagen Sie es vor Ort am Samstag in Herxheim persönlich.

Lassen Sie es uns laut sagen und fett schreiben, dass das eine Grenze ist, die nicht wieder überschritten werden darf.

„N E I N!“

Bitte folgen Sie der Presse, soweit ich weiss, wird eine Gegenveranstaltung angemeldet werden. Sollte es dazu Nachrichten geben, wird auch der Wachtenblog diese Nachrichten verbreiten.

Fest gemauert in der Erden

Steht die Form, aus Lehm gebrannt

Heute muss die Glocke werden

Frisch Gesellen, seid zur Hand

Von der Stirne heiß

Rinnen muss der Schweiß,

Soll das Werk den Meister loben,

Doch der Segen kommt von oben

Zum Werke, das wir ernst bereiten,

Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;

Wenn gute Reden sie begleiten,

Dann fließt die Arbeit munter fort

So lasst uns jetzt mit Fleiß betrachten,

Was durch die schwache Kraft entspringt,

Den schlechten Mann muss man verachten,

Der nie bedacht, was er vollbringt

Das ist’s ja, was den Menschen zieret,

Und dazu ward ihm der Verstand,

Dass er im innern Herzen spüret,

Was er erschafft mit seiner Hand

Nehmet Holz vom Fichtenstamme,

Doch recht trocken lasst es sein,

Dass die eingepresste Flamme

Schlage zu dem Schwalch hinein

Kocht des Kupfers Brei,

Schnell das Zinn herbei,

Dass die zähe Glockenspeise

Fließe nach der rechten Weise

Was in des Dammes tiefer Grube

Die Hand mit Feuers Hülfe baut,

Hoch auf des Turmes Glockenstube

Da wird es von uns zeugen laut

Noch dauern wird’s in späten Tagen

Und rühren vieler Menschen Ohr

Und wird mit dem Betrübten klagen

Und stimmen zu der Andacht Chor

Was unten tief dem Erdensohne

Das wechselnde Verhängnis bringt,

Das schlägt an die metallne Krone,

Die es erbaulich weiterklingt

Weiße Blasen seh ich springen,

Wohl! Die Massen sind im Fluss

Lasst’s mit Aschensalz durchdringen,

Das befördert schnell den Guss

Auch von Schaume rein

Muss die Mischung sein,

Dass vom reinlichen Metalle

Rein und voll die Stimme schalle

Denn mit der Freude Feierklange

Begrüßt sie das geliebte Kind

Auf seines Lebens erstem Gange,

Den es in Schlafes Arm beginnt;

Ihm ruhen noch im Zeitenschoße

Die schwarzen und die heitern Lose,

Der Mutterliebe zarte Sorgen

Bewachen seinen goldnen Morgen

Die Jahre fliehen pfeilgeschwind

Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe,

Er stürmt ins Leben wild hinaus,

Durchmisst die Welt am Wanderstabe

Fremd kehrt er heim ins Vaterhaus,

Und herrlich, in der Jugend Prangen,

Wie ein Gebild aus Himmelshöhn,

Mit züchtigen, verschämten Wangen

Sieht er die Jungfrau vor sich stehn

Da fasst ein namenloses Sehnen

Des Jünglings Herz, er irrt allein,

Aus seinen Augen brechen Tränen,

Er flieht der Brüder wilder Reihn

Errötend folgt er ihren Spuren

Und ist von ihrem Gruß beglückt,

Das Schönste sucht er auf den Fluren,

Womit er seine Liebe schmückt

O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,

Der ersten Liebe goldne Zeit,

Das Auge sieht den Himmel offen,

Es schwelgt das Herz in Seligkeit

O! dass sie ewig grünen bliebe,

Die schöne Zeit der jungen Liebe!

Wie sich schon die Pfeifen bräunen!

Dieses Stäbchen tauch ich ein,

Sehn wir’s überglast erscheinen,

Wird’s zum Gusse zeitig sein

Jetzt, Gesellen, frisch!

Prüft mir das Gemisch,

Ob das Spröde mit dem Weichen

Sich vereint zum guten Zeichen

Denn wo das Strenge mit dem Zarten,

Wo Starkes sich und Mildes paarten,

Da gibt es einen guten Klang

Drum prüfe, wer sich ewig bindet,

Ob sich das Herz zum Herzen findet!

Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang

Lieblich in der Bräute Locken

Spielt der jungfräuliche Kranz,

Wenn die hellen Kirchenglocken

Laden zu des Festes Glanz

Ach! des Lebens schönste Feier

Endigt auch den Lebensmai,

Mit dem Gürtel, mit dem Schleier

Reißt der schöne Wahn entzwei

Die Leidenschaft flieht!

Die Liebe muss bleiben,

Die Blume verblüht,

Die Frucht muss treiben

Der Mann muss hinaus

Ins feindliche Leben,

Muss wirken und streben

Und pflanzen und schaffen,

Erlisten, erraffen,

Muss wetten und wagen,

Das Glück zu erjagen

Da strömet herbei die unendliche Gabe,

Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,

Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus

Und drinnen waltet

Die züchtige Hausfrau,

Die Mutter der Kinder,

Und herrschet weise

Im häuslichen Kreise,

Und lehret die Mädchen

Und wehret den Knaben,

Und reget ohn Ende

Die fleißigen Hände,

Und mehrt den Gewinn

Mit ordnendem Sinn

Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden,

Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,

Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein

Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein,

Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer,

Und ruhet nimmer

Und der Vater mit frohem Blick

Von des Hauses weitschauendem Giebel

Überzählet sein blühendes Glück,

Siehet der Pfosten ragende Bäume

Und der Scheunen gefüllte Räume

Und die Speicher, vom Segen gebogen,

Und des Kornes bewegte Wogen,

Rühmt sich mit stolzem Mund:

Fest, wie der Erde Grund,

Gegen des Unglücks Macht

Steht mir des Hauses Pracht!

Doch mit des Geschickes Mächten

Ist kein ewger Bund zu flechten,

Und das Unglück schreitet schnell

Wohl! nun kann der Guss beginnen,

Schön gezacket ist der Bruch

Doch bevor wir’s lassen rinnen,

Betet einen frommen Spruch!

Stoßt den Zapfen aus!

Gott bewahr das Haus!

Rauchend in des Henkels Bogen

Schießt’s mit feuerbraunen Wogen

Wohtätig ist des Feuers Macht,

Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,

Und was er bildet, was er schafft,

Das dankt er dieser Himmelskraft,

Doch furchtbar wird die Himmelskraft,

Wenn sie der Fessel sich entrafft,

Einhertritt auf der eignen Spur

Die freie Tochter der Natur

Wehe, wenn sie losgelassen

Wachsend ohne Widerstand

Durch die volkbelebten Gassen

Wälzt den ungeheuren Brand!

Denn die Elemente hassen

Das Gebild der Menschenhand

Aus der Wolke

Quillt der Segen,

Strömt der Regen,

Aus der Wolke, ohne Wahl,

Zuckt der Strahl!

Hört ihr’s wimmern hoch vom Turm?

Das ist Sturm!

Rot wie Blut

Ist der Himmel,

Das ist nicht des Tages Glut!

Welch Getümmel

Straßen auf!

Dampf wallt auf!

Flackernd steigt die Feuersäule,

Durch der Straße lange Zeile

Wächst es fort mit Windeseile,

Kochend wie aus Ofens Rachen

Glühn die Lüfte, Balken krachen,

Pfosten stürzen, Fenster klirren,

Kinder jammern, Mütter irren,

Tiere wimmern

Unter Trümmern,

Alles rennet, rettet, flüchtet,

Taghell ist die Nacht gelichtet,

Durch der Hände lange Kette

Um die Wette

Fliegt der Eimer, hoch im Bogen

Sprützen Quellen, Wasserwogen

Heulend kommt der Sturm geflogen,

Der die Flamme brausend sucht

Prasselnd in die dürre Frucht

Fällt sie in des Speichers Räume,

In der Sparren dürre Bäume,

Und als wollte sie im Wehen

Mit sich fort der Erde Wucht

Reißen, in gewaltger Flucht,

Wächst sie in des Himmels Höhen

Riesengroß!

Hoffnungslos

Weicht der Mensch der Götterstärke,

Müßig sieht er seine Werke

Und bewundernd untergehn

Leergebrannt

Ist die Stätte,

Wilder Stürme rauhes Bette,

In den öden Fensterhöhlen

Wohnt das Grauen,

Und des Himmels Wolken schauen

Hoch hinein

Einen Blick

Nach dem Grabe

Seiner Habe

Sendet noch der Mensch zurück –

Greift fröhlich dann zum Wanderstabe

Was Feuers Wut ihm auch geraubt,

Ein süßer Trost ist ihm geblieben,

Er zählt die Häupter seiner Lieben,

Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt

In die Erd ist’s aufgenommen,

Glücklich ist die Form gefüllt,

Wird’s auch schön zutage kommen,

Dass es Fleiß und Kunst vergilt?

Wenn der Guss misslang?

Wenn die Form zersprang?

Ach! vielleicht indem wir hoffen,

Hat uns Unheil schon getroffen

Dem dunkeln Schoß der heilgen Erde

Vertrauen wir der Hände Tat,

Vertraut der Sämann seine Saat

Und hofft, dass sie entkeimen werde

Zum Segen, nach des Himmels Rat

Noch köstlicheren Samen bergen

Wir trauernd in der Erde Schoß

Und hoffen, dass er aus den Särgen

Erblühen soll zu schönerm Los

Von dem Dome,

Schwer und bang,

Tönt die Glocke

Grabgesang

Ernst begleiten ihre Trauerschläge

Einen Wandrer auf dem letzten Wege

Ach! die Gattin ist’s, die teure,

Ach! es ist die treue Mutter,

Die der schwarze Fürst der Schatten

Wegführt aus dem Arm des Gatten,

Aus der zarten Kinder Schar,

Die sie blühend ihm gebar,

Die sie an der treuen Brust

Wachsen sah mit Mutterlust –

Ach! des Hauses zarte Bande

Sind gelöst auf immerdar,

Denn sie wohnt im Schattenlande,

Die des Hauses Mutter war,

Denn es fehlt ihr treues Walten,

Ihre Sorge wacht nicht mehr,

An verwaister Stätte schalten

Wird die Fremde, liebeleer

Bis die Glocke sich verkühlet,

Lasst die strenge Arbeit ruhn,

Wie im Laub der Vogel spielet,

Mag sich jeder gütlich tun

Winkt der Sterne Licht,

Ledig aller Pflicht

Hört der Pursch die Vesper schlagen,

Meister muss sich immer plagen

Munter fördert seine Schritte

Fern im wilden Forst der Wandrer

Nach der lieben Heimathütte

Blökend ziehen

Heim die Schafe,

Und der Rinder

Breitgestirnte, glatte Scharen

Kommen brüllend,

Die gewohnten Ställe füllend

Schwer herein

Schwankt der Wagen,

Kornbeladen,

Bunt von Farben

Auf den Garben

Liegt der Kranz,

Und das junge Volk der Schnitter

Fliegt zum Tanz

Markt und Straße werden stiller,

Um des Lichts gesellge Flamme

Sammeln sich die Hausbewohner,

Und das Stadttor schließt sich knarrend

Schwarz bedecket

Sich die Erde,

Doch den sichern Bürger schrecket

Nicht die Nacht,

Die den Bösen grässlich wecket,

Denn das Auge des Gesetzes wacht

Heilge Ordnung, segenreiche

Himmelstochter, die das Gleiche

Frei und leicht und freudig bindet,

Die der Städte Bau begründet,

Die herein von den Gefilden

Rief den ungesellgen Wilden,

Eintrat in der Menschen Hütten,

Sie gewöhnt zu sanften Sitten

Und das teuerste der Bande

Wob, den Trieb zum Vaterlande!

Tausend fleißge Hände regen,

helfen sich in munterm Bund,

Und in feurigem Bewegen

Werden alle Kräfte kund

Meister rührt sich und Geselle

In der Freiheit heilgem Schutz

Jeder freut sich seiner Stelle,

Bietet dem Verächter Trutz

Arbeit ist des Bürgers Zierde,

Segen ist der Mühe Preis,

Ehrt den König seine Würde,

Ehret uns der Hände Fleiß

Holder Friede,

Süße Eintracht,

Weilet, weilet

Freundlich über dieser Stadt!

Möge nie der Tag erscheinen,

Wo des rauhen Krieges Horden

Dieses stille Tal durchtoben,

Wo der Himmel,

Den des Abends sanfte Röte

Lieblich malt,

Von der Dörfer, von der Städte

Wildem Brande schrecklich strahlt!

Nun zerbrecht mir das Gebäude,

Seine Absicht hat’s erfüllt,

Dass sich Herz und Auge weide

An dem wohlgelungnen Bild

Schwingt den Hammer, schwingt,

Bis der Mantel springt,

Wenn die Glock soll auferstehen,

Muss die Form in Stücke gehen

Der Meister kann die Form zerbrechen

Mit weiser Hand, zur rechten Zeit,

Doch wehe, wenn in Flammenbächen

Das glühnde Erz sich selbst befreit!

Blindwütend mit des Donners Krachen

Zersprengt es das geborstne Haus,

Und wie aus offnem Höllenrachen

Speit es Verderben zündend aus;

Wo rohe Kräfte sinnlos walten,

Da kann sich kein Gebild gestalten,

Wenn sich die Völker selbst befrein,

Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn

Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte

Der Feuerzunder still gehäuft,

Das Volk, zerreißend seine Kette,

Zur Eigenhilfe schrecklich greift!

Da zerret an der Glocken Strängen

Der Aufruhr, dass sie heulend schallt

Und, nur geweiht zu Friedensklängen,

Die Losung anstimmt zur Gewalt

Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,

Der ruhige Bürger greift zur Wehr,

Die Straßen füllen sich, die Hallen,

Und Würgerbanden ziehn umher,

Da werden Weiber zu Hyänen

Und treiben mit Entsetzen Scherz,

Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,

Zerreißen sie des Feindes Herz

Nichts Heiliges ist mehr, es lösen

Sich alle Bande frommer Scheu,

Der Gute räumt den Platz dem Bösen,

Und alle Laster walten frei

Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,

Verderblich ist des Tigers Zahn,

Jedoch der schrecklichste der Schrecken,

Das ist der Mensch in seinem Wahn

Weh denen, die dem Ewigblinden

Des Lichtes Himmelsfackel leihn!

Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden

Und äschert Städt und Länder ein

Freude hat mir Gott gegeben!

Sehet! Wie ein goldner Stern

Aus der Hülse, blank und eben,

Schält sich der metallne Kern

Von dem Helm zum Kranz

Spielt’s wie Sonnenglanz,

Auch des Wappens nette Schilder

Loben den erfahrnen Bilder

Herein! herein!

Gesellen alle, schließt den Reihen,

Dass wir die Glocke taufend weihen,

Concordia soll ihr Name sein,

Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine

Versammle sich die liebende Gemeine

Und dies sei fortan ihr Beruf,

Wozu der Meister sie erschuf!

Hoch überm niedern Erdenleben

Soll sie im blauen Himmelszelt

Die Nachbarin des Donners schweben

Und grenzen an die Sternenwelt,

Soll eine Stimme sein von oben,

Wie der Gestirne helle Schar,

Die ihren Schöpfer wandelnd loben

Und führen das bekränzte Jahr

Nur ewigen und ernsten Dingen

Sei ihr metallner Mund geweiht,

Und stündlich mit den schnellen Schwingen

Berühr im Fluge sie die Zeit,

Dem Schicksal leihe sie die Zunge,

Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,

Begleite sie mit ihrem Schwunge

Des Lebens wechselvolles Spiel

Und wie der Klang im Ohr vergehet,

Der mächtig tönend ihr erschallt,

So lehre sie, dass nichts bestehet,

Dass alles Irdische verhallt

Jetzo mit der Kraft des Stranges

Wiegt die Glock mir aus der Gruft,

Dass sie in das Reich des Klanges

Steige, in die Himmelsluft

Ziehet, ziehet, hebt!

Sie bewegt sich, schwebt,

Freude dieser Stadt bedeute,

Friede sei ihr erst Geläute

Oft wird unser schönes Wachenheim mit dem ebenfalls, für mich persönlich nicht gänzlich, aber trotzdem schönen Deidesheim verglichen. Mir kommt dabei, wie in vorigen Artikeln erwähnt, der Vergleich Dubai – Abu Dhabi in den Sinn. Dubai glitzert und glamourt, Abu Dhabi ist finanziell solide und hat verdeckte Schönheiten. Wobei Dubai Deidesheim symbolisiert, das nur zur Sicherheit erklärt.

Seit neuestem gibt es jedoch ein realisiertes Projekt, bei der ich Deidesheim Tribut zollen muss, nicht mit einem Ziegenbock, das tun schon andere.

Nein, ich zolle Deidesheim wegen der hervorragenden Jugendpolitik Tribut.

In Wachenheim gibt es seit 1991 den Jugendtreff ‚De Saftlade‘ mit guter Ausstattung und sehr guten Mitarbeitern. Seit mehr als 25 Jahren trifft sich dort ein Teil der Wachenheimer Jugend und macht all die Dinge dort, die die Jugend gerne macht. Spiele, Computer, Musik etc.. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt, somit ist alles gut.

Wirklich alles?

Als Mensch, der früher als Betreuer in einer Jugendfreizeitstätte Erfahrungen sammeln durfte, glaube ich, daß Licht, Luft und Bewegung der Entwicklung von jungen Menschen gut tun(gerade heute im Zeitalter der modernen Medien)!

Der Saftlade ist im Keller und hat keinen Außenbereich. Ich habe immer das Gefühl, die Jugendlichen seien aus den Augen der Öffentlichkeit verbannt und können keinen stören.

Deidesheim hat jetzt einen völlig anderen Weg beschritten. Auch der Deidesheimer Treff war ein Kellerloch am äussersten Rand des Dorfes, doch die Gemeinde hat jetzt zum großen Wurf ausgeholt und hat den Treff aus den Randgebieten in Zentrumsnähe gebracht. Im Ensemble mit dem Alla Hopp Spielplatz präsentiert sich eine moderne helle Begegnungsstätte mit allen Indoor- und Outdoormöglichkeiten(Eröffnung am 02.09.2017 mit Grillfest..)

Wo man sich in Wachenheim noch mit der Spielleitplanung beschäftigt, wo in Wachenheim seit vielen Jahren Geld für eine Skaterbahn im Haushalt geparkt und nicht verwendet wird, hat Deidesheim diesmal ohne Großinvestor, wie in anderen Stadtbereichen, die Nase vorn, und hat eine kommunalpolitisch hervorragende Lösung gefunden, die die Jugendlichen der Gemeinde und des Umkreises sicherlich erfreuen wird.

Da aber eben in Wachenheim Planungen laufen, siehe Spielleitplanung, hoffe ich, daß es diesen Planungen nicht so ergeht, wie unserem Lieblingsprojekt dem Supermarkt und die Jugend, vielleicht mit einem großen jugendpolitischen Wachenheimer Wurf dahin gebracht werden kann, wo sie hingehört.

Aus dem Dunkel ans Licht!

Eines der Markenzeichen Wachenheims ist die für Fussgänger unzumutbare Verkehrsführung an einigen Stellen der Stadt, uncharmanterweise fast das gesamte innerstädtische Stück der Weinstraße. Dies ist immerhin über Jahrzehnte, bzw. In diesem Fall Jahrhunderte gewachsen. Somit ist es nur durch massive städtebauliche und verkehrstechnische Maßnahmen zu ändern, die, so die politischen Strukturen, doch einige Zeit in Anspruch nehmen werden, sollten sie überhaupt jemals realisiert werden können.

Zu diesen permanenten Ärgernissen und, vor allem anderen, für Fußgänger gefährlichen Stellen, hat sich ganz klammheimlich ein zwar zeitlich begrenztes, aber doch sehr dauerhaftes Problem hinzu gesellt.

In der Bahnhofstrasse wird bekanntlicherweise die Villa Böhm aufwändig renoviert, um Privatwohnungen und Arbeitsplätze in Wachenheim zu schaffen. Anscheinend haben sich die beteiligten ausbauenden Firmen wohl den Berliner Flughafen zum negativen Vorbild genommen und dehnen die Bauzeit ins Unendliche. Das ist Privatsache und Problem des oder der Bauherren.

Was keine Privatsache ist, ist der Umstand, daß es mittlerweile wohl von den Baufirmen als Gewohnheitsrecht angesehen wird, die Bürgesteige beiderseits der Bahnhofstrasse den lieben langen Arbeitstag so zu verparken, daß eine Nutzung der Bürgersteige als ebensolche auf einer unzumutbaren Länge nicht möglich ist. Da die Bahnhofstrasse zudem immer noch eine der Rennstrecken in Wachenheim ist, sowohl für Autos, als auch für sonstige beräderte Fortbewegungsmittel, ist ein Fussgänger bei Benutzung der Bahnhofstrasse gefährdet. Insbesondere für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwägen und große Wandergruppen, wie sie zur Zeit unser schönes Örtchen besuchen, sind Gefahren durch diese unhaltbare Situation ausgesetzt.

Ich habe mir mal die Zeit genommen und dem Treiben zugeschaut. Nur es gab kein Treiben. Die (falsch-)parkenden Autos der Firmen waren fast durchweg abgestellt. Es gab kein Be- und Entladen, sondern nur ein Parken aus Bequemlichkeitsgründen.

Hier wäre ein geeigneter Ort für unsere Ordnungshüter mal ein oder zwei Augen darauf zu werfen, bzw. Für die Verwaltung mit den beteiligten Firmen zu reden und sie auf die Situation hinzuweisen.

Und sollten alle Stricke beim Bau reißen, gibt es noch Herrn Mehdorn. Der hat zur Zeit keinen Job…